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Einfach natürlich Gärtnern · July 23 · 18 min

Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen

Mit heimischem Wildobst kannst du Insekten, Vögel und dich selbst beglücken Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com Es gibt Obstgehölze, die fast von allein wachsen, wunderschön blühen, Vögel und Insekten versorgen und dabei auch noch leckere Früchte liefern. Warum kennt die eigentlich kaum jemand? Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Wildobst gehört für mich zu den am meisten unterschätzten Pflanzen überhaupt. Was ist Wildobst? Sammelbegriff für wilde oder naturnahe Obstgehölze. Meist Sträucher oder kleine Bäume. Liefern essbare Früchte. Gleichzeitig wichtige Nahrung für Insekten und Vögel. Oft heimische Arten oder seit langer Zeit eingebürgerte Gehölze. Das Geniale: Man verbindet den eigenen Naschgarten direkt mit aktivem Naturschutz. Ist das besser als „normales“ Obst? Kann man so nicht sagen. Wildobst ist robust, langlebig und pflegeleicht. Viele Arten kommen mit Trockenheit und Frost gut zurecht. Oft deutlich weniger krankheitsanfällig als klassisches Obst. Früher waren viele Arten selbstverständlich, heute geraten sie etwas in Vergessenheit. Ideal für Anfänger, die nicht ständig schneiden, spritzen oder pflegen möchten. Aber auch weniger Ernte, z.T. gewöhnungsbedürftiger Geschmack. 5 Wildobst-Favoriten für den Garten Kornelkirsche (Cornus mas) Der Frühaufsteher. Wächst als großer Strauch oder kleiner Baum, 3 bis 8 m hoch Leuchtend gelbe Blüten schon im Februar oder März. Eine der ersten Nahrungsquellen für Wildbienen; wichtige Pollen- und Nektarpflanze Rote, süßsäuerliche Früchte für Marmelade, Gelee oder Saft. Es gibt inzwischen sogar Sorten mit extra großen Früchten. Kann über 100 Jahre alt werden. Felsenbirne (Amelanchier) Das Multitalent Wunderschöne weiße Blüten im April und Mai, wie Schneeflocken. Insektennahrung! Süße, blauviolette Früchte mit leichtem Marzipan-Aroma im Juni und Juli. Beliebtes Futter Sehr unkompliziert. Wächst malerisch 2 bis 6 m hoch, je nach Art und Sorte. Geeignet zum Naschen direkt vom Strauch, Kompott, Zutat für Smoothies. Schmecken auch lecker genug fürs Müsli Getrocknete Felsenbirnen wurden früher teilweise wie Rosinen verwendet. Die Kupfer-Felsenbirne, eine spezielle Art, hat eine leuchtende Herbstfärbung Holunder (Sambucus nigra), Hollder, Fliederbeerenbusch Der Vielseitige – 2 Erntezeiten! Wächst schnell, als Großstrauch oder kleiner Baum, 3 bis 7 (über 10) m Blüten (Mai bis Juni) für Sirup. Früchte (August bis September) für Saft, Gelee oder Mus. Nicht roh essen – cyanogene Glykosid Sambunigrin verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall. Sehr wertvoll für Vögel (mehr als 60 Arten!) und Insekten. Fun Fact: Früher glaubten die Menschen, dass im Holunder gute Hausgeister wohnen. Deshalb wurde ein Holunderstrauch oft direkt neben dem Haus gepflanzt und besonders respektvoll behandelt. Schlehe (Prunus spinosa), Schwarzdorn Die dornige Wilde. Heimische Heckenpflanze mit dichten, dornigen