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Artwork for Hinter dem Zoo geht's weiter - Der Naturschutzpodcast aus Frankfurt
Science

Hinter dem Zoo geht's weiter - Der Naturschutzpodcast aus Frankfurt

Zoologische Gesellschaft Frankfurt & Zoo Frankfurt

Zwei Paar lange Unterhosen, ein Betäubungsgewehr und mindestens eine Zahnbürste – das alles braucht man, um unseren Planeten zu retten. Vielleicht auch ein bisschen mehr, aber unbedingt Menschen, die mit Herz und Leidenschaft dabei sind. Um diese Menschen und ihre Abenteuer geht es bei „Hinter dem Zoo geht’s weiter“.

Dabei können Hörerinnen und Hörer viel über praktischen Natur- und Artenschutz lernen: Warum hält ein Zoo bedrohte Arten? Wie siedelt man Nashörner an und wofür braucht eine Naturschutzorganisation eine kleine Airline? Der Podcast ist eine Co-Produktion der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt und dem Zoo Frankfurt.

  • 21 episodes
  • Updated Friday

Episodes21

  • Friday · 28 min

    Kennt ja kein Schwein: Antillen-Ochsenfrosch

    In dieser Folge dreht sich alles um die Antillen-Ochsenfrösche – eine Amphibienart, die wohl die wenigsten Zoobesucher jemals zu Gesicht bekommen werden. Doch genau das macht sie so spannend. Tierpfleger Dennis Jenschke nimmt uns mit hinter die Kulissen des Exotariums und erzählt, wie man sich auf eine völlig neue Tierart vorbereitet. Dafür ging es sogar in den Jersey Zoo (zur Webseite), um von den Kolleginnen und Kollegen zu lernen, die diese außergewöhnlichen Frösche bereits erfolgreich halten. Wie richtet man das perfekte Terrarium ein? Was frisst ein Frosch, der so groß wie ein Teller werden kann? Und warum wird die Art auch "Hühner-Frosch" genannt? Anschließend erklärt Kurator Dr. Simon Rohner, wie Zoos überhaupt entscheiden, welche Arten sie halten. Warum investiert man Zeit, Geld und Platz in einen unscheinbaren Frosch, den viele Besucher nie entdecken werden? Und welche Rolle spielen gerade solche wenig bekannten Arten für den Artenschutz? Eine Folge über Frösche, die kein Schwein kennt – und die gerade deshalb unsere Aufmerksamkeit verdienen. Im Gespräch: Dennis Jenschke arbeitet im Exotarium des Zoo Frankfurt, also dem Terrarien- und Aquarienbereich. Als Vorbereitung auf die neuen Zoobewohner ist er sogar nach England geflogen. Dr. Simon Rohner ist Kurator im Zoo Frankfurt. Frösche aus einem britischen Zoo zu importieren stellte ihn vor gewisse Herausforderungen.

  • July 3 · 37 min

    Jede Schuppe zählt: Im Kampf gegen den Wildtierhandel

    Schuppentiere gehören zu den außergewöhnlichsten Säugetieren der Welt und gleichzeitig zu den am stärksten bedrohten. In dieser Folge von „Hinter dem Zoo geht’s weiter“ besuchen wir Guo Bao, das Chinesische Schuppentier im Grzimekhaus des Zoo Frankfurt. Tierpfleger Martin Rödl erzählt, warum die Haltung dieser seltenen Tiere so anspruchsvoll ist, was Schuppentiere fressen und wann Besucherinnen und Besucher die besten Chancen haben, Guo Bao zu entdecken. Im zweiten Teil der Folge geht es um eine der größten Bedrohungen für Schuppentiere: den illegalen Wildtierhandel. Gemeinsam mit Stephanie von Meibom von der internationalen Artenschutzorganisation TRAFFIC sprechen wir darüber, warum Schuppentiere so häufig geschmuggelt werden, wie der Handel mit Wildtieren funktioniert und was Artenschutz und Politik dagegen tun können. Mehr über den Handel mit Wildtieren und seine Regulierungen: TRAFFIC – Wildlife Trade: zu TRAFFIC Bundesamt für Naturschutz (zuständig für CITES): zum BfN Zur Pressemeldung über Guo Bao im Zoo Frankfurt: Gut geschützt und doch bedroht – Neue Schuppentier-Art im Grzimekhaus: zur Pressemitteilung Im Gespräch: Der Tierpfleger Martin Rödl arbeitet im Grzimek-Haus - also dem Nachttierhaus des Frankfurter Zoos. Zusammen mit seinen Kolleginnen und Kollegen hat er sich über Monate auf die aufwendige Pflege des neuen Schuppentiers vorbereitet. Die Biologin Stephanie von Meibom arbeitet bereits seit ihrem Studium für die Organisation TRAFFIC. Hier hat sie unter anderem daran gearbeitet, den illegalen Handel von Schuppentieren, Hörnern von Saigaantilopen oder Schneeleoparden zu bekämpfen.

