Bürger zweiter Klasse? Die Rente, der Frust und die AfD
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Die Rebellion der Ost-Ministerpräsidenten bei der Rente und die Umfragerekorde der AfD befeuern die Frage, wie abgehängt der Osten wirtschaftlich eigentlich ist – und ob der Durchmarsch der Rechten noch zu stoppen ist.
Die Bundesregierung plant die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren – und die Ost-Ministerpräsidenten rebellieren. Sowohl die CDU-Regierungschefs als auch ihre Amtskollegen der SPD fordern Änderungen an den Plänen und drohen mit Widerstand im Bundesrat. Der Vorwurf: Wieder einmal würden die Biographien der Ostdeutschen in Berlin nicht hinreichend beachtet. Wieder einmal würden ihre Arbeit und Lebensleistung entwertet.
Ist das tatsächlich so – oder alles nur Wahlkampf vor den anstehenden Wahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin? Und welche Rolle spielt die AfD, die Stimmung macht gegen die Rentenpolitik der Regierung und so auf Stimmenfang geht? Die in Teilen gesichert rechtsextreme Partei liegt in den Umfragen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern weit vorn. Ob es im September zur absoluten Mehrheit reichen wird, bleibt abzuwarten.
Im F.A.Z.-Podcast „Löhr & Pennekamp“ nehmen die Hosts Julia Löhr und Johannes Pennekamp die aktuelle Debatte zum Anlass für eine Analyse, wie groß die wirtschaftlichen Unterschiede hinsichtlich Rente, Vermögen und Lebenshaltungskosten zwischen Ost und West heute eigentlich noch sind. Sie beschreiben zudem, wie die Stimmung der Menschen kurz vor den anstehenden Landtagswahlen ist, am Beispiel eines AfD-Bürgerdialogs in Ludwigslust (Mecklenburg-Vorpommern). Und sie sprechen mit einem Ökonomen, der sagt: Manche Dörfer sollte man besser schließen.
Hosts: Julia Löhr und Johannes Pennekamp
So groß sind die Unterschiede in der Daseinsvorsorge
So groß sind die Unterschiede im Vermögen
Wichtige Indikatoren im Ost-West-Vergleich
Ökonomische Studie zur Funktionsweise des rechten Populismus
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