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Fernsehpodcast

Stefan Schulz

Triggerwarnung, hier wird Fernsehen geschaut. Einschalten, hinschauen; nicht fragen, wieso? Mit diesem Podcast halten Aliens Kontakt zur Realität, wie man sie in den Medien für alte Leute zeigt. Ja, wir haben alle keine Fernseher mehr. Aber keine Altersgruppe wächst so schnell wie die der Fernsehzuschauer. Also bleiben auch wir noch eine Weile dran.

  • 20 episodes
  • Updated July 15

Episodes20

  • July 15 · 3 hr 9 min

    Leben und Tod

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Fernsehpodcast 188 Der lange Auftaktblock gehört dem NATO-Gipfel in Ankara: Empfang mit Pomp bei Erdoğan, eine Show der Rüstungsdeals über 40 Milliarden Dollar, dazu Trumps Vorwurf, die Europäer hätten ihn im Iran-Krieg im Stich gelassen. Mick beschreibt den Wandel der NATO vom Wertebündnis zum „Buyer's Club", in dem sich Staaten gegenseitig hochmoderne Waffen verkaufen; Stefan sieht im Doppeltrend aus Militarisierung und Finanzialisierung eine von der Realwirtschaft entkoppelte Ersatz-Wachstumsstrategie nach dem Green Deal. In eingespielten Tagesthemen-Ausschnitten befragt Jörg Schönenborn Außenminister Johann Wadephul zu Verhandlungen im Iran-Krieg, neuen Schulden und der Ukraine-Hilfe — Stefan hält dagegen, dass sich die Sicherheit der Straße von Hormuz nicht an Politikeraussagen misst, sondern daran, ob man sein Schiff noch versichert bekommt. Ein Tagesthemen-Kommentar erklärt das Beistandsversprechen des Artikels 5 für tot; Mick hält die NATO nicht für tot, sondern für transformiert in ein transaktionales Bündnis, und liest das Pistorius-Interview vom Folgetag als Punkt-für-Punkt-Erwiderung darauf. Merz verkündet im Bundestag den Kauf von Tomahawk-Marschflugkörpern — laut Diana Zimmermann im ZDF ein Geschäft, das unter Biden und Scholz noch als Gratis-Stationierung vereinbart war. Zum Abschluss des Blocks kauft Kanada für 7,5 Milliarden Euro U-Boote der Klasse 212 CD bei TKMS: 1.500 neue Arbeitsplätze in Wismar, während die Industrie andernorts monatlich Tausende Stellen abbaut. 01:40:10 Unterstützerdank Stefan und Mick danken den Produzentinnen und Produzenten der Folge — von Patrick über Konstantin („Nachrichten darf man nicht unbeaufsichtigt gucken") bis zur Grundlastspende von Vincent Jan. Klaas empfiehlt das ARD-Format „Die Analyse des Sommerinterviews". 01:42:20 Gesundheitsreform Der zweite Block behandelt das Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken gegen die 19-Milliarden-Lücke der gesetzlichen Krankenversicherung, das im Eiltempo durch Bundestag und Bundesrat geht. Stefan erzählt eigene Erfahrungen aus Reha, Notaufnahme und einer Orthopäden-Odyssee und hält das System für fehlspezifiziert: Es rechnet rein fiskalisch statt volkswirtschaftlich und spart ausgerechnet an Prävention und Pflege — womit aus Vorsorgefällen teure Akutfälle werden. Mick kritisiert eine Berichterstattung, die statt über Finanzierungsalternativen fast nur über das Verfahren spricht: den Eilantrag von Grünen und Linken vor dem Bundesverfassungsgericht, für den Janosch Dahmen seine Minuten in den Nachrichten bekommt. Ein Tagesthemen-Kommentar nennt das Paket einen teuer erkauften ersten Schritt vor der eigentlichen Strukturreform; im anschließenden Interview wird Albrecht von Lucke gefragt, wie die Koalition das Vertrauen der Menschen zurückgewinnt. Stefan hält Vertrauen für die falsche Kategorie im Verhältnis von Bürger und Staat — es gehe um Erwartung und Abrechnung per Wahl; Mick vermutet hinter der Vertrauensfrage den unausgesprochenen Auftrag des öffentlich-rechtlichen Journalismus, die politische Mitte zu bewahren. 02:43:21 Nachwuchs Zum Schluss zwei Tagesthemen-Beiträge: Der erste porträtiert Schülerinnen und Schüler der Frida-Levy-Gesamtschule in Essen, deren Bildungswege an Herkunft, abgesagten Ausbildungsplätzen und dem Einsatz einzelner Lehrkräfte hängen. Mick stört, dass der Bericht die Aussagen der Jugendlichen nicht aufgreift und ohne Einordnung endet; Stefan verweist darauf, dass genau diese Jugendlichen später die Renten zahlen sollen — und die BAföG-Erhöhung trotzdem verschoben wird, mit einer Wohnkostenpauschale von 440 Euro. Der zweite Beitrag besucht vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt das Harzklinikum in Quedlinburg, wo jeder dritte Arzt einen Migrationshintergrund hat, während die AfD ihr Programm „Deutschdenken" vorstellt. Stefan zieht mit Verweis auf Götz Aly Lehren aus der NS-Zeit und rät, die Wahl nicht zu unterschätzen. Danach verabschieden sich Stefan und Mick in eine kurze Sommerpause — die nächste Folge fällt aus.