Zweigen; Pioniergehölz. Schützt Vögel vor Katzen und anderen Räubern. Liefert sehr viele Blüten (März bis April) Extrem wertvoll für Insekten. Nahrungspflanze für über 130 Schmetterlingsraupen – besser als Brennnessel. Herbe Früchte (September bis November) mit hohem Gerbstoffgehalt, werden nach Frost deutlich süßer. Geeignet für Gelee, Saft, Likör (Sloe Gin), Sirup. Winterfutter für Vögel. Wächst als stark verzweigter Großstrauch, 2 bis 5 m Nichts für kleine Gärten – die Dornen sind echt brutal! Hagebutte (Wildrose, zB Rosa canina, Hundsrose) Die Fruchtige. Wächst als Strauch, 2 bis 4 m hoch. Schöne Blüten für Bestäuber, hervorragender Pollenlieferant (Mai bis Juli). Stacheln bieten Vögeln Schutz Vitamin-C-reiche Früchte (ab September), 20x mehr Vitamin C als Zitronen Winterfutter für Vögel. Pflegeleicht und robust. Hagebutte ist keine Pflanze, sondern die Frucht verschiedener Wildrosen-Arten (sehen unterschiedlich aus). Geeignet für Tee, Fruchtaufstriche (Hiffenmark), Suppe Und natürlich: Juckpulver. „Kerne“ beim Verarbeiten sorgfältig entfernen. Handschuhe tragen und Auskratzen oder kochend passieren. Kann ein einziger Strauch wirklich gleichzeitig Vogelrestaurant, Insektenweide und Naschhecke sein? Ja! Viele Wildobstarten sind wahre Tiermagneten. Manche Gärtner pflanzen bewusst für die Natur. Vögel und Insekten finden Nahrung, wenn andere Quellen knapp sind. Die Tiere danken es mit natürlicher Schädlingsbekämpfung im Garten. Und was ist mit der Maulbeere – gehört die eigentlich dazu? Sehr spannende Wildobstart. Ursprünglich nicht heimisch. Stammt je nach Art aus Asien oder Nordamerika. Seit Jahrhunderten in Deutschland kultiviert. Früchte schmecken süß und erinnern an Brombeeren. Alte Maulbeerbäume können beeindruckend groß werden.Fun Fact: Maulbeerbäume wurden früher gepflanzt, um Seidenraupen zu füttern. Wie und wo pflanze ich Wildobst am besten? Am besten im Herbst (Oktober/November) oder im zeitigen Frühjahr. Die meisten Arten mögen Sonne bis Halbschatten. Ideal als Hecke oder lockere Gehölzgruppe. Auch Einzelstellung möglich. Beim Pflanzen hilft eine gute Bodenvorbereitung mit Kompost oder einem Bodenverbesserer wie Terra Preta BodenVerbesserer, damit die Gehölze gut einwurzeln. Humoser Boden fördert das Wachstum. Also gern NeudoHum PflanzErde ins Pflanzloch geben. Nach dem Anwachsen kommen viele Arten mit Trockenheit gut zurecht. Welche Fehler machen Anfänger häufig? Zu wenig Platz einplanen. Früchte zu früh ernten. Zu stark schneiden. Zu wenige verschiedene Arten pflanzen. Zu wenig Arten? Je mehr verschiedene Arten blühen und Früchte tragen, desto länger finden Vögel und Insekten Nahrung. Wenn ich nur Platz für einen einzigen Wildobststrauch habe – welcher wäre die beste Wahl? Holunder Blüten und Früchte nutzbar. Sehr wertvoll für Vögel. Schnell wachsend. Robust. Alternative: Kornelkirsche Frühblüher. Sehr langlebig. Schöne Früchte. Wertvoll für Insekten. 3 Tipps Fang mit einer Felsenbirne oder Kornelkirsche an. Vergiss die Pflege, sobald das Wildobst eingewurzelt ist. Lass die letzten Früchte für die Vögel hängen.