  • June 5 · 23 min

    Naturschutz weiter denken: Das Frankfurt Conservation Center

    Das Artensterben nimmt weltweit zu, während Biodiversität in vielen Debatten an Bedeutung verliert. Dabei sind eine stabile Wirtschaft, Ernährungssicherheit und gesellschaftliche Resilienz eng mit einer intakten Natur verbunden. In dieser Folge von Hinter dem Zoo gehts weiter spricht Felix Gaschick, Geschäftsführer des <a href="https://frankfurtconservation.org" target="_blank">Frankfurt Conservation Center (FCC)</a>, über einen neuen Ansatz im Naturschutz. Das Frankfurt Conservation Center bringt Akteurinnen und Akteure aus Naturschutz, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Finanzwelt zusammen, um gemeinsame Lösungen für die Biodiversitätskrise zu entwickeln. Wir sprechen darüber, weshalb Biodiversität weit mehr als ein Umweltthema ist und welche Rolle das Frankfurt Conservation Center dabei spielen kann, Naturschutz stärker in gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen einzubinden. Eine Folge über die Zukunft des Naturschutzes, neue Allianzen und die Frage, wie das Frankfurt Conservation Center Menschen dabei helfen kann, den Schutz der Natur wirksamer zu gestalten. Im Interview - Felix Gaschick Felix Gaschick ist Geschäftsführer des Frankfurt Conservation Center (FCC) und arbeitet seit vielen Jahren an der Schnittstelle von Naturschutz und internationaler Zusammenarbeit. Der studierte Forstwissenschaftler bringt Erfahrungen aus Projekten in Asien und der internationalen Entwicklungszusammenarbeit mit und setzt sich für neue Partnerschaften zum Schutz der biologischen Vielfalt ein.

  • May 1 · 40 min

    Air Fitz: Eine Bongo-Antilope auf dem Weg nach Kenia (83) 

    Östliche Bongos gehören zu den am stärksten gefährdeten Antilopen der Welt und leben in den Bergwäldern Ostafrikas. In der Wildnis gibt es nach aktuellen Schätzungen weniger als 100 Tiere. Um ihr Überleben zu sichern, braucht es genetische Vielfalt – und genau hier kommen Zoos ins Spiel. Tiere aus Zuchtprogrammen sollen helfen, die Population in Kenia zu stärken. Einer davon könnte Fitz sein. Zu Beginn der Folge spricht Dr. Sabrina Linn, Kuratorin im Zoo Frankfurt, mit Marco darüber, was hinter diesem Projekt steckt: Warum kommt Fitz überhaupt infrage? Welche Kriterien entscheiden – und warum dauert es Jahre, so einen Transport vorzubereiten? Nick Davis vom Chester Zoo berichtet direkt aus Nairobi, wo die Tiere erwartet werden. Er erklärt, wie die Auswahl getroffen wurde und welche Rolle Zoos heute im internationalen Artenschutz spielen. Zusammen mit Dr. Robert Aruho von der Mount Kenya Wildlife Conservancy wird deutlich, wie komplex dieses Projekt ist – und wie viele Partner beteiligt sind: von internationalen Abkommen bis hin zur konkreten Logistik vor Ort. Denn es geht um mehr als nur diesen Transport. Ziel ist es, den Östlichen Bongo langfristig wieder in geeignete Lebensräume zurückzubringen. Und Fitz? Ob er am Ende wirklich im Flugzeug sitzt – das erfahrt ihr in dieser Folge.

