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Jung und Freudlos · June 21 · 49 min

Freundschaftsfolge mit Jan zu Autismus-Diagnostik

Autismus-Diagnostik in der Praxis: Sebastian und Christa sprechen mit Dr. Jan Dreher vom PsychCast über Fallbeispiele, Anamnese, Differenzialdiagnosen und den Umgang mit der Diagnose. In dieser Folge treffen wir uns erneut mit Jan vom "PsychCast mit Jan". Gemeinsam sprechen wir über ein Thema, das in Klinik, Praxis und Öffentlichkeit zunehmend präsent ist: Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter und ihre Diagnostik. Die Folge ist auch als Video auf YouTube abrufbar: https://youtu.be/Z1_S2Ou16Ws Ausgangspunkt ist ein fiktives, aber sehr praxisnahes Fallbeispiel: Eine junge Mathematikstudentin kommt mit der Frage, ob ihre Erschöpfung in sozialen Situationen, ihr Rückzugsbedürfnis, ihre Spezialinteressen und ihre Erfahrungen mit Reizüberflutung Hinweise auf eine Autismus-Spektrum-Störung sein könnten. Wir sprechen unter anderem über: Wie häufig Autismus-Diagnostik aktuell in Praxis und Klinik nachgefragt wird Warum spezialisierte Autismus-Ambulanzen vielerorts kaum noch erreichbar sind Welche anamnestischen Hinweise bei Autismus besonders relevant sein können Warum Reizüberflutung, taktile Empfindlichkeiten, Geräusche, Licht und Kleidung wichtige Hinweise sein können Wie man Blickkontakt diagnostisch einordnet — und warum die Frage nicht lautet: „Gucken Sie in die Augen?“, sondern eher: „Wie kommt dieser Blickkontakt zustande?“ Was Routinen, Vorhersagbarkeit und das Gefühl von „Schiefigkeit“ bei unterbrochenen Abläufen bedeuten können Warum Spezialinteressen bei Erwachsenen oft sozial akzeptiert und beruflich eingebettet sind Wie man Sprachpragmatik, bildliche Sprache und Konkretismus sensibel explorieren kann Wie sich Autismus von ADHS, sozialer Phobie, Zwangsstörung und Depression abgrenzen lässt Welche Rolle Screening-Fragebögen wie der Autism Quotient oder die Cambridge Behaviour Scale spielen können Warum der ADOS hilfreich, aber nicht zwingend notwendig für jede Diagnostik ist Wie man die Diagnose wertschätzend mitteilt — und wie man auch mit einer Nicht-Diagnose gut umgehen kann Ein wichtiger Gedanke der Folge: Autismus-Diagnostik ist keine reine Testdiagnostik. Sie entsteht aus einer sorgfältigen Anamnese, einer guten klinischen Beobachtung, differenzialdiagnostischer Offenheit und einem wertschätzenden Verständnis neurodivergenten Erlebens. Wissenschaftliche Autismus-Tests zum selber machen (auf englisch): https://embrace-autism.com/autism-tests/ Das Diagnostikmaterial vom Berliner Autismus-Netzwerk: https://berlinerautismusnetzwerk.org/weiteres-material/ Die 11-Punkte-Liste von A. Riedel: http://www.mwv-berlin.de/buecher-bestellen-2016/images/product_images/leseproben_images/9783941468801_Leseprobe.pdf Neuerer Artikel (2020) zum Thema Autismus-Diagnostik: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0987-5653.pdf Mehr von uns: Jung und Freudlos: https://juf.podigee.io PsychCast: https://psychcast.de

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Autismus-Diagnostik in der Praxis: Sebastian und Christa sprechen mit Dr. Jan Dreher vom PsychCast über Fallbeispiele, Anamnese, Differenzialdiagnosen und den Umgang mit der Diagnose.

In dieser Folge treffen wir uns erneut mit Jan vom "PsychCast mit Jan". Gemeinsam sprechen wir über ein Thema, das in Klinik, Praxis und Öffentlichkeit zunehmend präsent ist: Autismus-Spektrum-Störungen im Erwachsenenalter und ihre Diagnostik.

Die Folge ist auch als Video auf YouTube abrufbar: https://youtu.be/Z1_S2Ou16Ws

Ausgangspunkt ist ein fiktives, aber sehr praxisnahes Fallbeispiel: Eine junge Mathematikstudentin kommt mit der Frage, ob ihre Erschöpfung in sozialen Situationen, ihr Rückzugsbedürfnis, ihre Spezialinteressen und ihre Erfahrungen mit Reizüberflutung Hinweise auf eine Autismus-Spektrum-Störung sein könnten.

Wir sprechen unter anderem über:

Wie häufig Autismus-Diagnostik aktuell in Praxis und Klinik nachgefragt wird

Warum spezialisierte Autismus-Ambulanzen vielerorts kaum noch erreichbar sind

Welche anamnestischen Hinweise bei Autismus besonders relevant sein können

Warum Reizüberflutung, taktile Empfindlichkeiten, Geräusche, Licht und Kleidung wichtige Hinweise sein können

Wie man Blickkontakt diagnostisch einordnet — und warum die Frage nicht lautet: „Gucken Sie in die Augen?“, sondern eher: „Wie kommt dieser Blickkontakt zustande?“

Was Routinen, Vorhersagbarkeit und das Gefühl von „Schiefigkeit“ bei unterbrochenen Abläufen bedeuten können

Warum Spezialinteressen bei Erwachsenen oft sozial akzeptiert und beruflich eingebettet sind

Wie man Sprachpragmatik, bildliche Sprache und Konkretismus sensibel explorieren kann

Wie sich Autismus von ADHS, sozialer Phobie, Zwangsstörung und Depression abgrenzen lässt

Welche Rolle Screening-Fragebögen wie der Autism Quotient oder die Cambridge Behaviour Scale spielen können

Warum der ADOS hilfreich, aber nicht zwingend notwendig für jede Diagnostik ist

Wie man die Diagnose wertschätzend mitteilt — und wie man auch mit einer Nicht-Diagnose gut umgehen kann

Ein wichtiger Gedanke der Folge: Autismus-Diagnostik ist keine reine Testdiagnostik. Sie entsteht aus einer sorgfältigen Anamnese, einer guten klinischen Beobachtung, differenzialdiagnostischer Offenheit und einem wertschätzenden Verständnis neurodivergenten Erlebens.

Wissenschaftliche Autismus-Tests zum selber machen (auf englisch): https://embrace-autism.com/autism-tests/

Das Diagnostikmaterial vom Berliner Autismus-Netzwerk: https://berlinerautismusnetzwerk.org/weiteres-material/

Die 11-Punkte-Liste von A. Riedel: http://www.mwv-berlin.de/buecher-bestellen-2016/images/product_images/leseproben_images/9783941468801_Leseprobe.pdf

Neuerer Artikel (2020) zum Thema Autismus-Diagnostik: https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-0987-5653.pdf

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Jung und Freudlos: https://juf.podigee.io

PsychCast: https://psychcast.de

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