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Genomhäppchen

GHGA

Genomhäppchen – ein Wissenschaftspodcast von GHGA beschäftigt sich mit kurzen Fun Facts zum Thema Genomforschung. Wir erkunden die spannendsten genetischen Anpassungsmöglichkeiten der Tierwelt, technologische Möglichkeiten, die die DNA bietet und die unglaubliche Vielfalt in der Welt der Gene. Zuhörende benötigen kein spezielles Vorwissen, um in die faszinierende Welt der Gene einzutauchen.

Dieser Podcast wird präsentiert von GHGA – dem deutschen Humangenom-Phänomarchiv. Wir entwickeln eine Infrastruktur, in welcher humane Genomdaten sicher gespeichert und kontrolliert für die biomedizinische Forschung zugänglich gemacht werden können. Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft finanziert und ist Teil der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI).

Podcastlizenz: CC-BY

  • 16 episodes
  • Updated Feb 14, 2025

Episodes16

  • Feb 14, 2025 · 6 min

    Gut geklont: Der Siegeszug der Marmorkrebsinnen

    Für Menschen unvorstellbar, für den Marmorkrebs ganz normal: Die eingeschlechtliche Fortpflanzung. Die Spezies vermehrt sich ausschließlich über Klonung, männliche Artgenossen braucht und gibt es nicht. Doch wie gelingt es dem Tierchen, die Evolution auf den Kopf zu stellen? Statt auszusterben, übervölkert die Art manche Weltregionen gar: Bewohner klagen über eine “Invasion der Marmorkrebse”. In der neuen Folge schauen Eric und Ulli in die Gene einer besonderen Tierart - dessen Einzigartigkeit sich ein Start-up zu Nutze macht. Weiterführende Links (Deutsch): Pressemitteilung Deutsche Krebsforschungszentrum: “​​Der Klon-Krebs aus der Natur - ein Modell für Tumore” https://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2018/dkfz-pm-18-07-Der-Klon-Krebs-aus-der-Natur-ein-Modell-fuer-Tumore.php Artikel: Science Notes: “Die Invasion der Marmorkrebse” https://sciencenotes.de/die-invasion-der-marmorkrebse/ Website: Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei https://www.igb-berlin.de/marmorkrebs Artikel: Süddeutsche Zeitung: “Geier können sich ohne Muttertiere fortpflanzen” https://www.sueddeutsche.de/wissen/jungfernzeugung-geier-1.5465910 Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Vogt, G., et al.: “The marbled crayfish as a paradigm for saltational speciation by autopolyploidy and parthenogenesis in animals”. Biology Open. 2015. 4 (11). 1583–1594. ​​doi: 10.1242/bio.014241 Wissenschaftliche Studie: Gutekunst, J., et al.: “Clonal genome evolution and rapid invasive spread of the marbled crayfish”. Nat Ecol Evol 2. 2018. 567 - 573. ​​doi: 10.1038/s41559-018-0467-9 Website: https://www.merall-bio.com/ Sprecher*innen: Eric Placzeck und Ulrike Träger Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Johanna Stegmann, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Jan 17, 2025 · 5 min

    Farbvielfalt und Aberglaube: Das genetische Geheimnis der Glückskatzen

    Glückskatzen, also dreifarbige Katzen, sind ein sehr anschauliches Beispiel für die sogenannte X-Chromosomen-Inaktivierung. Aber warum gibt es kaum dreifarbige Kater? Und warum gibt es keine ähnlichen Hautmuster bei uns Menschen - oder gibt es die doch? Und was hat das alles mit der Bluterkrankheit oder Farbenblindheit zu tun? Querverweis zu “Der Code des Lebens” Podcastfolgen: Folge 27: “Die menschliche Zelle: eine Anleitung, viele Aufgaben”, https://codedeslebens.podigee.io/27-die-menschliche-zelle Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Max-Planck-Gesellschaft: “Warum sind dreifarbige Katzen immer weiblich?” https://www.ds.mpg.de/76551/37 Artikel: DocCheck Flexikon: “X-Inaktivierung” https://flexikon.doccheck.com/de/X-Inaktivierung Weiterführende Links (Englisch): Artikel: science alert: “Humans Actually Have Secret Stripes And Other Strange Markings” https://www.sciencealert.com/humans-actually-have-secret-stripes-and-other-strange-markings Sprecherinnen: Barbara Strobl und Julia Philipp Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Johanna Stegmann, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Jan 3, 2025 · 5 min

