Skip to content
Artwork for Morgenimpuls
Morgenimpuls · Today · 4 min

Das Ewige Leben ist eine Einladung

Morgenimpuls mit Pfarrer Stefan Wißkirchen Es ist schön, etwas zu wissen, es ist gut gebildet und intelligent zu sein. Immerhin gehen wir in die Schule, um das zu fördern. Schön und gut - und zugleich aber auch gefährlich, denn das cleverste Argument wird bedenklich, wenn es nur dazu dient, Recht zu haben und nicht dazu, in der Wahrheit zu leben. Manchmal drehen wir die genialsten Gedankenoperationen, nur um einer einzigen Frage aus dem Weg zu gehen: Wer bin ich? Bei den Sadduzäern, der Elite im Israel der Zeit Jesu, scheint es ein wenig so gewesen zu sein. Sie streiten gerne, aber nicht, weil ihnen wirklich etwas am Glauben liegt, möchte man ihnen zumindest unterstellen, sondern weil es ihnen um Macht, Einfluss und den Schein geht. Glaubensinhalte selbst sind nebensächlich, Werte sind wichtig, das Drumherum nicht. Und dazu gehörte auch die Vorstellung von der Auferstehung. Für sie bedeutete ewiges Leben nur, dass es nach dem Tod irgendwie weiter geht wie bisher, nur ohne Ende.Jesus aber denkt anders. Für ihn ist jeder Mensch wertvoll, wertvoll ist, dass wir in Beziehungen leben und lieben, dass wir leben und geliebt werden. Ewiges Leben ist nicht etwas, das wir uns durch tugendhaftes oder werteorientierendes Handeln verdienen. Nein, Ewiges Leben ist geschenkte Beziehung, es ist die Einladung an jener Welt teilzuhaben, an der Auferstehung, an Gott selbst, dem Ewigen.Vielleicht öffnet das die Frage nach Glauben und Werten noch einmal neu. Macht es Sinn gut zu handeln, wenn es kein Ewiges Leben gibt, keine Verantwortung, keinen Gott, der über uns wacht? Die Botschaft Jesu ist klar, Leben ist nicht einfach nur ein immer „Weiter so“, es ist endlich und vollendet. Und wir? Wir sind eingeladen, es in dieser Wahrheit zu leben, nicht nur für uns selbst, sondern in Beziehung zu Gott und untereinander.

0:00-4:01

transcript

No transcript — this publisher did not publish one.

show notes

Morgenimpuls mit Pfarrer Stefan Wißkirchen
Es ist schön, etwas zu wissen, es ist gut gebildet und intelligent zu sein. Immerhin gehen wir in die Schule, um das zu fördern. Schön und gut - und zugleich aber auch gefährlich, denn das cleverste Argument wird bedenklich, wenn es nur dazu dient, Recht zu haben und nicht dazu, in der Wahrheit zu leben. Manchmal drehen wir die genialsten Gedankenoperationen, nur um einer einzigen Frage aus dem Weg zu gehen: Wer bin ich? Bei den Sadduzäern, der Elite im Israel der Zeit Jesu, scheint es ein wenig so gewesen zu sein. Sie streiten gerne, aber nicht, weil ihnen wirklich etwas am Glauben liegt, möchte man ihnen zumindest unterstellen, sondern weil es ihnen um Macht, Einfluss und den Schein geht. Glaubensinhalte selbst sind nebensächlich, Werte sind wichtig, das Drumherum nicht. Und dazu gehörte auch die Vorstellung von der Auferstehung. Für sie bedeutete ewiges Leben nur, dass es nach dem Tod irgendwie weiter geht wie bisher, nur ohne Ende.Jesus aber denkt anders. Für ihn ist jeder Mensch wertvoll, wertvoll ist, dass wir in Beziehungen leben und lieben, dass wir leben und geliebt werden. Ewiges Leben ist nicht etwas, das wir uns durch tugendhaftes oder werteorientierendes Handeln verdienen. Nein, Ewiges Leben ist geschenkte Beziehung, es ist die Einladung an jener Welt teilzuhaben, an der Auferstehung, an Gott selbst, dem Ewigen.Vielleicht öffnet das die Frage nach Glauben und Werten noch einmal neu. Macht es Sinn gut zu handeln, wenn es kein Ewiges Leben gibt, keine Verantwortung, keinen Gott, der über uns wacht? Die Botschaft Jesu ist klar, Leben ist nicht einfach nur ein immer „Weiter so“, es ist endlich und vollendet. Und wir? Wir sind eingeladen, es in dieser Wahrheit zu leben, nicht nur für uns selbst, sondern in Beziehung zu Gott und untereinander.