
#3 · Wer gibt das bei euch eigentlich frei?
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Der Engpass liegt diese Woche nicht im Werkzeug, sondern im Organigramm.
Kennzeichnen musst du seit dem 2. August — offen ist nur, was genau Artikel 50 des EU AI Act ist anwendbar. Betroffen ist, wer Chatbots betreibt, KI-Bilder im Marketing einsetzt, mit Voicebots arbeitet oder KI-Texte zu Themen von öffentlichem Interesse veröffentlicht. Das Kriterium ist nicht, ob KI beteiligt war, sondern ob sie wesentlich beigetragen hat. Verstöße können bis zu 15 Millionen Euro oder drei Prozent des weltweiten Jahresumsatzes kosten.
Die Rechtschreibfehler sind weg, und mit ihnen das Erkennungsmerkmal Eine Feldstudie unter Federführung der TU Braunschweig, vorgestellt auf dem USENIX Security Symposium: 7.741 Beschäftigte, echte Mails. Generisches Phishing kam auf 3,9 Prozent Klickrate, automatisiert personalisiertes auf 10,0 Prozent. Der KI-Ablauf brauchte 45 Sekunden pro Mail, die handgeschriebene Variante sieben Minuten. Wer Phishing weiter an schlechtem Deutsch erkennen lässt, trainiert ein Merkmal, das gerade verschwindet.
Werbung in ChatGPT — auch in Deutschland OpenAI hat das Anzeigengeschäft in 31 europäischen Märkten gestartet. Werbung sehen Nutzer der kostenlosen Version und des Go-Tarifs; höhere Abos bleiben werbefrei. Die interessantere Frage im Betrieb ist nicht, ob Anzeigen die Antworten beeinflussen, sondern in welcher Version deine Leute überhaupt arbeiten.
Agenten scheitern nicht am Modell, sondern an den Stammdaten Die Bedingungen für KI-Agenten liegen alle im eigenen Haus: gepflegte Stammdaten, dokumentierte Schnittstellen, funktionierendes Rechtemanagement. Empfohlen wird ein abgegrenzter Pilot über drei bis sechs Monate mit gemessener Ausgangslage, festgelegten Eskalationswegen und einem Protokoll.
Und eine Entwarnung, die keine ist Die Bundesregierung sieht keinen systematischen KI-bedingten Stellenabbau. Routinetätigkeiten fallen weg, dafür gewinnt das Prüfen von KI-Ergebnissen an Bedeutung — eine Tätigkeit, die in keiner Stellenbeschreibung steht und trotzdem jeden Tag anfällt.
Probier das: Zerleg den Prozess, bevor du ihn der KI gibst
„Zerlege den folgenden Arbeitsprozess in 5 bis 7 Schritte. Sag mir zu jedem Schritt, ob du ihn übernehmen kannst, ob du zuarbeiten kannst oder ob er beim Menschen bleiben muss — und warum."
Meistens sind es zwei von sieben Schritten, die die KI gut übernimmt, und ein dritter, an dem sie zuverlässig danebenliegt. Genau den findest du im Ein-Satz-Prompt nie.
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Diese Folge wurde mit einem KI-Klon meiner eigenen Stimme vertont.
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