  • April 3 · 26 min

    Keine Quick Fixes: Warum Durchhalten zählt

    In dieser Folge sprechen wir mit Elsabe van der Westhuizen, die gemeinsam mit ihrem Mann Hugo für die ZGF Naturschutzprogramme in Sambia, Simbabwe aufgebaut hat – und heute in Mosambik ein neues Programm entwickelt. Sie gibt Einblicke in ihren Alltag und erzählt, wie viel Abenteuer tatsächlich im Leben einer Naturschützerin steckt. Es geht um den Aufbau neuer Naturschutzprogramme, um die Zusammenarbeit mit Menschen vor Ort, nationalen Partnern und Behörden – und um die vielen kleinen Schritte, die nötig sind, damit Naturschutz funktioniert und langfristig wirkt. Und es geht um persönliche Erkenntnisse: Was hilft, dranzubleiben, wenn Fortschritte Zeit brauchen? Wie findet man den eigenen Antrieb in einem Arbeitsfeld, das Geduld verlangt und immer wieder neue Herausforderungen mit sich bringt? Eine persönliche Folge darüber, warum es im Naturschutz keine schnellen Lösungen gibt – und warum genau darin die Grundlage für echte Wirkung liegt.

  • March 6 · 43 min

    Feuchtgebiete: unterschätzte Superhelden für Klima und Biodiversität

    Im Exotarium des Zoo Frankfurt wächst eine kleine europäische Sumpfschildkröte heran. Ihr Name: Emy. Noch lebt sie in menschlicher Obhut – bald soll sie ausgewildert werden. Gemeinsam mit Dr. Johannes Köhler, Kurator im Zoo Frankfurt, schauen wir hinter die Kulissen eines sogenannten Headstarting-Projekts. Junge Schildkröten werden dabei so lange im Zoo aufgezogen, bis sie groß genug sind, um in der Natur bessere Überlebenschancen zu haben. Ein kleiner Baustein im Schutz einer heimischen Art. Doch Emy steht für mehr. Sie steht für einen Lebensraum: Feuchtgebiete. Feuchtgebiete (engl. Wetlands) gehören zu den artenreichsten Ökosystemen der Erde. Rund vierzig Prozent aller Tier- und Pflanzenarten sind direkt auf sie angewiesen. Gleichzeitig erfüllen sie zentrale Funktionen für uns Menschen: Sie speichern große Mengen Kohlenstoff, filtern Wasser und wirken wie natürliche Hochwasserspeicher. Trotzdem verschwinden Feuchtgebiete schneller als Wälder. Warum das so ist und was dagegen getan wird, erklärt Dr. Nora Weyer vom Alpenzoo Innsbruck. Sie stellt die europaweite Artenschutzkampagne Wetlands for Life des Europäischen Zooverbands vor. Ziel der Kampagne ist es, Bewusstsein für Feuchtgebiete zu schaffen, Projekte zu unterstützen und Menschen für ihren Schutz zu gewinnen. Zum Schluss reisen wir in eines der größten Feuchtgebiete Europas: die Polesie. Dort arbeitet die Zoologische Gesellschaft Frankfurt gemeinsam mit lokalen Partnern daran, Moore, Flüsse und Auen zu schützen. Eine Landschaft von über 18 Millionen Hektar – voller Wildnis, voller Leben und voller Kohlenstoff, der im Boden gespeichert ist. Von einer kleinen Schildkröte bis zu einer ganzen Landschaft zeigt diese Folge: Feuchtgebiete sind kein Randthema des Naturschutzes. Sie gehören zu den wichtigsten Verbündeten im Kampf für Biodiversität und Klimaschutz. Gäste dieser Folge Dr. Johannes Köhler Zoo Frankfurt Spricht über das Auswilderungsprojekt für die europäische Sumpfschildkröte und darüber, warum Zoos sich auch für heimische Arten einsetzen. Dr. Nora Weyer Artenschutzkoordinatorin, Alpenzoo Innsbruck Erklärt die Bedeutung von Feuchtgebieten und stellt die EAZA-Kampagne „Wetlands for Life“ vor. Eleni Vendras Projektleiterin Polesie, Zoologische Gesellschaft Frankfurt Berichtet aus einem der größten Feuchtgebiete Europas und erklärt, warum der Schutz von Mooren auch Klimaschutz ist. Wenn ihr wissen wollt, wie es mit der "Wetlands for Life"-Kampagne weitergeht, folgt ihr doch auf Instagram: @eaza_wetlandsforlife (zum Profil) LinkedIn: EAZA Wetlands for Life campaign (zum Profil)