    Springende Gene: Wie Viren unser Denken beschleunigten

    Ein großer Teil unseres Erbguts geht auf Überbleibsel alter Viren zurück – und diese spielen eine überraschende Rolle in der Entwicklung komplexer Gehirne. In dieser Folge erforschen wir, wie „springende Gene“ die Evolution unseres Nervensystems beeinflusst haben und welche überraschenden Funktionen sie in unserem Körper erfüllen. Querverweis zu “Der Code des Lebens” Podcastfolgen: Folge 25: “Frauen in der Genetik”, https://codedeslebens.podigee.io/25-frauen-in-der-genetik-forscherinnen Folge 33: “Virus Ergbut im Menschen: schädliche Schmarotzer und nützliche Gene”, https://codedeslebens.podigee.io/33-virus-ergbut-im-menschen Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Geo: “Schützende Myelinschicht: Wie Viren die Evolution von Gehirnen beeinflusst haben” https://www.geo.de/wissen/forschung-und-technik/retromyelin--viren-trugen-massgeblich-zur-evolution-komplexer-gehirne-bei-34472502.html Weiterführende Links (Englisch): Artikel: Science News: “Ancient viruses helped speedy nerves evolve” https://www.sciencenews.org/article/ancient-retrovirus-myelin-speedy-nerves-evolve Sprecherinnen: Julia Philipp und Barbara Strobl Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Johanna Stegmann, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Dec 20, 2024 · 7 min

    Onkel, Tante, Mörder: Fahndungsarbeit in DNA-Datenbanken

    30 Jahre suchte die Polizei den Golden State Killer erfolglos. Bis er in einem neuen Versuch nach nur zwei Monaten gefasst wurde. Ermöglicht hat dies eine kommerzielle DNA-Datenbank. Der Fall sorgte 2018 für Aufsehen - und rief Datenschützer auf den Plan. Ist es richtig, Verbrecher verdeckt über die DNA ihrer Verwandten zu jagen? In der neuen Folge begeben sich Eric und Ulli in das spannende Feld zwischen Genetik und Ethik. Querverweis zu “Der Code des Lebens” Podcastfolgen: Folge 29: “Den Tätern auf der Spur - forensische Genetik”, https://codedeslebens.podigee.io/29-forensische-genetik Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Katapult Magazin: “Vorfahren gesucht, Mörder gefunden” https://katapult-magazin.de/de/artikel/vorfahren-gesucht-moerder-gefunden Artikel: Christoph Drösser: “Fahndung im Stammbaum” https://www.droesser.net/2018/08/09/fahndung-im-stammbaum/ Artikel: Deutschlandfunk: “Der Mörder im Stammbaum” https://www.deutschlandfunkkultur.de/moerder-stammbaum-dna-verbrechen-aufklaerung-100.html Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Erlich, Y., et al.: “Identity inference of genomic data using long-range familial searches”. Science. 2018. 362, 6415. 690-694. doi: 10.1126/science.aau4832 Artikel: BBC: “How familial DNA trapped a murderer for the first time” https://www.bbc.com/news/uk-england-nottinghamshire-45561514 Sprecher*innen: Eric Placzeck und Ulrike Träger Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Johanna Stegmann, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Dec 6, 2024 · 6 min

    Das Geheimnis der Olme: Ewig jung dank XXL-DNA

    Warum altern Olme nicht wirklich und was hat ihre DNA mit ihrer langsamen Lebensweise zu tun? In dieser Folge erkunden wir die kuriosen Eigenschaften dieser einzigartigen Tiere, die sich Gliedmaßen und sogar Teile ihres Gehirns nachwachsen lassen können. Erfahrt, warum langsames Wachstum für Olme sogar ein Überlebensvorteil ist und welche Rolle riesige Mengen an DNA dabei spielen. Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Spektrum “Genetisch aufgebläht” https://www.spektrum.de/magazin/zoologie-riesengenome-der-amphibien/2066853 Artikel: Spektrum “Die zehn erstaunlichsten Genome der Welt” https://www.spektrum.de/wissen/die-zehn-erstaunlichsten-genome-der-welt/1672306 Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Sun, C., et al.:“LTR Retrotransposons Contribute to Genomic Gigantism in Plethodontid Salamanders” Genome Biol Evol. 2011 Dec 26;4(2):168–183. doi: 10.1093/gbe/evr139 Aufzählungs-TextArtikel: Science News Explores “Living mysteries: This critter has 38 times more DNA than you do” https://www.snexplores.org/article/salamander-genome-size-aging-dna-transposons Artikel: Scientific American “Junk DNA Deforms Salamander Bodies” https://www.scientificamerican.com/video/junk-dna-deforms-salamander-bodies/ Artikel: Science News “The largest known genome belongs to a tiny fern” https://www.sciencenews.org/article/largest-genome-tiny-fern Perspective: Sessions, S.K. and Wake, D.B.: “Forever young: Linking regeneration and genome size in salamanders” Developmental Dynamcis. 2021; 250: 768–778. https://doi.org/10.1002/dvdy.279 Sprecher*innen: Ulrike Träger und Eric Placzeck Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Johanna Stegmann, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Nov 22, 2024 · 5 min