  • July 7 · 2 hr 54 min

    Hitzeberichte

    Wir schauen die Abendnachrichten

  • June 2 · 2 hr 1 min

    Reform & Konflikt

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:00:00 Fernsehpodcast 185 Der Einstieg beginnt mit einem eingespielten Sport-Clip aus dem Quartier der Fußball-Nationalmannschaft in Herzogenaurach, in dem es um die Wade von Manuel Neuer und die Torwartfrage geht. Stefan und Mick greifen die Formulierung „die Wade ist weich" auf und übertragen das Bild auf die „Rückholaktion" von Andreas Scheuer ins Nachrichtengeschehen. Stefan kündigt an, die Folge drehe sich vor allem um Micks Themen Krieg und Außenpolitik. 00:03:40 Außen Krieg, innen Konflikt – Wirtschaftsweise verkünden Wahrheiten Im ersten Teil dieses langen Hauptkapitels geht es um die mediale Form der Kriegsberichterstattung. Ausgangspunkt ist eine Deutschlandfunk-Anmoderation über die „in Teilen rechtsradikale Regierung" Benjamin Netanyahus, die Stefan mit der Pflichtformel zum „Angriffskrieg Wladimir Putins" vergleicht. Eingespielte Nachrichten-Clips (Deutschlandfunk, ZDF mit Christian Sievers, Heute-Journal) handeln von israelischen Angriffen im Süden des Libanon trotz Waffenruhe, vom unklaren Verhandlungsstand im Iran-Krieg und von den weltweiten Folgen für Energie- und Spritpreise. Stefan und Mick verfolgen die Preiskette bis zu App-Fahrern in Nairobi, die laut eingespieltem Bericht die höheren Spritkosten selbst tragen müssten. Weitere Stränge sind der Drohnenkrieg als Zermürbung der Zivilgesellschaft — mit Verweis auf den Rüstungs-KI-Hersteller Helsing —, eine saudische Militärparade rund um die Pilgerfahrt nach Mekka sowie die Lage der Hisbollah in der libanesischen Gesellschaft; Mick argumentiert, Israels Vorgehen produziere für Generationen mehr von dem, was es zu vernichten suche. Der innenpolitische Block setzt beim neuen Gutachten der Wirtschaftsweisen an, die die Wachstumsprognose von 0,9 auf 0,5 Prozent senken und auf den Iran-Krieg verweisen. Ein ZDF-Clip stellt die heutigen Appelle den fast wortgleichen Forderungen ihrer Vorgänger von 2011 gegenüber: später in Rente, Ausgaben kürzen. Stefan und Mick kritisieren, dass Demografie, externe Schocks, Energiewende und Lohnnebenkosten zu einem „Brei" vermengt würden, und entwickeln Gegenpositionen — Arbeit entlasten und stattdessen Konsum und Renditen besteuern, die Rente über den Bundeszuschuss statt über Leistungskürzungen finanzieren, Pflege als verpassten Wachstumsmotor begreifen. Eingespielt werden Interview-Ausschnitte mit der Vorsitzenden Monika Schnitzer und dem Wirtschaftsweisen Martin Werding, der vor einem Anstieg der Sozialbeiträge auf knapp 50 Prozent bis 2040 warnt, sowie Berichte über mittelständische Betriebe und über den laut Boston Consulting Group gestiegenen Anteil der Superreichen am deutschen Finanzvermögen. Mick ordnet die geforderten Reformen als endlose Schleife ohne Enddatum ein; Stefan kritisiert die Anrechnung des abbezahlten Eigenheims bei der Pflege, während breit gestreutes Aktienvermögen unangetastet bleibe. Zu Schnitzers Hinweis auf die Generationengerechtigkeit spricht Stefan von „demoskopischem Populismus". Im Schlussteil kehrt das Gespräch zum Krieg zurück: ein Tagesthemen-Bericht über das „Koordinations"-System beim Wareneinkauf in Gaza, israelische Angriffe im Südlibanon, die öffentliche Vorführung festgenommener Aktivisten der Gaza-Hilfsflotte durch Minister Itamar Ben-Gvir, Israels Aufkündigung der Zusammenarbeit mit UN-Generalsekretär António Guterres und die Zerstörung des UNESCO-Weltkulturerbes Tyros. Anknüpfend an die Eröffnung einer Yad-Vashem-Außenstelle in Bayern entwickelt Mick den Gedanken eines staatlich getragenen „Erinnerungstheaters", das politisch instrumentalisierbar werde. 01:27:27 Unterstützerdank Stefan verliest den Unterstützerdank und nennt mehrere Einzelbeiträge, darunter eine gemeinsame Überweisung von Andreas und Felix, 60 Euro von Kai Ohle aus Gießen mit der Anmerkung, lieber den Podcast- als den Rundfunkbeitrag zu zahlen, sowie Beiträge von Christian, Jens, Johann und Sebastian aus Rostock, der sich auf den neuen wöchentlichen Rhythmus freut. Weitere Danksagungen gehen an Dominik, Anna, Justus, Christiane, Marika und die monatlichen Unterstützer Ulrike, Paolo, Wolfgang, Thomas, Timo, Daniel und Vitali. 