
transcript
show notes
Erstmal ein Bier. Oder doch Waldmeisterbrause?
Eigentlich wollen wir nur eine neue Folge anfangen. Aber schon bei Fabis Getränk steht unsere gemeinsame Zukunft kurz zur Debatte: Waldmeisterbrause mit Agavendicksaft trifft auf Staiys absolutes Unverständnis. Dann kommt auch noch Honigmelonenlimo ins Spiel. Ob wir geschmacklich zusammenpassen, bleibt fraglich. Zum Weiterreden reicht es glücklicherweise trotzdem.
Vom Getränk ist es nicht weit zu den eigenen Gewohnheiten. Staiy erzählt von 16 Kilo weniger, kleineren Portionen und dem Versuch, nach dem Stream nicht wieder bei der nächsten Pizza zu landen. Keine Geschichte darüber, wie unglaublich einfach Abnehmen sein soll, sondern über Disziplin, Ausnahmen und Dranbleiben ohne festes Gewichtsziel. Fabi kennt das Auf und Ab ebenfalls. Dazu kommen inzwischen Rückenschmerzen beim Aufstehen und Geräusche, die man früher eher von anderen kannte. Erwachsenwerden hatte irgendwie ein besseres Werbeversprechen.
Und dann sind da die Hunde. Staiy hätte gern endlich eine Woche ohne Tierarztbesuch vermeldet. Stattdessen ist Bobs Auge angeschwollen. Beim Tierarzt wird eine Verletzung festgestellt, deren genaue Ursache unklar bleibt. Jetzt stehen dreimal täglich verschiedene Augenmittel in einer bestimmten Reihenfolge und mit jeweils 15 Minuten Abstand an. Immerhin: Staiy berichtet, dass es bereits besser geworden ist. Zwischen Behandlung und Kontrolltermin bleibt vor allem ein Gedanke: Hauptsache, den Jungs geht es gut.
Bei Fabi melden sich unterdessen Finanzamt, Krankenkasse, Steuerberaterin und Buchhalter innerhalb von zwei Tagen. Alle wollen Geld, und der Kopf macht bei mehrstufigen Aufgaben manchmal lieber Stillstand. Er erzählt offen davon, wie viel Energie ihn das kostet und dass er inzwischen Unterstützung hat. Staiy steuert seine eigene Bürokratiegeschichte bei: überwiesene Krankenkassenbeiträge, die zurückkommen, und anschließend eine Mahnung wegen fehlender Zahlung. Da wirkt das Hundeleben plötzlich ziemlich attraktiv. Keine Buchhaltung. Keine Fristen. Nicht einmal eine Hose.
Ganz ohne Diskussion kommen allerdings auch die Hunde nicht davon. Fabi hat Kommentare aus Social Media mitgebracht, und wir nehmen sie auseinander: Sollten manche Menschen lieber keinen Hund halten? Ist der Hund wichtiger als der Partner? Und hat wirklich die Kontrolle verloren, wer sein Bett mit einem Vierbeiner teilt? Unsere Antworten sind nicht überall gleich, aber pauschale Urteile helfen wenig. Es geht um Zeit, unterschiedliche Beziehungen, Nähe und einen eigenen Rückzugsort. Und um Staiys Hunde, die geklaute Gegenstände offenbar als Einstieg in einen ziemlich lohnenden Leckerli-Tauschhandel betrachten.
Von dort landen wir bei der Frage, wie viel von uns selbst wir unseren Tieren überstülpen. Braucht der Hund das teure Outfit, oder möchte vor allem der Mensch damit gesehen werden? Staiys Priorität ist klar: lieber Geld für gutes Futter und medizinische Versorgung als für ein Markenlogo am Hund.
Am Ende bleibt trotzdem noch ein ganz anderes Rätsel offen: Wozu waren diese Autositzauflagen aus Holzkugeln eigentlich gut? Fabi erinnert sich vor allem an eingeklemmte Haut, Staiy verlangt Antworten. Zwischen Hundeliebe, Behördenfrust und fragwürdigen Accessoires haben wir jedenfalls wieder genug zu besprechen. Erstmal ein Bier. Oder eben Waldmeisterbrause.


