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Einfach natürlich Gärtnern · Today · 12 min

Buchsbaum - Alternativen

Was tun, wenn der Zünsler alles kahlgefressen hat?? Buchsbaum-Alternativen Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com Warum ist Buchsbaum so beliebt? Echtes Multitalent. Passt in Bauerngärten, moderne Gärten, formale Gärten, elegante Gärten … Wächst langsam und bleibt lange in Form. Verzweigt sich sehr dicht und wirkt deshalb immer ordentlich. Außergewöhnlich schnittverträglich – ideal für Kugeln, Kegeln, Spiralen, niedrige Einfassungen etc. Immergrün und kann viele Jahrzehnte alt werden. War eigentlich mal total pflegeleicht – inzwischen aber nicht mehr! Fun Fact: Schon die alten Römer haben ihre Gärten mit Buchs geschmückt. Schon vor rund 2.000 Jahren haben die Römer Buchs zu Hecken, Kugeln und sogar kunstvollen Figuren geschnitten. Buchs gehört damit zu den ältesten Zierpflanzen Europas. Und das Verrückte ist: Wir pflanzen ihn heute aus genau denselben Gründen wie die Römer vor 2.000 Jahren. Manche Gartenideen kommen eben nie aus der Mode. Warum macht der Buchs seinen Besitzern heute so oft Kummer? Weil gleich zwei Probleme zusammenkommen: Buchsbaumzünsler (Raupe) frisst die Pflanzen kahl. Buchsbaumtriebsterben (Pilzkrankheit) befällt Blätter und Triebe Beides zusammen schwächt die Pflanzen erheblich. Der Zünsler kann Sträucher völlig kahl fressen. Die treiben zwar wieder aus, aber das machen die auch nur 2-3 mal mit, dann sind sie tot Darum kann man inzwischen kaum noch Buchs kaufen. Wenn man nach Alternativen sucht, stolpert man fast zwangsläufig über den Namen Ilex crenata. Sieht dem Buchs verblüffend ähnlich. Ist das tatsächlich der perfekte Ersatz? Optisch tatsächlich sehr nah dran. Kleine, glänzende Blätter, immergrün, formschnittverträglich. Wird oft als erste Alternative empfohlen, hat aber ihre eigenen Ansprüche. Braucht leicht sauren, humusreichen Boden; wächst nicht gut auf kalkreichen Böden. Wer Rhododendren im Garten erfolgreich kultiviert, hat meistens auch gute Voraussetzungen für Ilex. Aber: Reagiert empfindlich auf Trockenheit, Staunässe und harten Frost (> 15 °C). Was kann man pflanzen, wenn man eine robuste Buchsalternative will, die möglichst wenig Probleme macht? Wie wäre es mit Eibe (Taxus)?! Extrem langlebig, verträgt selbst kräftige Rückschnitte hervorragend. Geeignet für Hecken und Formgehölze. Sieht mit ihren dunklen Nadeln allerdings sehr anders aus als Buchs. Und alle Pflanzenteile außer dem roten Samenmantel sind giftig. Sollte man bedenken, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Garten unterwegs sind. Außerdem ist Eibe deutlich teurer als Buchs Welche immergrünen Alternativen gibt es außer Ilex und Eibe? Heckenmyrthe (Lonicera nitida, v.a. Sorte Maigrün) Wächst schnell und ist vergleichsweise günstig. Funktionale Alternative für niedrige Einfassungen. Muss man allerdings oft schneiden, mindestens 3x pro Jahr. Wintergrüner Gamander (Teucrium × lucidrys) Schnittverträglich wie Buchs. Blüht rosa bis purpur von Juni bis September. Sehr gut für Insekten – viel besser als Buchs. Mediterrane Pflanze, friert manchmal oberirdisch zurück. Eine Pflanze sieht man immer häufiger im Gartencenter: „Bloombux. Was steckt dahinter? Eigentlich ein kleinblättriger Rhododendron. Wächst dicht und lässt sich gut in Form schneiden. Geeignet für niedrige Hecken und kleine Formgehölze. Blüht im Frühjahr rosa – das ist etwas, was der Buchs nie konnte. Aber der „bessere Buchs“ ist es auch nicht unbedingt. Braucht lockeren, frischen Boden ohne Staunässe. Sollte direkt nach der Blüte geschnitten werden, damit neue Blütenknospen gebildet werden. Wer mit Rhododendren gut zurechtkommt, wird i.d.R. auch mit Bloombux Freude haben. Das heißt, wer sich für Bloombux entscheidet, bekommt eigentlich zwei Pflanzen in einer: ein Formgehölz und einen Blütenstrauch. Kann man so sehen. Wer Farbe sucht, findet in Bloombux eine spannende Alternative.Muss allerdings rosa oder weiß mögen Wer den klassischen, ruhigen Buchs-Look sucht, ist meistens mit Ilex oder Eibe besser beraten. Du hast mehrfach den Boden angesprochen. Ist der wirklich so wichtig? Intuitiv würde man die neue Pflanze einfach dahin setzen, wo vorher der Buchs stand. Boden ist schon wichtig. Die beste Alternative nützt nichts, wenn der Boden nicht passt. Buchs bevorzugt kalkhaltige Böden, Ilex und Bloombux mögen eher humusreiche Böden, die leicht sauer sein können. Aber sie tolerieren auch kalkhaltige Böden. pH-Bodentest hilft bei der Überprüfung. Eiben sind tolerant, vertragen aber keine Staunässe. Tipp: Boden vor dem Pflanzen mit *torffreier NeudoHum Erde* und Terra Preta BodenVerbesserer verbessern. Viele Buchsfreunde lieben diese perfekt geschnittenen Kugeln oder niedrige Beeteinfassungen. Bekommt man das mit den neuen Pflanzen genauso hin? Gut schneiden lassen sich alle Alternativen. Aber bei den blühenden Alternativen sieht es schon anders aus. Schnitt wird am schönsten, wenn man regelmäßig kleine Korrekturen macht. Das kostet Blütenknospen. Am besten an einem bedeckten Tag schneiden. In der Sonne können die Blätter und Nadeln Schaden nehmen, die durch den Schnitt ans Licht kommen. Für Kugeln und Kegel Schablonen und Schnüre benutzen, um die gewünschte Form zu erreichen. Jetzt stehen die neuen Pflanzen im Garten. Was kann man von Anfang antun, damit sie kräftig wachsen und gar nicht erst anfällig für Schädlinge oder Krankheiten werden? Der wichtigste Pflanzenschutz: gesunder, fruchtbarer Boden. Boden vor dem Pflanzen mit Kompost und/oder Neudorff Terra Preta *Bodenverbesserer* anreichern. Verbessert Bodenstruktur, fördert Bodenleben und sorgt dafür, dass Wasser und Nährstoffe besser gespeichert werden. Düngen am besten mit organischem Dünger (Azet Baum-, Strauch- und HeckenDünger). Gibt seine Nährstoffe nach und nach frei. Gut für gleichmäßiges Wachstum und kräftige Wurzeln. In den ersten Jahren (bis sich ein tiefes Wurzelsystem entwickelt hat) regelmäßig gießen. Klingt so, als würde man nicht die Pflanze düngen, sondern den Boden! Genauso ist es. Wenn der Boden gesund ist, wachsen auch die Pflanzen besser. Zum Schluss: Man hört von BetterBuxus und anderen neuen Buchssorten. Die Rettung? Züchter haben in den letzten Jahren viel gearbeitet. Ziel: Pflanzen, die widerstandsfähiger gegen das Buchsbaumtriebsterben sind. Gelingt bei einigen Sorten tatsächlich. Gegen den Zünsler sind aber auch diese Sorten nicht resistent. Wenig Pflegeaufwand gewünscht -> gut ausgewählte Alternative ist entspannter. Viele suchen einen Zwilling. Dabei kann es sich lohnen, umzudenken. Vielleicht passt eine blühende Einfassung oder eine lockere Hecke sogar besser zum Garten. 3 Tipps: Gesunder Buchs muss nicht weg. Nicht den perfekten Buchs-Ersatz suchen, sondern die Pflanze, die zum Garten und zum Boden passt. Kräftige Wurzeln = vorbeugender Pflanzenschutz.