01:30:00 China Anlass ist die China-Reise von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, eingeleitet durch einen ZDF-Clip mit Christian Sievers, der die Reise als Spagat zwischen Kooperation und schärferen Wettbewerbsregeln beschreibt. Stefan nennt es absurd, dass Deutschland sich auf den Status als früherer Exportweltmeister berufe, obwohl das Land flächen-, bevölkerungs- und rohstoffmäßig kaum eine Rolle spiele; Mick zieht eine historische Linie, wonach Deutschlands wirtschaftliche Position auf der westlichen Ausbeutung der übrigen Welt nach 1945 beruhe und sich diese Verhältnisse nun normalisierten. Beide kritisieren Kulturstaatsminister Wolfram Weimer dafür, den Kolonialismus aus dem Gedenkstättenkonzept herauszunehmen. In eingespielten Clips beklagt Reiche fehlende faire Wettbewerbsbedingungen und blockierte Exportlizenzen für seltene Erden, während Chinas Handelsminister und Vizepremier He Lifeng den europäischen Protektionismus rügen; Stefan und Mick sehen darin China dieselben marktöffnenden Argumente nutzen, die Deutschland zuvor selbst vertreten habe. Zur eingespielten Einschätzung des Ökonomen Gabriel Felbermayr über chinesische Binnennachfrage merkt Stefan an, deren Steigerung gelinge nur über höhere Löhne — was dem deutschen Spar- und Kürzungsdiskurs widerspreche. 01:42:24 Berliner Influencer Stefan und Mick besprechen die zunehmende Social-Media-Präsenz von Abgeordneten im Bundestag, ausgehend von einem Bericht über Selfies und Videos im Plenarsaal. Ein Clip zitiert Bundestagspräsidentin Julia Klöckner, die Plattformen einerseits für nötig hält, andererseits Debatten kritisiert, die nur für die eigenen Echokammern gemacht seien. Im Mittelpunkt steht eine Änderung des Abgeordnetengesetzes vom Dezember 2024, die es Fraktionen erlaubt, mit Steuergeld nicht mehr nur über ihre Tätigkeit, sondern über allgemeine politische Standpunkte zu informieren; der Bundesrechnungshof kritisiert dies laut Clip als zu weite Ausdehnung. Mick spricht sich für ein grundsätzliches Social-Media-Verbot für Politikerinnen und Politiker aus und verweist auf Scott Galloway bei „Alles gesagt?", wonach diese Systeme darauf ausgelegt seien, Hass zu reproduzieren. Ein weiterer Clip zitiert einen AfD-Abgeordneten aus Sachsen-Anhalt, der Influencer mit dem Buchdruck zu Luthers Zeiten vergleicht, was Stefan zurückweist. 01:49:40 Andi Scheuer Stefan und Mick behandeln das gerichtliche Nachspiel der gescheiterten Pkw-Maut für Andreas Scheuer (CSU), den früheren Bundesverkehrsminister. Clips berichten, dass die Anklage der Staatsanwaltschaft zugelassen wurde: Scheuer soll vor dem Maut-Untersuchungsausschuss des Bundestages uneidlich falsch ausgesagt haben, bei einem Schuldspruch drohen drei Monate bis fünf Jahre Haft. Im Kern geht es darum, dass die Mautbetreiber angeboten haben sollen, den Vertrag erst nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu unterzeichnen, was Scheuer 2019 bestritt; sein damaliger Staatssekretär ist mitangeklagt. Stefan ordnet ein, dass Scheuer nicht für den Schadenersatz von rund einer Viertelmilliarde, sondern für die Falschaussage belangt werde, und verweist auf einen Clip, in dem die Korrespondentin aus der Zulassung der Anklage eine gewisse Verurteilungswahrscheinlichkeit ableitet. 01:53:38 Frankreichs Wehrdiensttag Anknüpfend an eine frühere Folge zur Verknüpfung von Führerschein und staatlichem Engagement zeigen Stefan und Mick anhand eines Clips den französischen „Tag der Verteidigung und Bürgerpflicht", der für alle 16- bis 25-Jährigen verpflichtend ist und ohne dessen Teilnahme weder Führerschein noch Uni-Einschreibung möglich sind; der Tag umfasst unter anderem Schießübungen mit Lasergewehren und Virtual Reality. Mick nennt das Vorgehen einen Eingriff in persönliche Entscheidungen, bei dem Jugendliche bewusst als Einzelne und ohne Klassenverband herangeführt würden, während Stefan den sanften Einstieg insgesamt nicht schlecht findet, die Kopplung an den Führerschein aber kritisiert. Beide halten eine Wehrpflicht in Deutschland für unwahrscheinlich. Zum Abschluss verabschieden sich Stefan und Mick mit dem Hinweis, dass Mick kommende Woche in Rom ist, erläutern ihren neuen Zwei-Wochen-Rhythmus mit abwechselnder Regie und beenden die Folge mit „Leute, haut rein. Bis zum nächsten Mal."