    Leben aus Käse: Die verrücktesten Theorien über den Ursprung des Lebens

    Schon in der Antike stellten sich Menschen die Frage, wie das Leben entstehen könnte – schließlich tauchten Maden, Mäuse & Co. scheinbar spontan auf. Doch was genau hat Louis Pasteur damit zu tun? In dieser Episode verfolgen wir alte Theorien und besprechen, welche bahnbrechenden Entdeckungen unser Verständnis von der Entstehung des Lebens für immer verändert haben. Querverweis zu “Der Code des Lebens” Podcastfolgen: Folge 2: “Der Ursprung des Lebens” https://codedeslebens.podigee.io/2-ursprung_de_lebens Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Biologie-Seite: “Spontanerzeugung” https://biologie-seite.de/Biologie/Spontanzeugung Artikel: Max-Planck-Gesellschaft: “Ursprünge des Lebens: Aufeinander treffende Welten” https://www.mpg.de/9332618/urspruenge-des-lebens Artikel: Spektrum.de: “Schöne, alte RNA-Welt” https://www.spektrum.de/news/stand-die-rna-am-anfang-des-lebens/1413735 Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftlicher Kommentar: Bernhardt, H.S. The RNA world hypothesis: the worst theory of the early evolution of life (except for all the others) a. Biol Direct 7, 23 (2012). https://doi.org/10.1186/1745-6150-7-23 Sprecherinnen: Barbara Strobl und Julia Philipp Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Johanna Stegmann, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Nov 8, 2024 · 6 min

    Wein-Genomik: Die DNA des Weins entschlüsselt

    In dieser Episode tauchen wir in die Welt der Wein-Genomik ein: Seit der Entschlüsselung des Weingenoms eröffnen sich faszinierende Einblicke und Möglichkeiten in die Weinwelt. Doch wie werden diese genetischen Daten heute genutzt? Wir erzählen die spannende Geschichte des Weins und seiner genetischen Herkunft, sprechen über Wein-Vaterschaftstests und erkunden, ob ein Zusammenhang zwischen den Geschmacksprofilen von Weinen und deren Genetik besteht. Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Antike Welt: “Uralte DNA einer verschollenen Traubensorte aus der Wüste” https://www.herder.de/wbg-magazine/aktuelles/2023/uralte-dna-einer-verschollenen-traubensorte-aus-der-wueste/ Artikel: Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland: “Genomforschung: Wiege und Wege des Weins” https://www.vbio.de/about-vbio/english-news/details/wissenschaft/genomforschung-wiege-und-weg-des-weins Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Magris, G., et al.: “The genomes of 204 Vitis vinifera accessions reveal the origin of European wine grapes” Nature communications. 2021. 12, 7240. https://doi.org/10.1038/s41467-021-27487-y Wissenschaftliche Studie: Lin, J., et al.: “The genetic basis of grape and wine aroma” Horticulture Research. 2019. 6, 81. https://doi.org/10.1038/s41438-019-0163-1 Sprecherinnen: Julia Philipp und Barbara Strobl Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Aug 23, 2024 · 4 min

    DNA Origami: Nano-Objekte für die Wissenschaft

    Ob Kranich, Schiffchen oder Blume, beim kunstvollen Falten von Papier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt - genau wie beim Basteln mit DNA. Mittels komplexer Rechenoperationen lassen sich aus den Bausteinen des Lebens dreidimensionale Objekte gestalten. Doch kann DNA Origami mehr sein als nur schöne Spielerei? Welche konkreten Anwendungen gibt es, um mit der Technik das Leben von Menschen zu verbessern? Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Spektrum der Wissenschaft: “Nanomaschinen aus dem Steckbaukasten” https://www.spektrum.de/news/dna-origami-nanomaschinen-aus-dem-steckbaukasten/2141034#:~:text=Das%20Prinzip%20des%20DNA%2DOrigami,Thymin%20und%20Guanin%20mit%20Cytosin Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Pumm AK, et al. A DNA origami rotary ratchet motor. Nature 2022 607, 492–498. https://doi.org/10.1038/s41586-022-04910-y Video, Nature video: “Ten years of DNA origami” https://www.youtube.com/watch?v=Trg2__Lgnc0 Video, TEDx Talks: “How Origami Could Save Your Life, Kerstin Goepfrich, TEDxCambridgeUniversity” https://www.youtube.com/watch?v=i11lT95h9MU Sprecher*innen: Eric Placzeck und Julia Philipp Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Aug 9, 2024 · 5 min

