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Artwork for Emergence - Der KI-Podcast
Emergence - Der KI-Podcast · June 10 · 35 min

#8 KI-Agenten. Wie sich unsere Arbeit verändern wird.

"Es werden auch neue Jobs entstehen." Das ist der Satz, den man immer hört, wenn es um KI und Arbeit geht. Klingt beruhigend. Aber welche Jobs sollen das sein? Wo entstehen die? Und für wen? In dieser Folge gehen wir dieser Frage nach — und stoßen auf einen Job, den es vor zwei Jahren noch nicht gab und der zeigt, wie sich Arbeit durch KI gerade grundlegend verschiebt. Nicht theoretisch, nicht als Prognose — sondern jetzt. Zuerst das Muster: Wenn KI auf einen Beruf trifft, gibt es zwei Möglichkeiten. Substitution — die Maschine ersetzt den Menschen. Oder Komplementarität — die KI ergänzt ihn, und sein Job wird wertvoller. Historisch ist Komplementarität der Normalfall: 60 Prozent der heutigen Beschäftigten arbeiten in Tätigkeiten, die es 1940 noch gar nicht gab. Und das Weltwirtschaftsforum rechnet allein durch KI mit elf Millionen neuen Stellen bis 2030. Dann das Gedankenexperiment: Lisa, Vertriebsleiterin, gibt Schritt für Schritt sechs Aufgaben an KI-Agenten ab — Kundenrecherche, Erstansprache, Dokumentation, Angebotsentwürfe, Berichte, Konkurrenzanalyse. Was bleibt, ist das, was kein Agent kann: Verhandlungen, Beziehungen, Bauchgefühl. Aber sechs Agenten brauchen auch Aufsicht. Drift, Kollisionen, blinde Flecken — jemand muss diese Maschinen führen wie ein Team. Genau dieser Job existiert jetzt: der AI Agent Manager. Kein Tech-Job — ein Führungsjob. Was du brauchst, ist nicht Informatik, sondern Prozessverständnis und Menschenkenntnis. Salesforce hat es vorgemacht: 60 Millionen Dollar Pipeline, 300 neue Kunden in vier Monaten — nicht weil die KI brillant war, sondern weil Menschen die Agenten gemanagt haben. Und das Muster gilt nicht nur im Vertrieb. Handwerksmeister, Hausärztinnen, Lehrer, Architektinnen, Freelancer, Landwirte — in jedem Beruf, in dem digitale Aufgaben ein Teil der Arbeit sind, werden Agenten die Fleißarbeit übernehmen. Was bleibt, ist das, wofür man den Beruf eigentlich mal gewählt hat. Die Arbeit verschiebt sich nicht weg vom Menschen — sie verschiebt sich zu ihm hin. Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de Alle Quellen und Infos zur Folge hier: https://shorturl.at/UAweG

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"Es werden auch neue Jobs entstehen." Das ist der Satz, den man immer hört, wenn es um KI und Arbeit geht. Klingt beruhigend. Aber welche Jobs sollen das sein? Wo entstehen die? Und für wen?

In dieser Folge gehen wir dieser Frage nach — und stoßen auf einen Job, den es vor zwei Jahren noch nicht gab und der zeigt, wie sich Arbeit durch KI gerade grundlegend verschiebt. Nicht theoretisch, nicht als Prognose — sondern jetzt.

Zuerst das Muster: Wenn KI auf einen Beruf trifft, gibt es zwei Möglichkeiten. Substitution — die Maschine ersetzt den Menschen. Oder Komplementarität — die KI ergänzt ihn, und sein Job wird wertvoller. Historisch ist Komplementarität der Normalfall: 60 Prozent der heutigen Beschäftigten arbeiten in Tätigkeiten, die es 1940 noch gar nicht gab. Und das Weltwirtschaftsforum rechnet allein durch KI mit elf Millionen neuen Stellen bis 2030.

Dann das Gedankenexperiment: Lisa, Vertriebsleiterin, gibt Schritt für Schritt sechs Aufgaben an KI-Agenten ab — Kundenrecherche, Erstansprache, Dokumentation, Angebotsentwürfe, Berichte, Konkurrenzanalyse. Was bleibt, ist das, was kein Agent kann: Verhandlungen, Beziehungen, Bauchgefühl. Aber sechs Agenten brauchen auch Aufsicht. Drift, Kollisionen, blinde Flecken — jemand muss diese Maschinen führen wie ein Team.

Genau dieser Job existiert jetzt: der AI Agent Manager. Kein Tech-Job — ein Führungsjob. Was du brauchst, ist nicht Informatik, sondern Prozessverständnis und Menschenkenntnis. Salesforce hat es vorgemacht: 60 Millionen Dollar Pipeline, 300 neue Kunden in vier Monaten — nicht weil die KI brillant war, sondern weil Menschen die Agenten gemanagt haben.

Und das Muster gilt nicht nur im Vertrieb. Handwerksmeister, Hausärztinnen, Lehrer, Architektinnen, Freelancer, Landwirte — in jedem Beruf, in dem digitale Aufgaben ein Teil der Arbeit sind, werden Agenten die Fleißarbeit übernehmen. Was bleibt, ist das, wofür man den Beruf eigentlich mal gewählt hat. Die Arbeit verschiebt sich nicht weg vom Menschen — sie verschiebt sich zu ihm hin.

Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de
Alle Quellen und Infos zur Folge hier: https://shorturl.at/UAweG

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