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Artwork for Kunst und Gegenwart
Kunst und Gegenwart · June 3 · 14 min

TEIL 3: BIENNALE VENEDIG 2026 – NATIONALE PAVILLONS: EIN MODELL AM LIMIT

Das Organisationsprinzip der Biennale Venedig stammt aus dem 19. Jahrhundert: Staaten repräsentieren sich über Kunst, in eigenen Pavillons, unter eigener Flagge. In dieser dritten Folge der Serie steht genau dieses Modell unter Beobachtung — nicht als Anklage, sondern als Strukturfrage. Denn die Künstler auf dieser Biennale arbeiten mehrheitlich länderübergreifend, leben zwischen Kontinenten, beschäftigen sich mit Diaspora, Grenzverschiebungen und kulturellen Identitäten, die sich nie sauber in Nationalstaaten haben einordnen lassen. Belarus zeigt den Extremfall: kein offizieller Pavillon, stattdessen eine Exil-Ausstellung über staatliche Kontrolle und Überwachung. Pakistan und Punjab zeigen, dass historische Kulturräume nationale Grenzen grundsätzlich überschreiten. Moldawien, der ukrainische Hirsch auf der Flucht, Boettis gestrickte Weltkarten mit Staaten, die längst nicht mehr existieren — überall taucht dieselbe Frage auf: Wie stabil sind politische Ordnungen überhaupt? Laurie Anderson bringt es auf den Punkt: Die eigentliche Krise ist keine Faktenkrise, sondern eine Geschichtenkrise. Gesellschaften leben in konkurrierenden Erzählungen über Nation, Zukunft und Identität. Die Biennale macht das sichtbar — ob sie will oder nicht. Themen dieser Folge: Biennale Venedig 2026 · nationale Pavillons · Belarus · Ukraine · Moldawien · Punjab · Alighiero Boetti · Laurie Anderson · Geopolitik · kulturelle Identität · Kunstpodcast · Gegenwartskunst Wenn Ihnen diese Folge etwas gebracht hat: Abonnieren Sie den Podcast, hinterlassen Sie eine Bewertung und geben Sie die Episode weiter – damit erreichen solche Inhalte mehr Menschen. Fragen und Themenwünsche: podcast@haraldschmidt.online – weitere Informationen unter haraldschmidt.online/podcast

0:00-14:06

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Das Organisationsprinzip der Biennale Venedig stammt aus dem 19. Jahrhundert: Staaten repräsentieren sich über Kunst, in eigenen Pavillons, unter eigener Flagge. In dieser dritten Folge der Serie steht genau dieses Modell unter Beobachtung — nicht als Anklage, sondern als Strukturfrage.

Denn die Künstler auf dieser Biennale arbeiten mehrheitlich länderübergreifend, leben zwischen Kontinenten, beschäftigen sich mit Diaspora, Grenzverschiebungen und kulturellen Identitäten, die sich nie sauber in Nationalstaaten haben einordnen lassen. Belarus zeigt den Extremfall: kein offizieller Pavillon, stattdessen eine Exil-Ausstellung über staatliche Kontrolle und Überwachung. Pakistan und Punjab zeigen, dass historische Kulturräume nationale Grenzen grundsätzlich überschreiten. Moldawien, der ukrainische Hirsch auf der Flucht, Boettis gestrickte Weltkarten mit Staaten, die längst nicht mehr existieren — überall taucht dieselbe Frage auf: Wie stabil sind politische Ordnungen überhaupt?

Laurie Anderson bringt es auf den Punkt: Die eigentliche Krise ist keine Faktenkrise, sondern eine Geschichtenkrise. Gesellschaften leben in konkurrierenden Erzählungen über Nation, Zukunft und Identität. Die Biennale macht das sichtbar — ob sie will oder nicht.

Themen dieser Folge: Biennale Venedig 2026 · nationale Pavillons · Belarus · Ukraine · Moldawien · Punjab · Alighiero Boetti · Laurie Anderson · Geopolitik · kulturelle Identität · Kunstpodcast · Gegenwartskunst

Wenn Ihnen diese Folge etwas gebracht hat: Abonnieren Sie den Podcast, hinterlassen Sie eine Bewertung und geben Sie die Episode weiter – damit erreichen solche Inhalte mehr Menschen. Fragen und Themenwünsche: podcast@haraldschmidt.online – weitere Informationen unter haraldschmidt.online/podcast