  • February 6 · 57 min

    Mehr als ein Job: Warum wir tun, was wir tun

    Wir sprechen mit Mitarbeitenden aus dem Zoo Frankfurt und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt aus ganz unterschiedlichen Bereichen. Menschen, die sich beruflich für Tiere, Lebensräume und Naturschutz einsetzen. Und die sich, trotz oder gerade wegen dieser Arbeit, immer wieder fragen: Was treibt mich eigentlich an? Statt großer Zahlen, Masterpläne oder abstrakter Ziele geht es in dieser Folge um persönliche Geschichten. Um Motivation. Um Hoffnung. Und um diesen Moment morgens, bevor der Tag beginnt: Was gibt mir die Energie, aufzustehen und anzupacken? Host Marco ist dieser Frage nachgegangen. Entstanden ist eine Sammlung persönlicher Perspektiven, die zeigt: Natur- und Artenschutz ist nicht nur eine Aufgabe, sondern etwas, das Menschen aus Überzeugung tun. In ganz unterschiedlichen Rollen, mit ganz eigenen Gründen. Ob Marco seine persönliche Antwort auf dieser Reise findet? Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner in dieser Folge Zoo Kasse: Lars Kupzog ZGF Kommunikation: Miriam Schmidt ZGF Peru & Kolumbien: Julio Monzón ZGF Conservation Funding: Lais Carneiro Wahl (Lala) Zoo Tierpflege/Pinguine: Jochen Schiele ZGF Finanzen: Nico Alf Zoo Presse & Öffentlichkeitsarbeit: Dr. Caroline Liefke Zoo Tierpflege/Affenhaus: Sarah Klein, Nina Schneider, Lena Brucker Danke an alle euch alle, die diesen Podcast hören, die Interesse an Natur- und Artenschutz haben, an alle, die etwas bewegen wollen.

  • Dec 5, 2025 · 49 min

    Gute Geschichten, starke Wirkung: Unsere Highlights 2025

    Wir sprechen über ein Programm-Jubiläum in Vietnam und über einen der bedeutendsten Preise im Naturschutz. Über Przewalski-Pferde, die in Kasachstan ausgewildert wurden, über ein Erdferkel-Jungtier im Zoo Frankfurt, das zum Publikumsliebling wurde, und über den Vietnam-Fasan, der Hoffnung auf den Erhalt einer seltenen Art macht. In Peru begleiten wir die Entstehung eines neuen Schutzgebiets im Amazonas, das nicht nur die Natur schützt, sondern auch die Rechte indigener Gemeinschaften stärkt. Und wir werfen einen Blick in die Zukunft: auf die Vision eines „Zookunfts“-Masterplans und das geplante Frankfurt Conservation Center – ein Ort, an dem Naturschutz, Forschung und Bildung zusammenfinden. Diese Geschichten zeigen: Veränderung ist möglich. Und manchmal beginnt sie mit einem Tier – und Menschen, die gemeinsam etwas bewegen. Menschen in dieser Folge: Anne Dohrmann – Tierärztin und ZGF-Expertin für die Przewalski-Pferde in Kasachstan Dr. Simon Rohner – Kurator Vögel, Zoo Frankfurt Dr. Ha Tan Long – Leiter ZGF-Programm Vietnam, Gewinner des Frankfurt Conservation Award 2025 Astrid Parys – Revierleitung Grzimekhaus, Zoo Frankfurt Dr. Christina Geiger – Direktorin Zoo Frankfurt Claus Garcia – Regionalkoordinator der ZGF in Peru Dr. Christof Schenck – Geschäftsführung ZGF (Einspieler) An dieser Stelle möchten wir Danke sagen. Danke an alle euch alle, die diesen Podcast hören, die Interesse an Natur- und Artenschutz haben, an alle, die etwas bewegen wollen. Wir gehen jetzt in die kurze Winterpause und sind ab Februar 2026 mit neuen Folgen für euch am Start.