  • May 27 · 2 hr 43 min

    SPD-Kanzler Merz

    Mick und Stefan besprechen die Nachrichtenwoche

  • May 19 · 3 hr 9 min

    Kanzler Spahn

    Stefan und Mick besprechen die Nachrichtenwochen

  • April 17 · 3 hr 33 min

    Trump auf dem Baum

    Stefan und Mick besprechen die Nachrichtenwochen

  • February 24 · 1 hr 23 min

    Wahlkampf in der reichsten deutschen Stadt

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Stefan spricht mit Kolja Müller, Spitzenkandidat der SPD in Frankfurt, über Kommunalpolitik. Das Leben in Frankfurt am Main wird maßgeblich durch extreme sozioökonomische Kontraste und strukturelle Handlungsdefizite bestimmt. Während 80.000 Buchmillionäre in der Stadt leben, verfügen 50 Prozent der Haushalte über ein Nettoeinkommen von maximal 3.000 Euro, wovon oft die Hälfte für die Miete aufgewendet werden muss. Dem gegenüber steht ein ehrenamtliches Stadtparlament, das mit einer minimalen Aufwandsentschädigung einen 6-Milliarden-Euro-Haushalt kontrolliert. Um der eskalierenden Wohnungsfrage zu begegnen, bedarf es nach dem Vorbild Wiens oder Ulms einer städtischen Entwicklungsgesellschaft für eine aktive Bodenpolitik , da traditionelle Förderinstrumente bei einem öffentlichen Flächenanteil von lediglich 58 Prozent – abzüglich Infrastruktur – nicht mehr ausreichend greifen. Am Beispiel des Bahnhofsviertels manifestiert sich die Diskrepanz zwischen realer Problemlage und medialer politischer Inszenierung („virtuelle Politik“). Die Errichtung eines Suchthilfezentrums, das den etwa 250 lokalen drogenkranken Menschen einen sicheren Aufenthaltsort bieten soll , diente als Katalysator für den Bruch der regierenden Koalition durch die FDP. Diese Fokussierung auf emotionalisierende Law-and-Order-Diskurse überdeckt fundamentale Verteilungskonflikte, etwa wenn globale Investoren wie die Allianz milliardenschwere Immobilienprojekte in direkter Nachbarschaft zum urbanen Elend realisieren. Anstatt sich auf isolierte Brennpunkte zu fixieren, muss die strukturelle Ungleichheit durch bewusste Sichtbarmachung als politisches Instrument genutzt werden. Zur Überwindung der kommunalen Ohnmacht erfordert es eine institutionelle Emanzipation der Großstädte gegenüber Land und Bund. Ein massiv aufgewerteter Deutscher Städtetag könnte analog zur historischen Entwicklung des Europaparlaments von einem reinen Entsendegremium zu einem echten politischen Machtzentrum transformiert werden, um der dramatischen Unterfinanzierung der Kommunen – aktuell ein bundesweites Defizit von 31 Milliarden Euro – effektiv entgegenzutreten. Begleitet werden muss dieser Prozess durch die Etablierung einer „K-SPD“ (Kommunal-SPD), die sich radikal auf lokale Daseinsvorsorge konzentriert und einen systematischen Wissenstransfer zwischen den Städten organisiert. Letztlich bedingt eine solche pragmatische Kümmerer-Politik auch die Infragestellung restriktiver fiskalischer Dogmen wie der Schuldenbremse, um dringend benötigte öffentliche Infrastrukturinvestitionen zu ermöglichen.

  • February 12 · 3 hr 28 min

    Großer Staat, guter Staat

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Micks Podcast Weltpolitik und das Klein-Klein der anderen Länder: Neben der Spur

