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show notes
Morgenimpuls mit Schwester Katharina
Oh, es geht unglaublich auf Weihnachten zu. Könnte man denken, wenn man Nachrichten liest und Werbung im Auto hört und Neuigkeiten aus der eigenen Stadt.Die absolute Neuigkeit ging dieser Tage durch die Medien im Umfeld: die große historische Taverne zieht während der zwei Wochenenden des Weihnachtsmarktes in die Mitte des Marktplatzes um. Bisher war sie immer so links von der Mitte und daneben die Grillhütten und Stände für andere Köstlichkeiten. Die Taverne ist der wärmste Ort, falls es an den beiden Adventswochenenden bitterkalt sein sollte. Es ist ab nachmittags bis in den Abend rappelvoll von Glühweinliebhabern und es ist laut mit unadventlicher Musik und eng und alkoholselig. Erst habe ich gelacht über die Meldung und dann war ich nachdenklich und auch ein bisschen ärgerlich. Wenn die Taverne in den Mittelpunkt des Weihnachtsmarktes rückt, was sagt das aus über das, was wir in der Vorbereitung des Weihnachtsfestes so tun. Was steht bei uns selbst da im Mittelpunkt?Aber dann bin ich von meinem hohen Urteilsross heruntergestiegen und habe mich so umgehört, was denn den Leuten am meisten daran gefällt, auf Weihnachtsmärkte zu gehen, einzukaufen, zu bummeln, zu naschen und so weiter. Und was war es wirklich? Sich mit Freunden, Arbeitskollegen und Familie zu treffen, Zeit miteinander zu verbringen, zu plaudern sich auszutauschen über die Dinge, die sie gerade sehr beschäftigen, und es zu genießen, mal einen Tapetenwechsel zu haben und auch, mit anderen Leuten als im normalen Alltag zusammen zu sein und Spaß zu haben. In einem der noch bekannten Adventslieder heißt es: "So nehmet euch eins, um das andere an, wie auch der Herr an uns getan. Freut euch ihr Christen, freuet euch sehr, schon ist nahe der Herr" Oft bedeutet sich des anderen annehmen sich um ihn oder sie in ihren Notlagen kümmern, Zeit haben und zuhören, das Notwendige besorgen und tun und auch den fernen Nächsten nicht vergessen, bei Adveniat spenden oder Lebensmittel zu den Tafeln bringen. Aber es ist doch ein ebenso guter Dienst, sich Zeit zu schenken, miteinander zu plaudern, sich füreinander interessieren, zusammen zu singen und sich beim Glühwein zu wärmen. "Freut euch ihr Christen", trifft auch auf dem Weihnachtsmarkt zu und hilft, sich einzustimmen auf das Fest, dass ohnehin von so viel Geheimnis umwoben ist, dass es viele Menschen nicht mehr kennen. Und "freuet euch sehr", geht absolut auch in der Taverne miteinander, denn "schon ist nahe der Herr", heißt: er kommt garantiert und ist schon mitten unter uns.