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Mit heimischem Wildobst kannst du Insekten, Vögel und dich selbst beglücken

Wildobst – Wilde Früchte zum Naschen

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

Es gibt Obstgehölze, die fast von allein wachsen, wunderschön blühen, Vögel und Insekten versorgen und dabei auch noch leckere Früchte liefern. Warum kennt die eigentlich kaum jemand?

  • Das frage ich mich ehrlich gesagt auch.
  • Wildobst gehört für mich zu den am meisten unterschätzten Pflanzen überhaupt.

Was ist Wildobst?

  • Sammelbegriff für wilde oder naturnahe Obstgehölze.
  • Meist Sträucher oder kleine Bäume.
  • Liefern essbare Früchte.
  • Gleichzeitig wichtige Nahrung für Insekten und Vögel.
  • Oft heimische Arten oder seit langer Zeit eingebürgerte Gehölze.
  • Das Geniale: Man verbindet den eigenen Naschgarten direkt mit aktivem Naturschutz.

Ist das besser als „normales“ Obst?

  • Kann man so nicht sagen.
  • Wildobst ist robust, langlebig und pflegeleicht.
  • Viele Arten kommen mit Trockenheit und Frost gut zurecht.
  • Oft deutlich weniger krankheitsanfällig als klassisches Obst.
  • Früher waren viele Arten selbstverständlich, heute geraten sie etwas in Vergessenheit.
  • Ideal für Anfänger, die nicht ständig schneiden, spritzen oder pflegen möchten.
  • Aber auch weniger Ernte, z.T. gewöhnungsbedürftiger Geschmack.

5 Wildobst-Favoriten für den Garten

Kornelkirsche (Cornus mas)

  • Der Frühaufsteher.
  • Wächst als großer Strauch oder kleiner Baum, 3 bis 8 m hoch
  • Leuchtend gelbe Blüten schon im Februar oder März.
  • Eine der ersten Nahrungsquellen für Wildbienen; wichtige Pollen- und Nektarpflanze
  • Rote, süßsäuerliche Früchte für Marmelade, Gelee oder Saft. Es gibt inzwischen sogar Sorten mit extra großen Früchten.
  • Kann über 100 Jahre alt werden.

Felsenbirne (Amelanchier)

  • Das Multitalent
  • Wunderschöne weiße Blüten im April und Mai, wie Schneeflocken. Insektennahrung!
  • Süße, blauviolette Früchte mit leichtem Marzipan-Aroma im Juni und Juli. Beliebtes Futter
  • Sehr unkompliziert.
  • Wächst malerisch 2 bis 6 m hoch, je nach Art und Sorte.
  • Geeignet zum Naschen direkt vom Strauch, Kompott, Zutat für Smoothies.
  • Schmecken auch lecker genug fürs Müsli
  • Getrocknete Felsenbirnen wurden früher teilweise wie Rosinen verwendet.
  • Die Kupfer-Felsenbirne, eine spezielle Art, hat eine leuchtende Herbstfärbung

Holunder (Sambucus nigra), Hollder, Fliederbeerenbusch

  • Der Vielseitige – 2 Erntezeiten!
  • Wächst schnell, als Großstrauch oder kleiner Baum, 3 bis 7 (über 10) m
  • Blüten (Mai bis Juni) für Sirup.
  • Früchte (August bis September) für Saft, Gelee oder Mus. Nicht roh essen – cyanogene Glykosid Sambunigrin verursacht Übelkeit, Erbrechen, Durchfall.
  • Sehr wertvoll für Vögel (mehr als 60 Arten!) und Insekten.
  • Fun Fact: Früher glaubten die Menschen, dass im Holunder gute Hausgeister wohnen. Deshalb wurde ein Holunderstrauch oft direkt neben dem Haus gepflanzt und besonders respektvoll behandelt.

Schlehe (Prunus spinosa), Schwarzdorn

  • Die dornige Wilde.
  • Heimische Heckenpflanze mit dichten, dornigen Zweigen; Pioniergehölz.
  • Schützt Vögel vor Katzen und anderen Räubern.
  • Liefert sehr viele Blüten (März bis April)
  • Extrem wertvoll für Insekten.
  • Nahrungspflanze für über 130 Schmetterlingsraupen – besser als Brennnessel.
  • Herbe Früchte (September bis November) mit hohem Gerbstoffgehalt, werden nach Frost deutlich süßer.
  • Geeignet für Gelee, Saft, Likör (Sloe Gin), Sirup.
  • Winterfutter für Vögel.
  • Wächst als stark verzweigter Großstrauch, 2 bis 5 m
  • Nichts für kleine Gärten – die Dornen sind echt brutal!

