Skip to content
Artwork for ERF Plus - Anstoß
ERF Plus - Anstoß · November 1 · 2 min

Geborgen im Gleichzeitigen

Gedanken von Ute Heuser-Ludwig zum Bibeltext Prediger 3,1-8. Ich liebe Gedichte. Sie beschenken mich mit Schönheit, mit einem Lächeln, mit Klugheit oder dem Gefühl umarmt zu werden. Deshalb freue ich mich, dass auch in der Bibel Poeten am Werk sind. Der Prediger Salomo, zum Bespiel. Von ihm stammt ein Gedicht über das Leben in Gegensätzen: „Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit.“ (Prediger 3, 1-3). Die Aufzählung setzt sich noch länger fort. Alles im Leben hat also seine von Gott bestimmte Zeit. Ich habe dazu bei einer Autorin einen neuen Gedanken gelesen. Als ihr Vater starb, war sie traurig. Sie konnte aber auch lachen. In ihrem Leben ging etwas zu Ende und es begann gleichzeitig etwas Neues. Sie erlebte, dass scheinbar Gegensätzliches gleichzeitig sein kann. Es wechselt sich eben nicht alles ab. Sondern vieles ist gleichzeitig da: finden und verlieren, aufbewahren und wegwerfen, zerreißen und zusammennähen. Salomos Grundgedanke bleibt für die Autorin davon unangetastet: ihr Leben, wie auch immer es sich gerade begibt, ist in Gott geborgen und wird zeitlos geliebt. Das ist am Ende das schönste Gedicht, das ich mir vorstellen kann. Bibellesen unter bibleserver.com Autor: Ute Heuser-Ludwig Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

0:00-2:00

transcript

No transcript — this publisher did not publish one.

show notes

Gedanken von Ute Heuser-Ludwig zum Bibeltext Prediger 3,1-8.

Ich liebe Gedichte. Sie beschenken mich mit Schönheit, mit einem Lächeln, mit Klugheit oder dem Gefühl umarmt zu werden. Deshalb freue ich mich, dass auch in der Bibel Poeten am Werk sind.

Der Prediger Salomo, zum Bespiel. Von ihm stammt ein Gedicht über das Leben in Gegensätzen: „Geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit; töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine Zeit, bauen hat seine Zeit.“ (Prediger 3, 1-3). Die Aufzählung setzt sich noch länger fort. Alles im Leben hat also seine von Gott bestimmte Zeit. Ich habe dazu bei einer Autorin einen neuen Gedanken gelesen. Als ihr Vater starb, war sie traurig. Sie konnte aber auch lachen. In ihrem Leben ging etwas zu Ende und es begann gleichzeitig etwas Neues. Sie erlebte, dass scheinbar Gegensätzliches gleichzeitig sein kann. Es wechselt sich eben nicht alles ab. Sondern vieles ist gleichzeitig da: finden und verlieren, aufbewahren und wegwerfen, zerreißen und zusammennähen. Salomos Grundgedanke bleibt für die Autorin davon unangetastet: ihr Leben, wie auch immer es sich gerade begibt, ist in Gott geborgen und wird zeitlos geliebt.

Das ist am Ende das schönste Gedicht, das ich mir vorstellen kann. 

Bibellesen unter bibleserver.com

Autor: Ute Heuser-Ludwig


Gerne stellen wir Ihnen unsere Inhalte zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie unsere Arbeit von ERF Plus mit Ihrer Spende fördern. Herzlichen Dank! Jetzt spenden

links3

more episodes

All episodes