Skip to content
Artwork for Emergence - Der KI-Podcast
Emergence - Der KI-Podcast · May 11 · 1 hr 36 min

#5 KI-Musik. Was kann der Mensch besser als die KI?

Als im März ein Buckelwal in der Ostsee strandete, passierte etwas Seltsames: Auf TikTok und Instagram entstanden dutzende sentimentaler Balladen über den Wal — trauriges Klavier, anschwellende Dynamik, tausende Likes. Alle Songs hatten eine Gemeinsamkeit: Keiner davon war echt. Alle KI-generiert. Suno, die größte Plattform für KI-Musik, generiert 7 Millionen Songs pro Tag. Jeder fünfte Song auf Spotify ist mittlerweile KI-generiert. Bei Deezer fast die Hälfte aller Uploads. KI-Künstler wie Breaking Rust schaffen es auf Platz 1 der Billboard-Charts — mit Millionen Streams von echten Hörern. Wir schauen uns an, wie das technisch funktioniert: von Mozarts Würfelspiel über Markov-Modelle und neuronale Netze bis zum Transformer — und an welchen drei Hürden KI-Musik bis heute scheitert. Warum Suno clevere Umwege gefunden hat, aber das Grundproblem nicht gelöst ist. Warum 97 Prozent der Hörer in einer Studie KI-Musik nicht von menschlicher unterscheiden konnten — und warum sie trotzdem schlechter bewertet wird, sobald man weiß, dass eine KI dahintersteckt. Dann die Wende: Was, wenn die Frage gar nicht ist, ob KI-Musik so gut wird wie menschliche — sondern ob es uns irgendwann egal ist? Was, wenn der Kontext, der Musik zur Kunst macht, verschwimmt, entfällt — oder selbst KI-generiert wird? Am Ende stehen wir wieder bei Timmy dem Wal. Und bei einer unbequemen Antwort. Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de

0:00-1:36:26

transcript

No transcript — this publisher did not publish one.

show notes

Als im März ein Buckelwal in der Ostsee strandete, passierte etwas Seltsames: Auf TikTok und Instagram entstanden dutzende sentimentaler Balladen über den Wal — trauriges Klavier, anschwellende Dynamik, tausende Likes. Alle Songs hatten eine Gemeinsamkeit: Keiner davon war echt. Alle KI-generiert.

Suno, die größte Plattform für KI-Musik, generiert 7 Millionen Songs pro Tag. Jeder fünfte Song auf Spotify ist mittlerweile KI-generiert. Bei Deezer fast die Hälfte aller Uploads. KI-Künstler wie Breaking Rust schaffen es auf Platz 1 der Billboard-Charts — mit Millionen Streams von echten Hörern.

Wir schauen uns an, wie das technisch funktioniert: von Mozarts Würfelspiel über Markov-Modelle und neuronale Netze bis zum Transformer — und an welchen drei Hürden KI-Musik bis heute scheitert. Warum Suno clevere Umwege gefunden hat, aber das Grundproblem nicht gelöst ist. Warum 97 Prozent der Hörer in einer Studie KI-Musik nicht von menschlicher unterscheiden konnten — und warum sie trotzdem schlechter bewertet wird, sobald man weiß, dass eine KI dahintersteckt.

Dann die Wende: Was, wenn die Frage gar nicht ist, ob KI-Musik so gut wird wie menschliche — sondern ob es uns irgendwann egal ist? Was, wenn der Kontext, der Musik zur Kunst macht, verschwimmt, entfällt — oder selbst KI-generiert wird?

Am Ende stehen wir wieder bei Timmy dem Wal. Und bei einer unbequemen Antwort.

Kontakt zu Paul Schmidt: Auf Instagram paulexplainsai oder unter www.one48.de

links1