    DNA-Netze: Die Geheimwaffe der Immunzellen

    Spezialisierte Immunzellen haben vielfältige Strategien entwickelt, um Krankheitserreger in unserem Körper zu bekämpfen. Ein ungewöhnlicher Weg erinnert an Fischernetze. Aber was hat das mit Genetik zu tun? Begriffserklärungen: Neutrophile Granulozyte: spezialiserte Immunzelle https://de.wikipedia.org/wiki/Neutrophiler_Granulozyt NET (neutrophil extracellular traps): Netzwerke extrazellulärer Fasern, die primär aus der DNA neutrophiler Granulozyten bestehen. https://flexikon.doccheck.com/de/Neutrophil_Extracellular_Traps Granula: unter dem Mikroskop deutlich sichtbare, körnchenförmige Einlagerungen in biologischen Zellen. https://de.wikipedia.org/wiki/Granula Histone: Als Bestandteil des Chromatins sind Histone von essentieller Bedeutung für die Verpackung der DNA. https://de.wikipedia.org/wiki/Histon Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Unbekannte Waffe unseres Imunsystems entdeckt: “Ins Netz gegangen” https://web.archive.org/web/20141016085138/http://www.max-wissen.de/Tools/drucken/5957.html Weiterführende Links (Englisch): Artikel: Immunoblogists: “All You Ever Wanted To Know About Neutrophils”: https://immunoblogists.wordpress.com/2020/12/14/all-you-ever-wanted-to-know-about-neutrophils/ Wissenschaftliche Studie: Erste Studie, die NETs beschrieben hat: Brinkmann V, et al. Neutrophil Extracellular Traps Kill Bacteria. Science 303,1532-1535(2004). DOI:10.1126/science.1092385 Wissenschaftlicher Review: Yipp GB, et al: NETosis: how vital is it?. Blood 2013; 122 (16): 2784–2794. https://doi.org/10.1182/blood-2013-04-457671 Wissenschaftliche Studie: Branzk N, et al. Neutrophils sense microbe size and selectively release neutrophil extracellular traps in response to large pathogens. Nat Immunol 2014 15, 1017–1025. https://doi.org/10.1038/ni.2987 Sprecher*innen: Ulrike Träger und Eric Placzeck Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Jul 26, 2024 · 4 min

    Umwelt-DNA: Ein Ökosystem-Smoothie

    Vor 2 Millionen Jahren hat es in Grönland komplett anders ausgeschaut. Es war ca. 11 bis 19 Grad wärmer und es gab dort damals ein Waldökosystem mit Pappeln, Birken, Unterholz, Kräutern, Hasen, Mastodons, Rentiere und Gänse. Aber wie kann man ein so altes, längst ausgestorbenes Ökosystem rekonstruieren? Begriffserklärungen: eDNA (das e kommt von environmental, also Umwelt-DNA) wird aus Bodenproben, Wasser, Schnee oder Luft gewonnen und kann helfen, längst ausgestorbene Ökosysteme zu entdecken. Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: National Geographic: “Sensationsfund: Älteste DNA offenbart urzeitliches Ökosystem”: https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2022/12/sensationsfund-aelteste-dna-offenbart-urzeitliches-oekosystem-mastodon Artikel: SWR Wissen: “2 Millionen Jahre alte DNA gefunden”: https://www.swr.de/wissen/zwei-millionen-jahre-alte-dna-100.html Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Kjær, K.H., et al.: “A 2-million-year-old ecosystem in Greenland uncovered by environmental DNA”. Nature. 2022. 612: 283–291. https://doi.org/10.1038/s41586-022-05453-y. Querverweis zu "Der Code des Lebens" Podcastfolgen: Folge 8: “Wie viel Neandertaler steckt in uns?”, https://codedeslebens.podigee.io/8-neandertaler Sprecherinnen: Barbara Strobl und Ulrike Träger Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Jul 12, 2024 · 5 min

