Emergency Severity Index (ESI) - mit Sebastian Großmann, Andreas Müller und Sebastian Großmann
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Emergency Severity Index (ESI): Triage in der Notaufnahme einfach und sicher gestalten
Wie lassen sich Patient:innen in der Notaufnahme schnell, strukturiert und zuverlässig nach ihrer Behandlungsdringlichkeit einordnen? In dieser Feature-Folge des Notfallpodcasts Fasttrack sprechen Sebastian Schiffer und Andreas Müller mit Florian Großmann über den Emergency Severity Index (ESI) – ein international etabliertes, fünfstufiges Triageinstrument.
Florian Großmann arbeitet seit vielen Jahren am Universitätsspital Basel und begleitete dort bereits 2008 die Einführung des ESI. Im Gespräch erläutert er den Aufbau des ESI-Algorithmus, die Einordnung in die fünf Dringlichkeitsstufen und die wesentlichen Neuerungen der fünften Version.
Themen dieser Folge
- Entstehung und Verbreitung des Emergency Severity Index
- Unterschiede zwischen ESI und Manchester-Triage-System
- Vorteile eines einheitlichen, leitsymptomunabhängigen Algorithmus
- Die vier Entscheidungspunkte des ESI:
- A: Sind sofortige lebensrettende Maßnahmen erforderlich?
- B: Liegt eine Hochrisikosituation vor, besteht eine akute Bewusstseinsveränderung oder starkes Leid?
- C: Wie viele diagnostische oder therapeutische Ressourcen werden voraussichtlich benötigt?
- D: Geben auffällige Vitalparameter Anlass zu einer erneuten Bewertung?
- Abgrenzung von ESI 1 und ESI 2
- Einordnung starker Schmerzen und großen psychischen oder körperlichen Leids
- Besonderheiten bei akut verwirrten oder dementiell erkrankten Patient:innen
- Bedeutung der Ressourcenprognose für die Stufen ESI 3 bis 5
- Warum sich die Ressourcenabschätzung am Vorgehen eines erfahrenen Behandlungsteams orientiert
- Unterschied zwischen Behandlungsdringlichkeit und organisatorischer Wartezeit
- Bedeutung der Vitalparameter als zusätzlicher Sicherheitsmechanismus
- Neuerungen der fünften ESI-Version:
- stärkere Berücksichtigung der Vitalparameter
- Vitalzeichenkontrolle auch vor der Einstufung in ESI 4 oder 5
- erneute vollständige Dringlichkeitseinschätzung bei auffälligen Werten
- differenziertere Altersgruppen bei Kindern
- Risiken von Untertriage und Bedeutung qualifizierter Triagefachpersonen
- Perspektiven für digitale und KI-gestützte Triageverfahren
Zu Gast
Florian Großmann arbeitet am Universitätsspital Basel und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der klinischen Ersteinschätzung und dem Emergency Severity Index. Er war an der Einführung des ESI in Basel sowie an seiner deutschsprachigen Übersetzung und Verbreitung beteiligt.
Über Fasttrack
Fasttrack ist der Podcast von Sebastian Schiffer und Andreas Müller rund um Notfallpflege und Notfallmedizin. Diese Episode erscheint als Feature-Folge bei Klinisch Relevant.
Weitere Fachbeiträge, Podcasts und Fortbildungen findet ihr unter klinischrelevant.de. Disclaimer: Bei den Podcasts von Klinisch Relevant handelt es sich um Fortbildungsinhalte für Ärzte und medizinisches Personal und keinesfalls um individuelle Therapievorschläge. Sie ersetzen also keineswegs einen Arztkontakt, wenn es um die Behandlung von Erkrankungen geht. Dabei spiegeln die Beiträge den Kenntnisstand unserer medizinischen Partner und Experten wider, den sie nach besten Wissen und Gewissen mit Dir teilen. Häufig handelt es sich dabei auch um persönliche Erfahrungen und subjektive Meinungen. Wir übernehmen für mögliche Nachteile oder Schäden, die aus den im Podcast gegebenen Hinweisen resultieren, keinerlei Haftung. Bei gesundheitlichen Beschwerden muss immer ein Arzt konsultiert werden! Weitere Informationen findest Du auf unserer Website: www.klinisch-relevant.de P.S.: Wenn Dir der Podcast gefallen hat, dann teile ihn doch bitte mit Deinen Kolleginnen und Kollegen! Es würde uns auch riesig freuen, wenn Du unseren Newsletter auf unserer Homepage abonnieren und unser Projekt bei Apple Podcasts bewerten würdest. Wenn Du Lust hast, dann findest Du Klinisch Relevant auch bei Facebook, Instagram, YouTube und LinkedIn. Falls Du auch einmal einen Beitrag auf Klinisch Relevant zu einem spannenden medizinischen Thema veröffentlichen möchtest, dann melde Dich doch ganz einfach unter kontakt@klinisch-relevant.de