  • Nov 20, 2025 · 3 hr 17 min

    Der Billionenvernichter

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Shownotes Stefan und Mick widmen sich in dieser Episode intensiv der Debatte um den neuen Wehrdienst und analysieren die Berichterstattung anlässlich des 70. Geburtstags der Bundeswehr. Zudem beleuchten sie die innerparteilichen Diskussionen der Union zur Rentenpolitik sowie die aktuellen wirtschaftlichen Prognosen des Sachverständigenrats. 00:08:01 Ich war nicht im Presseclub ;( Stefan erläutert seine Abwesenheit beim „Presseclub“. Im Anschluss analysieren Stefan und Mick Ausschnitte der Sendung, in denen der Journalist Gabor Steingart zu Gast war. Steingart äußert sich darin zu Zukunftsszenarien, einem möglichen Währungsschnitt und dem demografischen Wandel, wobei er eine „Politik für Ältere“ konstatiert. Die Podcaster ordnen diese Aussagen ein und diskutieren deren Implikationen. 00:13:06 Neuer Wehrdienst Dieses Kapitel behandelt die umfassende Debatte zur Einführung eines neuen Wehrdienstmodells. Zunächst wird ein Zitat von Gabor Steingart besprochen, der die Priorität der Landesverteidigung gegenüber infrastrukturellen Mängeln an Schulen betont. Dem gegenübergestellt werden Berichte über Kinderarmut in Deutschland, basierend auf Zahlen von UNICEF. Im weiteren Verlauf analysieren Stefan und Mick Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius, der von einem aktuellen Bewerberüberhang bei der Bundeswehr spricht. Es folgen Ausschnitte aus der Berichterstattung zum 70. Geburtstag der Bundeswehr, darunter ein Zitat von Norbert Röttgen zur Rolle Adenauers sowie die Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beim feierlichen Gelöbnis, in der er für eine allgemeine Dienstpflicht wirbt. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Berichterstattung von Korrespondentin Diana Zimmermann über die politischen Verhandlungen zum Wehrdienst, insbesondere bezüglich des „Losverfahrens“. Abschließend wird ein Interview mit einem Schülersprecher thematisiert, der die mangelnden Investitionen in die Jugend im Kontext der Wehrpflichtdebatte kritisiert. 01:34:16 Merz, JU, Rente Das Thema Rentenpolitik steht im Mittelpunkt dieses Abschnitts. Eingeleitet wird die Diskussion durch einen Clip von Gabor Steingart, der für eine Umstellung des Rentensystems auf den Kapitalmarkt plädiert. Stefan und Mick analysieren anschließend den Auftritt von CDU-Chef Friedrich Merz beim Deutschlandtag der Jungen Union. Merz weist dort Forderungen nach einer Absenkung des Rentenniveaus zurück. Kontrastiert wird dies mit Aussagen des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder, der Verständnis für die Positionen der Jungen Union signalisiert und Gesprächsbedarf mit der SPD anmeldet. Die Podcaster untersuchen die Dynamik dieses Konflikts innerhalb der Union. 02:20:09 Wirtschaftspolitik Stefan und Mick besprechen das Jahresgutachten der Wirtschaftsweisen. Die Vorsitzende Monika Schnitzer erläutert in eingespielten Clips die geringe Wachstumsprognose von 0,2 Prozent und geht auf die Bedeutung von „strukturellem Wachstum“ ein. Zudem wird der Dissens innerhalb des Gremiums thematisiert, insbesondere die Forderung von Veronika Grimm nach Ausgabenkürzungen sowie Nikola Fuchs-Schündelns Plädoyer für eine Reform der Erbschaftssteuer. Ergänzend betrachten die Podcaster Berichte über Infrastrukturprobleme bei der Deutschen Bahn, spezifisch die Sperrung am Kölner Hauptbahnhof und den Stand bei Stuttgart 21, sowie Entscheidungen des EU-Parlaments zur Lockerung des Lieferkettengesetzes. 03:03:15 Jungesellen & Feuerphalus Anhand eines Berichts aus dem Ahrtal diskutieren Stefan und Mick das Brauchtum der dortigen Junggesellenvereine. Der Beitrag zeigt den Bau meterhoher Holzkonstruktionen für Martinsfeuer in den Weinbergen und den Wettbewerb zwischen den Vereinen. 03:16:26 Neben der Spur Zum Abschluss geben Stefan und Mick einen Ausblick auf kommende Projekte und verabschieden sich.

  • Nov 10, 2025 · 3 hr 51 min

    Kommunale Weltpolitik

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal Micks Podcast: Neben der Spur Stefan und Mick analysieren in dieser Episode die Berichterstattung über einen großen Waffenfund und die politischen Implikationen auf kommunaler Ebene. Weitere Schwerpunkte sind die Bürgermeisterwahl in New York City, die globalen wirtschaftlichen Spannungen sowie interne Debatten der CDU zur Syrien-Politik. 00:00:00 Fernsehpodcast 171 Stefan und Mick beginnen die Episode mit einer Betrachtung der technischen Probleme bei der Digitalfunk-Umrüstung der Bundeswehr. Sie kommentieren die Berichterstattung darüber und ziehen Vergleiche zu technischen Herausforderungen bei Fernsehsendern. 00:04:56 recht viele Neonazis Die Moderatoren diskutieren einen Nachrichtenbeitrag über einen umfangreichen Waffenfund und hinterfragen kritisch die behördliche Einschätzung, es gäbe keine rechtsextremen Bezüge. Anschließend thematisieren sie eine Studie zu Social-Media-Algorithmen und deren Einfluss auf die politische Wahrnehmung. Abschließend analysieren sie die pragmatische Amtsführung eines AfD-Bürgermeisters, der entgegen der Parteilinie Windkraft-Einnahmen nutzt. 00:57:32 Schwimmbäder und Weltpolitik Anhand der drohenden Schließung kommunaler Schwimmbäder diskutieren Stefan und Mick die Unterfinanzierung der Kommunen und stellen das "Bürgerbudget" in Merseburg als positives Gegenbeispiel vor. Sie thematisieren zudem die Diskrepanz zwischen offizieller und gefühlter Inflation sowie die Krise auf dem Wohnungsmarkt. Dabei kritisieren sie den Abriss von vorhandenem Wohnraum zugunsten teurer Neubauten. 01:41:36 Kommunalwahl in NYC Der Wahlsieg des Sozialisten Zoran Mamdani bei der Bürgermeisterwahl in New York City steht im Mittelpunkt dieses Kapitels. Stefan und Mick analysieren, wie Mamdani durch Fokus auf Sachthemen und als Gegenpol zum Establishment punkten konnte. Ergänzend besprechen sie ein Interview mit dem Autor George Packer über autoritäre Tendenzen in den USA unter Donald Trump. 02:28:52 Weltwirtschaftsdurcheinander Die Moderatoren betrachten die verschobenen Machtverhältnisse in der Weltwirtschaft nach dem APEC-Gipfel, bei dem sich Chinas Präsident Xi als Bewahrer des Welthandels inszenierte. Sie diskutieren die schwierige Position Europas zwischen den USA und China sowie aktuelle negative Wirtschaftsdaten aus Deutschland. Zudem thematisieren sie den maroden Zustand der deutschen Schieneninfrastruktur. 03:13:13 - Evonik Chef, ohje Stefan und Mick analysieren ein Interview mit Evonik-Chef Christian Kullmann, der sich gegen eine CO2-Bepreisung ausspricht. Sie kritisieren seine Argumentation, dass solche Abgaben die Innovationskraft der deutschen Industrie hemmten, als typische Unternehmer-Rhetorik. 03:38:22 CDU und Syrien Zum Abschluss besprechen die Moderatoren einen internen Konflikt der CDU bezüglich möglicher Rückführungen nach Syrien. Sie kontrastieren die skeptische Einschätzung des Außenpolitikers Wadephul mit den Forderungen anderer Parteimitglieder nach einer "patriotischen Pflicht" zur Rückkehr. Stefan und Mick bewerten diese Debatte als politisch motiviertes Manöver.