  • Nov 7, 2025 · 1 hr 7 min

    Vom Toxin zur Tablette: Geheimnis der Gifte

    Schon als Kind wollte Dr. Tim Lüddecke Tiergiftforscher werden. Heute lebt er diesen Traum: Mit dem Motto „Turning nature’s deadliest weapons into the drugs of tomorrow“ sucht er im Labor und in freier Wildbahn nach Möglichkeiten, mit tierischen Giften Menschen zu heilen. Im Gespräch erklärt er, wie man erforscht, was tötet und was heilt, warum intakte Lebensräume dafür unverzichtbar sind und weshalb ihn giftige Tiere nicht schrecken. Auch Tiere mit großen Kulleraugen können giftig sein: Plumploris, eine seltene Primatenart, sehen auf den ersten Blick aus wie Kuscheltiere – tragen jedoch ein toxisches Geheimnis in sich. Marcel Stawinoga, Vorsitzender des Plumplori e. V., berichtet von der Arbeit des Vereins zum Schutz dieser gefährdeten Tiere und gibt Einblicke in seine Aufklärungsarbeit auf Social Media, wo er als „Der Zoolotse“ aktiv ist.

  • Oct 3, 2025 · 36 min

    Nicht nur schwarz-weiß: Die Welt der Grevyzebras

    In dieser Folge von Hinter dem Zoo geht’s weiter nimmt Tierpfleger Dennis Fleischer Marco mit auf die Zebraanlage. Sie sprechen über die Haltung der Tiere im Zoo Frankfurt und über die Biologie der Tiere. Zum Tierlexikon Außerdem stellen wir die Arbeit von Marwell Wildlife vor, die sich seit Jahrzehnten mit Forschung, Schutzmaßnahmen und internationaler Zusammenarbeit für die Erhaltung der Grevyzebras einsetzen. Im Gespräch erklärt die Programmleiterin Tanya Langenhorst, wie der Schutz der Zebras vor Ort aussieht. Zu Marwell Wildlife

  • Sep 5, 2025 · 32 min

    Kennt ja kein Schwein: Schlankloris

    Im Grzimekhaus, dem Nachttierhaus des Frankfurter Zoos, leben einige der faszinierendsten Nachttiere überhaupt. Gemeinsam mit Tierpfleger Martin Rödl blickt Marco hinter die Kulissen und besucht die Grauen Schlankloris. Er erfährt, wie die nachtaktiven Primaten im Zoo gehalten werden und welche Besonderheiten sie auszeichnen. Zum Tierlexikon Zwar stuft die Weltnaturschutzunion IUCN die Art derzeit nur als „potenziell gefährdet“ ein – warum diese Einschätzung trügerisch sein kann, erklärt Dr. Johannes Köhler, Kurator des Zoos und Koordinator des europäischen Erhaltungszuchtprogramms. Zur Webseite der IUCN Zum Thema Erhaltungszuchtprogramm

  • Aug 1, 2025 · 1 hr 10 min

    Deutschlands größte Wildnis: Wie Brandenburg zum Vorbild wurde

    In dieser Folge erzählen wir, wie aus militärischen Trainingsflächen Rückzugsorte für Wölfe, Wildkatzen und Seeadler wurden – und warum diese Flächen heute für Erholung, Forschung und Klimaschutz eine zentrale Rolle spielen. Eine Reise in die Vergangenheit und Gegenwart. Aber Wildnis ist kein Selbstläufer, sondern das Ergebnis harter Arbeit, langer Verhandlungen und abenteurlicher Aufgaben, die kaum jemand mit Naturschutz verbindet: Entmunitionierung oder Brandprävention zum Beispiel. Warum sich dieser Einsatz lohnt – und was andere Regionen daraus lernen können – hören Sie in dieser Folge. Im Interview Dr. Hajo Mader, Mitgründer der Stiftung Antje Wurz, Geschäftsführerin der Wildnisstiftung / Stiftung Naturlandschaften Brandenburg Dr. Michael Brombacher, Leiter Europa bei der ZGF