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Was tun, wenn der Zünsler alles kahlgefressen hat??

Buchsbaum-Alternativen

Mehr Infos zum naturgemäßen Gärtnern gibt es unter www.neudorff.com

Und eine direkte Nachricht könnt Ihr gern senden an sabine.klingelhoefer@neudorff.com

Warum ist Buchsbaum so beliebt?

  • Echtes Multitalent.
  • Passt in Bauerngärten, moderne Gärten, formale Gärten, elegante Gärten …
  • Wächst langsam und bleibt lange in Form.
  • Verzweigt sich sehr dicht und wirkt deshalb immer ordentlich.
  • Außergewöhnlich schnittverträglich – ideal für Kugeln, Kegeln, Spiralen, niedrige Einfassungen etc.
  • Immergrün und kann viele Jahrzehnte alt werden.
  • War eigentlich mal total pflegeleicht – inzwischen aber nicht mehr!

Fun Fact: Schon die alten Römer haben ihre Gärten mit Buchs geschmückt.

  • Schon vor rund 2.000 Jahren haben die Römer Buchs zu Hecken, Kugeln und sogar kunstvollen Figuren geschnitten.
  • Buchs gehört damit zu den ältesten Zierpflanzen Europas.
  • Und das Verrückte ist: Wir pflanzen ihn heute aus genau denselben Gründen wie die Römer vor 2.000 Jahren. Manche Gartenideen kommen eben nie aus der Mode.

Warum macht der Buchs seinen Besitzern heute so oft Kummer?