  • Oct 23, 2025 · 3 hr 8 min

    Stadtbild & Losverfahren

    Unterstützen Dieser Podcast entsteht mithilfe seiner Präsentatorinnen, Produzenten und Unterstützerinnen. Wenn du gerne zuhörst, unterstütze uns finanziell: ♥️ DE55430609676040226300 oder via Paypal 00:02:16 Merzens Stadtbild Die Episode beginnt mit der "Stadtbild"-Äußerung von Friedrich Merz und der Vagheit des Begriffs. Clips zeigen, wie Merz einen Zusammenhang zur Migration herstellt. Mick ordnet die Äußerung als politische Taktik der CDU ein, um vor Landtagswahlen das Thema "innere Sicherheit" zu besetzen. Stefan kontrastiert dies mit seiner eigenen Wahrnehmung von Problemen im Stadtbild, wie der Dominanz von Autos oder sichtbarer Armut. Ein Clip mit dem CDU-Politiker Manuel Hagel verdeutlicht, dass die Debatte primär um eine "empfundene Sicherheitslage" geführt wird. 01:21:57 Widerspruch von Frauen Die Reaktionen auf die "Töchter"-Äußerung von Friedrich Merz. Gezeigt wird der Protest von Frauen, darunter Luisa Neubauer und Ricarda Lang, unter dem Motto "Wir sind die Töchter". Stefans These lautet, dass dieser spezifische Widerspruch Merz dazu zwang, seine Aussagen aus dem Ausland zu präzisieren. Dabei habe Merz von einem Zettel abgelesen und die Notwendigkeit von Einwanderung für den Arbeitsmarkt betont, während er Probleme auf nicht-arbeitende Migranten beschränkte. 01:29:28 Merzens Brandbauer Die Stabilität der "Brandmauer" der CDU zur AfD, ausgelöst durch Äußerungen von Peter Tauber. Dessen Vorschlag war, notfalls mit der AfD abzustimmen, wenn andere Parteien CDU-Positionen nicht mittragen. Ein Clip der Thüringer CDU illustriert den Druck aus den Landesverbänden, die zwar Kooperationen ausschließen, aber Abstimmungen mit der AfD als "Realität" bezeichnen. Die Dementis von Friedrich Merz (eine Zusammenarbeit ausschließend) werden angesichts dieser Entwicklungen als wenig bedeutsam bewertet. 01:47:14 Korte, Krieg Die Regierungsarbeit der Koalition, gestützt auf Einschätzungen des Politikwissenschaftlers Karl-Rudolf Korte. Korte beschreibt die Regierung als "Defensivbündnis" und "atemlose Notgemeinschaft", die von gegenseitigem Misstrauen geprägt sei. Anschließend folgt die Berichterstattung zum Krieg, beginnend mit Warnungen deutscher Nachrichtendienste vor russischer Sabotage. Ein Beitrag über einen Drohnen-Wettbewerb in der Ukraine und Berichte über deutsche sowie EU-Pläne zur Stärkung der Luftverteidigung werden wiedergegeben. 01:57:38 Unterstützerdank Stefan dankt den Produzentinnen und Produzenten des Podcasts für ihre finanzielle Unterstützung. 02:00:32 Wehrpflicht durch Losverfahren, haha Der Koalitionsstreit um das neue Wehrdienstgesetz. Zentraler Streitpunkt ist die CDU-Forderung nach einem verpflichtenden Mechanismus (Losverfahren), falls die Freiwilligkeit nicht ausreicht. Es wird gezeigt, wie CDU-Politiker wie Jens Spahn und Norbert Röttgen das Losverfahren als "fair" und "gerecht" verteidigten. Dem gegenüber stehen die praktischen und verfassungsrechtlichen Probleme (Wehrgerechtigkeit), die bereits zur Abschaffung der Wehrpflicht führten (Zitat Thomas Wiegold). Die abgesagte Pressekonferenz dient als Beleg für das Chaos und den Widerstand von Verteidigungsminister Pistorius, der auf Attraktivität statt Zwang setzt. 02:57:35 Rente Abschließend der Koalitionsstreit zur Rente. Stefan merkt an, dass die Regierung sich nun gleichzeitig mit den Jungen (Wehrpflicht) und den Alten (Rente) anlege. Mick kritisiert das Schweigen junger linker Politiker zu diesen Themen, während junge Unions-Abgeordnete das Thema Generationengerechtigkeit besetzen. Das Kapitel schließt mit einem Clip von Moderatorin Wellmer, die an die Koalition appelliert, "geräuschlos" zu arbeiten, was von beiden als Teil des Problems bewertet wird.