  • Jul 4, 2025 · 1 hr 10 min

    Fressen und gefressen werden: Wie Tierpopulationen gesund bleiben

    In der Natur regeln sich Tierpopulationen meist von selbst – durch Beutegreifer, Krankheiten, Nahrungsmangel oder Alter. In Schutzgebieten wie der Serengeti sind diese Dynamiken nach wie vor spürbar. Zur Projektbeschreibung Serengeti Biodiversitätsexpertin Valerie Köcke von der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt erklärt, wie solche natürlichen Prozesse funktionieren – und wo der Mensch heute regulierend eingreifen muss. Im Zoo hingegen gelten andere Regeln: Löwen und Gazellen teilen sich kein Ökosystem, der Platz ist begrenzt, viele Tierarten vermehren sich unter menschlicher Obhut sehr erfolgreich. Damit diese Populationen gesund bleiben, braucht es daher gezielte Planung. Sabrina Linn koordiniert das Populationsmanagement für Zoos – und gibt Einblicke in die Stellschrauben zwischen Zucht, Vermittlung und langfristiger genetischer Vielfalt. Biologe Dag Encke ordnet die ethischen Fragen ein, die dabei entstehen. Denn manchmal müssen Zoos auch Entscheidungen treffen, die nicht leicht fallen – etwa, einzelne Tiere zu töten. Warum das Teil eines verantwortungsvollen Managements sein kann, wie es zu solchen Entscheidungen kommt und was sie bedeuten, erklärt Dag Encke im Gespräch mit Marco. Trigger: In dieser Folge sprechen wir offen über das Töten von Tieren – in der Natur wie im Zoo. Wenn dich solche Themen stark belasten, höre die Folge nicht allein oder überspringe sie. Wir möchten in dieser Episode zeigen, wie komplex das Zusammenspiel zwischen Tierwohl, Artenschutz und ethischer Verantwortung ist – und warum es manchmal keine einfachen Antworten gibt. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu haben wir noch einmal in einer FAQ-Liste zusammengefasst. Zu den FAQs Weitere Infos zum Management der Guineapaviane im Tiergarten Nürnberg findest du hier: FAQ Tiergarten Nürnberg

  • Jun 6, 2025 · 20 min

    Vietnamazing: Zoos im Einsatz für Vietnams bedrohte Arten

    Vietnams Tierwelt ist atemberaubend – doch viele Arten sind durch Wilderei und den Verlust ihres Lebensraums in Gefahr. Die Kampagne „Vietnamazing“ des europäischen Zooverbands EAZA will das ändern: Sie bringt Zoos, Naturschutzorganisationen und lokale Gemeinschaften zusammen, um gemeinsam bedrohte Arten zu schützen. Auch die ZGF engagiert sich – mit einem Schutzprogramm mitten im zentralvietnamesischen Bergland. Was das mit dem Frankfurter Zoo zu tun hat? Eine Menge! Denn hier leben einige Tierarten, die ursprünglich aus Vietnam stammen. Bei einer spannenden Rallye können Kinder (und neugierige Erwachsene) mehr über sie erfahren – und darüber, warum ihr Schutz so wichtig ist. Kleiner Hinweis am Rande: Der eingespielte Ruf des Edwardsfasans stammt aus dem Tierstimmenarchiv des Museums für Naturkunde Berlin, aufgenommen von Günther Tembrock. Wir haben die Aufnahme für den Podcast gekürzt.

  • May 23, 2025 · 35 min

    Kennt ja kein Schwein: Erdferkel

    Wenn man über Erdferkel sprechen möchte, besucht man am besten das Nachttierhaus des Frankfurter Zoos. Im Grzimek-Haus trifft Marco die Revierleiterin Astrid Parys, eine Expertin für die Haltung der außergewöhnlichen Tiere. Von ihr erfährt er, was die Art so spannend macht, wie sich die Zoohaltung über die Jahre verändert hat und aus welchen Gründen wir sie im Zoo finden können. Zum Tierlexikon: Erdferkel Erdferkel leben weit verbreitet in Afrika. Dr. Nora Weyer ist einer der wenigen Menschen, die an den Tieren in der Natur geforscht haben. Dafür war sie in der Kalahari. An diesem heißen und trockenen Ort leiden die Erdferkel bereits unter den Auswirkungen des Klimawandels. Zur Feier des 100-jährigen Jubiläums hat der Frankfurter Zoo den Erdferkeln gleich eine ganze Aktionswoche gewidmet. Mit Infoständen, Tierpflegergesprächen, wissenschaftlichen Vorträgen und Bastelaktionen für Kinder werden nicht nur die Erdferkel gefeiert - es werden auch Spenden für die Arbeit der ZGF in der Serengeti. Zum Programm auf der Zoo-Webseite: Aktionswoche