    RNA-Editing: Oktopusse tragen keine Wintermütze

    Unsere Erbgutinformation spiegelt unsere Anpassung an die Umwelt über tausende von Jahren wider. Aber manchmal muss eine Anpassung auch schneller passieren. Zum Beispiel als Meerestier, was unterschiedlichen Wassertemperaturen ausgesetzt ist. Welche genetische Lösung haben Oktopusse gefunden? Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Bild der Wissenschaft: “Wie Kraken ihr Gehirn an Wärme und Kälte anpassen” https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/wie-kraken-ihr-gehirn-an-waerme-und-kaelte-anpassen/ Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Matthew A. Birk, M.A., et al.: “Temperature-dependent RNA editing in octopus extensively recodes the neural proteome”. Cell. 2023. 186 (12): 2544-2555.e13. https://doi.org/10.1016/j.cell.2023.05.004. Artikel: Promega Connections: “Octopuses use RNA editing to transiently change their proteins when they get cold” https://www.promegaconnections.com/octopuses-use-rna-editing-to-transiently-change-their-proteins-when-they-get-cold Sprecherinnen: Julia Philipp und Barbara Strobl Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Jun 28, 2024 · 5 min

    DNA-USB: Der Datenspeicher von morgen?

    DNA ist ein großartiges Speichermedium - und zwar auch außerhalb des organischen Lebens. Technisch ist es heutzutage möglich, die Bausteine des Lebens mit beliebigen Daten zu beschreiben. Doch warum sollte man das tun? Denn der Prozess ist aufwändig und teuer. Welche Vorteile hat DNA gegenüber herkömmlichen Speichermedien? Und wird es eines Tages den DNA-USB-Stick geben? Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Handelsblatt online: “Revolution in der Datenspeicherung: Eine Million Filme in einem Millimeter DNA” https://www.handelsblatt.com/technik/forschung-innovation/insight-innovation-revolution-in-der-datenspeicherung-eine-million-filme-in-einem-millimeter-dna/27544074.html Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Goldman N, et al. Towards practical, high-capacity, low-maintenance information storage in synthesized DNA. Nature. 2013. 494, 77–80. https://doi.org/10.1038/nature11875 Positionspapier: DNA Data Storage Alliance, “Preserving our digital legacy: An introduction to DNA data storage” https://dnastoragealliance.org/dev/wp-content/uploads/2021/06/DNA-Data-Storage-Alliance-An-Introduction-to-DNA-Data-Storage.pdf Artikel: The Guardian: “Harvard scientists pioneer storage of video inside DNA” https://www.theguardian.com/science/2017/jul/12/scientists-pioneer-a-new-revolution-in-biology-by-embeding-film-on-dna Sprecher*innen: Eric Placzeck und Julia Philipp Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • Jun 14, 2024 · 5 min

    Zwischen Leben und Tod: Zombie-Gene

    Der Code des Lebens steckt in unserer DNA - aber was passiert nach dem Tod? Die DNA ist nicht sofort stillgelegt - manche “Zombie-Gene” werden dann erst aktiv. Dabei wird eine faszinierende Brücke zwischen dem Anfang und Ende des Lebens geschlagen und es ergeben sich potenzielle Anwendungen in Bereichen wie Forensik und Organtransplantation. Begriffserklärungen: Blastozysten: frühes Stadium in der Embryonalentwicklung https://de.wikipedia.org/wiki/Blastocyste Glia-Zellen: Sammelbegriff für Zellen im Nervengewebe, die sich strukturell und funktionell von den Nervenzellen (Neuronen) abgrenzen lassen. https://de.wikipedia.org/wiki/Gliazelle Thanatotranscriptom: die Gesamtheit der nach dem Tod aktiven Gene, gemessen anhand der existierenden RNAs Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Spektrum: “Untotes Erbgut”: https://www.spektrum.de/video/untotes-erbgut/1576176 Artikel: Forschung und Wissen: “Zombie-Gene werden nach dem Tod im Gehirn aktiv“ https://www.forschung-und-wissen.de/nachrichten/medizin/zombie-gene-werden-nach-dem-tod-im-gehirn-aktiv-13376717 Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Erste Studie, die von Thanatotranscribtomen spricht: Javan GT, et al: "The apoptotic thanatotranscriptome associated with the liver of cadavers". Forensic Science, Medicine, and Pathology. 2015. 11 (4): 509–516. doi:10.1007/s12024-015-9704-6. Wissenschaftliche Studie: Pozhitkov AE, et al: “Tracing the dynamics of gene transcripts after organismal death” 2017 Open Biol. 7160267 http://doi.org/10.1098/rsob.160267 Wissenschaftliche Studie: Hunter MC, et al: “Accurate predictions of postmortem interval using linear regression analyses of gene meter expression data” 2017 Forensic Science International, 275,90-101, https://doi.org/10.1016/j.forsciint.2017.02.027 Artikel: The Scientist: “Unraveling the Mystery of Zombie Genes”: https://www.the-scientist.com/unraveling-the-mystery-of-zombie-genes-71458 Querverweis zu "Der Code des Lebens" Podcastfolgen: Folge 29: “Den Tätern auf der Spur - forensische Genetik”, https://codedeslebens.podigee.io/29-forensische-genetik Sprecher*innen: Ulrike Träger und Eric Placzeck Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • May 31, 2024 · 5 min

