Von Venedig nach Wien
In dieser Folge von Lange Ohren führt die Reise nach Venedig – an den Ort, an dem die Geschichte der ALBERTINA ihren Anfang nimmt. Am 4. Juli 1776 übergab Giacomo Durazzo Herzog Albert von Sachsen-Teschen und Marie Christine Tausende Druckgrafiken. Aus dieser Begegnung entstand der Anspruch, Kunst nicht nur zu besitzen, sondern systematisch zu sammeln und in größeren Zusammenhängen sichtbar zu machen. Ausgehend von diesem Gründungsmoment sprechen Clarissa Stadler und Ralph Gleis über die Lagunenstadt als Bühne der Kunst: über Canaletto und jene Ansichten, die im 18. Jahrhundert zum europäischen Sehnsuchtsbild wurden, über Paul Signacs Die rosa Wolke und den modernen Blick auf Licht, Wasser und Melancholie. Von der Grand Tour führt der Bogen weiter zur Gründung der Venedig Biennale im Jahr 1895 und zu Gustav Klimts Ausstellung von 1910. Am Ende steht die Gegenwart: Die von der verstorbenen Kuratorin Koyo Kouohs kuratierte Ausstellung In Minor Keys, der von Florentina Holzinger kuratierte österreichische Pavillon, gegenwärtige politische Spannungen und die letzten Werke von Georg Baselitz auf San Giorgio. So verbindet die Folge den Ursprung der Sammlung ALBERTINA mit einer Stadt, in der Kunstgeschichte bis heute nicht stillsteht. Mehr erfahren? 2026 begeht die ALBERTINA ihr 250-jähriges Jubiläum und blickt mit einem Programm auf die Geschichte ihrer Sammlung und in die Zukunft des Hauses.