  • Sep 12, 2025 · 4 hr 3 min

    Politik um Leben und Tod

    Produziere den Podcast: DE55430609676040226300 00:00:00 Fernsehpodcast 169 Das Intro stimmt mit Clips über Todesfälle in der AfD und Protesten gegen einen Auftritt von Boris Palmer auf das zentrale Thema der Folge ein: die Verknüpfung von Politik, Gewalt und Tod. Die Sendung beginnt mit der These, dass das Mittelalter nie wirklich vergangen ist, sondern wir uns mittendrin befinden. 00:02:15 Bauernschlacht Der erste große Themenblock widmet sich der historischen Aufarbeitung der Bauernkriege vor 500 Jahren, angestoßen durch eine moderne Reenactment-Veranstaltung in Bad Frankenhausen. Stefan und sein Gast diskutieren die historischen Fakten: Die Aufstände waren zwar von hoch organisierten Bürgern mit konkreten sozialen Forderungen getragen, endeten jedoch in Massakern, da die Bauern den professionellen Heeren der Fürsten unterlegen waren und niemand bereit war zu sterben. Ein besonderer Fokus liegt auf der späteren Verklärung des Aufstands durch die DDR, die den Maler Werner Tübke ein monumentales Panorama des Massakers malen ließ, um die Bauern als heldenhafte Vorkämpfer des Sozialismus zu stilisieren. Die Diskussion schlägt den Bogen zur Gegenwart und kritisiert die Glorifizierung direkter Konfrontation in der Politik als gefährliches Vorzeichen für Bürgerkriege, während die eigentliche Befriedung historisch durch die Einführung von Distanz und symbolischen Medien wie Geld erreicht wurde. 00:33:19 Gaza Der Fokus wechselt zur aktuellen Eskalation im Gazastreifen, die als "Chaos in Reinform" beschrieben wird. Premierminister Netanyahus direkte Ansprache an seine Soldaten wird als dramatisches Eskalationssignal gedeutet. Während eine EU-Vizepräsidentin das Vorgehen Israels als Völkermord bezeichnet, distanziert sich die Kommission. Die Berichterstattung über "humanitäre Zonen" und die Zwangsumsiedlung der Bevölkerung wird als zynisch und realitätsfern kritisiert. Das zentrale Ereignis ist der israelische Raketenangriff auf Katar während laufender Verhandlungen mit der Hamas – ein beispielloser diplomatischer Affront gegen einen wichtigen westlichen Vermittler. Als Motive für Netanyahus Handeln werden persönliche Interessen analysiert: Ablenkung von seinen Korruptionsprozessen und der strategische Versuch, den Krieg zu verlängern, um im Amt zu bleiben. 01:07:36 Kriege und Allianzen Dieser Abschnitt beleuchtet die globalen Machtverschiebungen. Zunächst wird eine Reise der Fraktionschefs von SPD und Union in die Ukraine als reiner PR-Akt für das deutsche Publikum kritisiert. Parallel dazu findet ein Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit statt, bei dem Xi, Putin und Modi eine neue Weltordnung fordern – ein Ereignis, das in der deutschen Berichterstattung zunächst kaum Beachtung findet. Ein Besuch des deutschen Außenministers in Indien, um Deutschland als Alternative zu Trumps Amerika zu präsentieren, wird als wirkungslos dargestellt, da Indien längst auf eine "strategische Autonomie" setzt und sich den neuen Machtblöcken annähert. Im Kontrast dazu stehen die Bilder einer gigantischen Militärparade in Peking, die Chinas gewachsenen Machtanspruch und eine neue, selbstbewusste Geschichtsschreibung demonstrieren. Dem gegenüber wird der Zustand der USA unter Trump als chaotisch und im Verfall begriffen dargestellt, bis hin zur Umbenennung des Verteidigungs- in ein Kriegsministerium als Signal für einen inneren Kampf. 02:25:02 Unterstützerdank Ein kurzer Dank geht an die Unterstützerinnen und Unterstützer des Podcasts. 02:27:14 Sozialstaatsreform Zurück in der deutschen Innenpolitik wird die Debatte um eine Sozialstaatsreform analysiert. Die Auseinandersetzung zwischen Kanzler Merz ("können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten") und Arbeitsministerin Baas ("Bullshit") wird von Kommentatoren wie Wulf Schmiese als reines "politisches Theater" verharmlost – eine Darstellung, die scharf kritisiert wird, da sie die realen Konflikte unsichtbar macht. Faktenchecks im Beitrag zeigen, dass der Anteil der Sozialausgaben am BIP kaum gestiegen ist und das viel diskutierte Bürgergeld nur 4 % ausmacht. Umfragen belegen eine große Zustimmung in der Bevölkerung für höhere Steuern auf Reichtum und Erbschaften, doch die politische Debatte konzentriert sich stattdessen auf Kürzungen bei den Ärmsten, was die extrem niedrigen Zustimmungswerte für die Regierung erklärt. 03:54:32 Autozukunft Zum Abschluss wird die Zukunft der deutschen Automobilindustrie beleuchtet und als Sinnbild für die Innovationsschwäche des Landes dargestellt. Während VW eine "baldige" Familie bezahlbarer E-Autos ankündigt, präsentiert der chinesische Hersteller BYD bereits heute eine Technologie, die 400 Kilometer Reichweite in nur fünf Minuten Ladezeit ermöglicht. Die Reaktion deutscher Politiker wie Markus Söder, die mit der Forderung nach "Technologieoffenheit" am Verbrenner festhalten, wird als realitätsfern und marktignorant kritisiert. Der Podcast endet mit der düsteren Prognose, dass Deutschlands Politik und Wirtschaft den Anschluss an die globale Entwicklung verlieren.

