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Es gibt so Sätze, die klingen erst mal stark und entschlossen. Durchhalten. Dranbleiben. Nur fest genug daran glauben, dann wird das schon. Solche Lebensweisheiten hört man gern von Menschen, die es angeblich geschafft haben.
Wenn ich ehrlich bin, finde ich manches daran ziemlich unerfreulich. Denn so einfach ist das Leben nicht. Nicht jeder Wunsch erfüllt sich nur deshalb, weil ich hartnäckig genug bin. Nicht jedes Ziel erreiche ich, wenn ich mich nur fest genug verbeiße. Solche Parolen können sogar ziemlich zynisch wirken.
Aber es gibt etwas, bei dem sich Dranbleiben wirklich lohnt.
Jesus Christus sagt seinen Anhängerinnen und Anhängern, wie wichtig es ist, „beständig zu beten und nicht aufzugeben.“ Steht so im Lukasevangelium Kapitel 18.
Bemerkenswert daran finde ich: Jesus ruft nicht dazu auf, sich an irgendeinem Lebenstraum festzukrallen. Er lädt dazu ein, im Gespräch mit Gott zu bleiben. Immer wieder. Auch dann, wenn noch keine Antwort da ist. Auch dann, wenn ich müde werde. Auch dann, wenn ich versucht bin zu denken: Es bringt doch sowieso nichts.
Genau da beginnt Vertrauen. Beten heißt nicht, dass ich Gott unter Druck setze. Beten heißt: Ich bleibe mit dem, was mich bewegt, bei ihm. Ich höre nicht auf, ihn zu suchen.
Vielleicht ist das viel realistischer und viel stärker als alle Durchhalte-Parolen dieser Welt.
Womit sollten Sie heute nicht aufhören, sondern gerade erst anfangen? Wie wäre es mit einem Gebet?
Bibellesen unter bibleserver.com
Autor: Bernd Kortmann
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