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Diese Episode befasst sich mit dem außergewöhnlichen Tagebuch des Söldners Peter Hagendorf, das als eines der wichtigsten Selbstzeugnisse aus dem Dreißigjährigen Krieg gilt. Die Texte dokumentieren die wissenschaftliche Identifizierung des Autors, die durch Abgleiche zwischen seinen privaten Aufzeichnungen und offiziellen Kirchenbüchern sowie Stadtarchiven gelang. Detailliert wird das entbehrungsreiche Alltagsleben einfacher Soldaten geschildert, das von endlosen Märschen, Hunger, Krankheiten und dem Überlebenskampf der Familie geprägt war. Während die ältere Forschung vor allem die militärischen Erlebnisse analysierte, beleuchten neuere Erkenntnisse Hagendorfs geografische Herkunft aus dem Fläming und seine erfolgreiche Rückkehr in ein bürgerliches Leben nach dem Krieg. Damit bieten die Quellen einen seltenen mikrohistorischen Einblick in die Perspektive eines Mannes, der über zwei Jahrzehnte in den Armeen der Katholischen Liga und Schwedens diente. Die Ausführungen unterstreichen die Bedeutung solcher Ego-Dokumente für das Verständnis der sozialen Realitäten des 17. Jahrhunderts.
Bild: Nano Banana 2 Musik: Fatbunny/Epic Beat/Pixabay