  • Aug 26, 2025 · 3 hr 11 min

    Führung und Frieden

    Produziere den Podcast: DE55430609676040226300 Höre Micks Podcast: Neben der Spur 00:00:00 Fernsehpod Die Folge beginnt mit einem Rückblick auf den verstorbenen ARD-Adelsexperten Rolf Seelmann-Eggebert. Trotz seiner Rolle als „Königsschütze“ hatte er den Wunsch, sich auch ernsteren Themen wie der Umwelt- und Entwicklungspolitik zu widmen. Die Moderatoren diskutieren die Ironie, dass seine wichtigste mediale Plattform die Berichterstattung über Königshäuser war, während ihm für seine eigentlichen Leidenschaften kaum Sendezeit gewährt wurde. 00:04:51 Außenkanzler Merz Der Podcast widmet sich der Berichterstattung über den neuen „Außenkanzler Merz“. Seine Medienpräsenz wird analysiert, wobei hinterfragt wird, ob sein angeblicher außenpolitischer Erfolg auf tatsächlichen Leistungen oder eher auf einer vorteilhaften Inszenierung in den Medien beruht. Es wird diskutiert, dass Merz’ wahrgenommene Stärke weniger auf inhaltlicher Substanz als auf einer geschickten medialen Positionierung basiert. 00:05:24 Merz und Polen Die Berichterstattung über die deutsch-polnischen Beziehungen wird kritisch beleuchtet. Während offizielle Medien ein gutes Verhältnis betonen, sprechen die Realitäten eine andere Sprache, insbesondere im Hinblick auf die restriktive Migrationspolitik. Die Diskussion konzentriert sich auf die enormen Kosten der Grenzkontrollen im Verhältnis zu geringen Einsparungen im Sozialbereich, was die Regierungspolitik als reine Symbolpolitik erscheinen lässt. Es wird auch über die zunehmende Bürokratie und die Abwanderung von Deutschen nach Polen gesprochen. 00:35:56 Merz und Israel Ein zentrales Thema ist Merz’ Entscheidung, Waffenlieferungen an Israel einzustellen, die im Gazastreifen eingesetzt werden könnten. Diese Entscheidung, die von großen Teilen der Bevölkerung unterstützt wird, stößt in Teilen der eigenen Fraktion auf Widerstand. Die Moderatoren sehen darin eine zunehmende „Anarchie“ in der CDU, in der persönliche Profilierung über die Parteilinie gestellt wird. Dieser interne Konflikt wird als symptomatisch für einen größeren Wandel in der Politik angesehen, in der rationale Entscheidungen zunehmend durch populistische Impulse ersetzt werden. 01:10:46 Merz und Afghanistan Die desolate Situation der ehemaligen afghanischen Ortskräfte, die immer noch auf die Ausreise nach Deutschland warten, wird thematisiert. Trotz der ursprünglichen Versprechen hat es die Bundesregierung versäumt, die Menschen, die für sie gearbeitet haben, zu evakuieren. Die humanitäre Katastrophe wird als „politische Schweinerei“ bezeichnet, die durch die Symbolpolitik der Regierung noch verschlimmert wird. 01:19:13 Unterstützerdank Die Hosts bedanken sich bei den Unterstützern des Podcasts für ihre finanzielle Hilfe. 01:22:13 Trump - Ukraine, Europa, China Der Podcast wechselt zu den USA und beleuchtet Trumps außenpolitische Manöver. Sein Treffen mit Putin wird als eine Inszenierung beschrieben, bei der es weniger um politische Ergebnisse als um die persönliche Darstellung Trumps als „Deal-Maker“ geht. Die Moderatoren analysieren, wie die USA und Europa versuchen, auf die unberechenbare Politik Trumps zu reagieren. Die Diskussion berührt auch die Machtverschiebung hin zu China und Russlands Strategie, den Ukraine-Konflikt in die Länge zu ziehen. 03:07:52 Plastik Ein globales Problem, das im Kontrast zur Politik steht, ist die zunehmende Mikroplastik-Verschmutzung. Das Scheitern internationaler Abkommen zur Reduzierung von Plastik wird als Symptom der fragmentierten Weltpolitik gesehen, in der nationale Interessen über globale Herausforderungen gestellt werden.