  • May 2, 2025 · 53 min

    Nach mir die Wildnis: Ein Testament für Artenvielfalt

    In dieser Episode sprechen wir über ein Thema, das viele lieber verdrängen – und das gleichzeitig so viel Positives bewirken kann: das eigene Testament. Moderator Marco Dinter unterhält sich mit Sabine Häring, einer Erblasserin, die mit ihrem Vermächtnis gezielt die Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in Sambia unterstützt. Sonja Steiger erklärt, wie einfach und individuell ein Testament gestaltet werden kann. Sie ist die Ansprechpartnerin für Menschen, die daran denken, die Zoologische Gesellschaft Frankfurt oder die Stiftung "Hilfe für die bedrohte Tierwelt" in ihrem letzten Willen zu berücksichtigen. Außerdem berichten Dinah Potelle und Susanne Frank, die sich bei der ZGF mit viel Empathie um die Abwicklung von Nachlässen kümmern, wie aus letzten Wünschen gelebter Naturschutz wird. Bewahren, was Ihnen am Herzen liegt: Hier finden Sie alle Informationen rund um testamentarische Zuwendungen an die Zoologische Gesellschaft Frankfurt und den direkten Kontakt zu uns. Auch der Frankfurter Zoo kann in einem Testament bedacht werden. Alle wichtigen Informationen dazu auf der offiziellen Zoo-Webseite.

  • Apr 11, 2025 · 17 min

    Saisonstart im Zoo: Was kommt, was bleibt, was brüllt

    Was erwartet euch in der neuen Zoosaison? Zoodirektorin Dr. Christina Geiger gibt exklusive Einblicke in aktuelle Bauprojekte, tierischen Nachwuchs und große Pläne im Natur- und Artenschutz. Ein spannender Ausblick – für alle, die den Zoo lieben und die Natur schützen wollen. Wie versprochen kommt hier das Exklusivinterview mit Zoodirektorin Dr. Christina Geiger. Tigernachwuchs in Sicht! Und das ist längst nicht alles – neue Arten ziehen ein, das Grzimek-Haus bekommt eine Außenanlage und das neue Restaurantprojekt nimmt Fahrt auf. Und wir werfen natürlich auch einen Blick hinter die Kulissen – von den sichtbaren Bauarbeiten im Eingangsbereich bis zu den ersten Frühlingsmomenten gibt’s gerade jede Menge zu entdecken. Auch der Naturschutz steht im Fokus: Christina Geiger berichtet über die nächsten Schritte beim Frankfurt Conservation Center, neue Artenschutzprojekte im Rahmen des Naturschutz-Euros sowie die vielfältigen Bildungs- und Aktionswochen im Zoo. Im Gespräch: Dr. Christina Geiger

  • Apr 4, 2025 · 57 min

    Pferde, Esel, Antilopen: Puzzleteile eines Ökosystems

    Minus 30 Grad, stundenlang stillstehen und Wildesel beobachten – warum macht man sowas? Anne Dohrmann hat genau das in der kasachischen Steppe erlebt. In dieser Podcast-Folge nimmt sie uns mit nach Altyn Dala. Die „Goldene Steppe“ Kasachstans ist riesig, in etwa so groß wie die Türkei. Früher lebten hier Przewalski-Pferde, Kulane und Saiga-Antilopen – doch sie verschwanden fast vollständig. Heute arbeiten wir gemeinsam mit Zoos an ihrem Comeback. Warum diese Tiere so wichtig für das Ökosystem sind und wie ihre Rückkehr gelingt, erzählt Anne in dieser Folge. Am 1. April 2025 war Anne Dohrmann in der Vortragsreihe des Zoo Frankfurt zu Gast. Diese Folge ist ein Livemitschnitt des Interviews mit anschließenden Publikumsfragen. Hier findet Ihr den Saiga-Film, der während der Veranstaltung gezeigt wurde: Catching an antilope that runs faster than a passanger train Mehr zu Annes Projekt und der Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, findet ihr auf der ZGF-Webseite. Offizielle Webseite der Altyn Dala Conservation Initiative Im Gespräch Anne Dohrmann hat ihr Tiermedizin Studium frisch in der Tasche. Sie arbeitet bereits seit drei Jahren im Naturschutzprojekt der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt in Kasachstan, das sich mit der Wiederherstellung des Steppenökosystems befasst. Saiga-Antilopen Kulane Przewalski-Pferde Die Vortragsreihe des Zoo Frankfurt findet jeden ersten Dienstag im Monat statt. Expertinnen und Experten aus Zoo, Forschung und Naturschutz geben dort Einblicke in ihre Arbeit. Der Eintritt ist kostenlos. Moderiert wird der Livetalk von Podcasthost und Naturschutzreferent Marco Dinter. Die genauen Termine und Themen findet ihr auf der Webseite des Zoos.