Hagebutte (Wildrose, zB Rosa canina, Hundsrose)

  • Die Fruchtige.
  • Wächst als Strauch, 2 bis 4 m hoch.
  • Schöne Blüten für Bestäuber, hervorragender Pollenlieferant (Mai bis Juli).
  • Stacheln bieten Vögeln Schutz
  • Vitamin-C-reiche Früchte (ab September), 20x mehr Vitamin C als Zitronen
  • Winterfutter für Vögel.
  • Pflegeleicht und robust.
  • Hagebutte ist keine Pflanze, sondern die Frucht verschiedener Wildrosen-Arten (sehen unterschiedlich aus).
  • Geeignet für Tee, Fruchtaufstriche (Hiffenmark), Suppe
  • Und natürlich: Juckpulver. „Kerne“ beim Verarbeiten sorgfältig entfernen. Handschuhe tragen und Auskratzen oder kochend passieren.

Kann ein einziger Strauch wirklich gleichzeitig Vogelrestaurant, Insektenweide und Naschhecke sein?

  • Ja! Viele Wildobstarten sind wahre Tiermagneten.
  • Manche Gärtner pflanzen bewusst für die Natur.
  • Vögel und Insekten finden Nahrung, wenn andere Quellen knapp sind.
  • Die Tiere danken es mit natürlicher Schädlingsbekämpfung im Garten.

Und was ist mit der Maulbeere – gehört die eigentlich dazu?

  • Sehr spannende Wildobstart.
  • Ursprünglich nicht heimisch.
  • Stammt je nach Art aus Asien oder Nordamerika.
  • Seit Jahrhunderten in Deutschland kultiviert.
  • Früchte schmecken süß und erinnern an Brombeeren.
  • Alte Maulbeerbäume können beeindruckend groß werden.Fun Fact: Maulbeerbäume wurden früher gepflanzt, um Seidenraupen zu füttern.

Wie und wo pflanze ich Wildobst am besten?

  • Am besten im Herbst (Oktober/November) oder im zeitigen Frühjahr.
  • Die meisten Arten mögen Sonne bis Halbschatten.
  • Ideal als Hecke oder lockere Gehölzgruppe.
  • Auch Einzelstellung möglich.
  • Beim Pflanzen hilft eine gute Bodenvorbereitung mit Kompost oder einem Bodenverbesserer wie Terra Preta BodenVerbesserer, damit die Gehölze gut einwurzeln.
  • Humoser Boden fördert das Wachstum. Also gern NeudoHum PflanzErde ins Pflanzloch geben.
  • Nach dem Anwachsen kommen viele Arten mit Trockenheit gut zurecht.

Welche Fehler machen Anfänger häufig?

  • Zu wenig Platz einplanen.
  • Früchte zu früh ernten.
  • Zu stark schneiden.
  • Zu wenige verschiedene Arten pflanzen.

Zu wenig Arten?

  • Je mehr verschiedene Arten blühen und Früchte tragen, desto länger finden Vögel und Insekten Nahrung.

Wenn ich nur Platz für einen einzigen Wildobststrauch habe – welcher wäre die beste Wahl?

  • Holunder
  • Blüten und Früchte nutzbar.
  • Sehr wertvoll für Vögel.
  • Schnell wachsend.
  • Robust.
  • Alternative: Kornelkirsche
  • Frühblüher.
  • Sehr langlebig.
  • Schöne Früchte.
  • Wertvoll für Insekten.

3 Tipps

  • Fang mit einer Felsenbirne oder Kornelkirsche an.
  • Vergiss die Pflege, sobald das Wildobst eingewurzelt ist.
  • Lass die letzten Früchte für die Vögel hängen.
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