    Murmeltiere: Vielzahl, aber wenig Vielfalt

    Alpenmurmeltiere haben, laut einer Studie aus dem Jahr 2019, die geringste genetische Vielfalt aller bisher sequenzierten wildlebenden Säugetiere. Aber warum ist das so, wo es doch so viele Alpenmurmeltiere gibt und sie auch nicht extrem isoliert sind? Und was hat das alles mit Koalabären zu tun? Begriffserklärungen: Pleistozän: Zeitabschnitt in der Erdgeschichte, zwischen etwa 1,6 und 2,4 Mio. Jahre bis 10.000 Jahre vor heute; https://www.spektrum.de/lexikon/geowissenschaften/pleistozaen/12415 Weiterführende Links (Deutsch): Pressemitteilung zum Artikel: https://www.charite.de/service/pressemitteilung/artikel/detail/auswirkungen_von_klimaveraenderungen_auf_die_genetische_vielfalt_einer_art/ Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Gossmann, T.I., et al.: “Ice-Age Climate Adaptations Trap the Alpine Marmot in a State of Low Genetic Diversity”. Current Biology. 2019. 29 (10): 1712-1720.e7. https://doi.org/10.1016/j.cub.2019.04.020. Wissenschaftliche Studie: Tsangaras, K., et al.: “Historically low mitochondrial DNA diversity in koalas (Phascolarctos cinereus)”. BMC Genetics. 2012. 13 (92). https://doi.org/10.1186/1471-2156-13-92. Sprecherinnen: Barbara Strobl und Ulrike Träger Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen

  • May 17, 2024 · 5 min

    Beethoven 2.0: Können wir Beethoven klonen?

    Im Jahr 2023, wurde die komplette Erbinformation von Ludwig van Beethoven entschlüsselt. Mit dieser Information könnte man Beethoven theoretisch klonen. Aber wie sehr würde der Klon dem Original eigentlich ähneln? Welche Merkmale sind in der Erbinformation enthalten und welche nicht? Und warum kann man so ein Experiment in der Praxis nicht durchführen? Weiterführende Links (Deutsch): Artikel: Spektrum der Wissenschaft: “DNA Analyse: Beethovens Haarlocke lüftet Geheimnisse” https://www.spektrum.de/news/dna-analyse-beethovens-haarlocke-lueftet-geheimnisse/2122719 Weiterführende Links (Englisch): Wissenschaftliche Studie: Begg, T.J.A., et al.: “Genomic analyses of hair from Ludwig van Beethoven”. Current Biology. 2023. 33 (8): 1431-1447. https://doi.org/10.1016/j.cub.2023.02.041. Querverweis zu “Der Code des Lebens” Podcastfolgen: Folge 10: “Von Retroviren, Mammuts und Alzheimer”, https://codedeslebens.podigee.io/10-von-retroviren-mammuts-und-alzheimer Folge 29: “Den Tätern auf der Spur - forensische Genetik”, https://codedeslebens.podigee.io/29-forensische-genetik Sprecherinnen: Julia Philipp und Barbara Strobl Genomhäppchen-Team: Nina Gasparoni, Julia Philipp, Eric Placzeck, Barbara Strobl und Ulrike Träger Musik und Geräusche: Zen_Man - Clip_10_Drippling_Drops_short https://pixabay.com/music/jingles-clip-10-drippling-drops-short-3060/ und Pixabay - Eating a cracker (Mouth closed) https://pixabay.com/sound-effects/eating-a-cracker-mouth-closed-102488/ Weitere Informationen: www.ghga.de/de/genomhaeppchen