  • Mar 24, 2025 · 1 hr 18 min

    Ukraine: Conserving Nature in Times of War

    Three years ago, on February 24, 2022, Russia attacked Ukraine. The war did not stop our work in the country—quite the opposite: Within days, we were able to provide aid to people on the ground—conservation turned into emergency relief. Since then, our teams in Ukraine have been working tirelessly to support people and protect nature. In this episode: Michael Brombacher Michael is the head of the Europe Program at the Frankfurt Zoological Society. He talks about why we, as an organization, remain committed to supporting Ukraine in preserving its valuable natural landscapes. Maria Halaiko Maria works directly with the protected areas administrations in Ukraine. During the first days of the war, she supported refugees in the country alongside our teams - providing blankets, stoves, and essential survival supplies. Today, her work is once again focused on managing protected areas in the Ukrainian Carpathians, as they currently have far fewer resources than they need. Hanna Kuzo Hanna has been working with FZS Ukraine since 2019. She is currently the coordinator for environmental education programs in the protected areas of the Carpathians and started developing an environmental education program in the midst of the war. Her goal is to give people a sense of hope — or even just a brief moment of distraction.

  • Mar 7, 2025 · 34 min

    Ukraine: Warum wir trotz Krieg Naturschutz machen

    Vor drei Jahren hat Russland die Ukraine angegriffen. Der Krieg hat die Arbeit der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt im Land nicht gestoppt - ganz im Gegenteil: Innerhalb weniger Tage nach Ausbruch konnte die ZGF Menschen im Land mit Hilfsgütern versorgen - aus Naturschutz wurde Nothilfe. Seitdem arbeiten die ZGF-Teams in der Ukraine unermüdlich daran, den Menschen zu helfen und die Natur zu bewahren. In dieser Folge sprechen wir mit Kolleginnen aus der Ukraine darüber, wie sie den Krieg persönlich erleben und warum die Naturschutzarbeit gerade in Zeiten des Krieges so unglaublich wichtig ist. Die Stimmen der heutigen Folge: Maria Halaiko arbeitet direkt mit den Schutzgebieten zusammen. Während der ersten Kriegstage hat sie mit unseren Teams Flüchtlinge im Land unterstützt, mit Decken, Öfen und den Dingen, die für das Überleben gebraucht wurden. Heute konzentriert sich ihre Arbeit wieder stärker auf das Management von Schutzgebieten in den ukrainischen Karpaten – denn die haben in der aktuellen Lage viel weniger Mittel als nötig. Hanna Kuzo arbeite seit 2019 bei der ZGF Ukraine. Aktuell ist sie Koordinatorin für Umweltbildungsprogramme in den Schutzgebieten der Karpaten und hat mitten im Krieg damit begonnen, ein Umweltbildungsprogramm aufzubauen. Menschen eine Perspektive geben oder auch nur einen kleinen Moment der Ablenkung – das ist ihr Ziel. Michael Brombacher ist Referatsleiter der Europaprojekte der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Er spricht darüber, warum wir als Organisation nicht nachlassen, die Ukraine bei der Erhaltung ihrer wertvollen Naturlandschaften zu unterstützen. Hilf uns dabei, diese besonderen Naturlandschaften, die zu unserem gemeinsamen europäischen Naturerbe gehören, zu bewahren. Hier gehts zur Spendenaktion #