  • Weil gleich zwei Probleme zusammenkommen:
  • Buchsbaumzünsler (Raupe) frisst die Pflanzen kahl.
  • Buchsbaumtriebsterben (Pilzkrankheit) befällt Blätter und Triebe
  • Beides zusammen schwächt die Pflanzen erheblich.
  • Der Zünsler kann Sträucher völlig kahl fressen. Die treiben zwar wieder aus, aber das machen die auch nur 2-3 mal mit, dann sind sie tot
  • Darum kann man inzwischen kaum noch Buchs kaufen.

Wenn man nach Alternativen sucht, stolpert man fast zwangsläufig über den Namen Ilex crenata. Sieht dem Buchs verblüffend ähnlich. Ist das tatsächlich der perfekte Ersatz?

  • Optisch tatsächlich sehr nah dran.
  • Kleine, glänzende Blätter, immergrün, formschnittverträglich.
  • Wird oft als erste Alternative empfohlen, hat aber ihre eigenen Ansprüche.
  • Braucht leicht sauren, humusreichen Boden; wächst nicht gut auf kalkreichen Böden.
  • Wer Rhododendren im Garten erfolgreich kultiviert, hat meistens auch gute Voraussetzungen für Ilex.
  • Aber: Reagiert empfindlich auf Trockenheit, Staunässe und harten Frost (> 15 °C).

Was kann man pflanzen, wenn man eine robuste Buchsalternative will, die möglichst wenig Probleme macht?

  • Wie wäre es mit Eibe (Taxus)?!
  • Extrem langlebig, verträgt selbst kräftige Rückschnitte hervorragend.
  • Geeignet für Hecken und Formgehölze.
  • Sieht mit ihren dunklen Nadeln allerdings sehr anders aus als Buchs.
  • Und alle Pflanzenteile außer dem roten Samenmantel sind giftig. Sollte man bedenken, wenn kleine Kinder oder Haustiere im Garten unterwegs sind.
  • Außerdem ist Eibe deutlich teurer als Buchs

Welche immergrünen Alternativen gibt es außer Ilex und Eibe?

Heckenmyrthe (Lonicera nitida, v.a. Sorte Maigrün)

  • Wächst schnell und ist vergleichsweise günstig.
  • Funktionale Alternative für niedrige Einfassungen.
  • Muss man allerdings oft schneiden, mindestens 3x pro Jahr.

Wintergrüner Gamander (Teucrium × lucidrys)

  • Schnittverträglich wie Buchs.
  • Blüht rosa bis purpur von Juni bis September.
  • Sehr gut für Insekten – viel besser als Buchs.
  • Mediterrane Pflanze, friert manchmal oberirdisch zurück.

Eine Pflanze sieht man immer häufiger im Gartencenter: „Bloombux. Was steckt dahinter?

  • Eigentlich ein kleinblättriger Rhododendron.
  • Wächst dicht und lässt sich gut in Form schneiden.
  • Geeignet für niedrige Hecken und kleine Formgehölze.
  • Blüht im Frühjahr rosa – das ist etwas, was der Buchs nie konnte.
  • Aber der „bessere Buchs“ ist es auch nicht unbedingt.
  • Braucht lockeren, frischen Boden ohne Staunässe.
  • Sollte direkt nach der Blüte geschnitten werden, damit neue Blütenknospen gebildet werden.
  • Wer mit Rhododendren gut zurechtkommt, wird i.d.R. auch mit Bloombux Freude haben.

Das heißt, wer sich für Bloombux entscheidet, bekommt eigentlich zwei Pflanzen in einer: ein Formgehölz und einen Blütenstrauch.

  • Kann man so sehen.
  • Wer Farbe sucht, findet in Bloombux eine spannende Alternative.Muss allerdings rosa oder weiß mögen
  • Wer den klassischen, ruhigen Buchs-Look sucht, ist meistens mit Ilex oder Eibe besser beraten.

Du hast mehrfach den Boden angesprochen. Ist der wirklich so wichtig? Intuitiv würde man die neue Pflanze einfach dahin setzen, wo vorher der Buchs stand.

  • Boden ist schon wichtig. Die beste Alternative nützt nichts, wenn der Boden nicht passt.
  • Buchs bevorzugt kalkhaltige Böden, Ilex und Bloombux mögen eher humusreiche Böden, die leicht sauer sein können. Aber sie tolerieren auch kalkhaltige Böden.
  • pH-Bodentest hilft bei der Überprüfung.
  • Eiben sind tolerant, vertragen aber keine Staunässe.
  • Tipp: Boden vor dem Pflanzen mit *torffreier NeudoHum Erde* und Terra Preta BodenVerbesserer verbessern.

Viele Buchsfreunde lieben diese perfekt geschnittenen Kugeln oder niedrige Beeteinfassungen. Bekommt man das mit den neuen Pflanzen genauso hin?

  • Gut schneiden lassen sich alle Alternativen.
  • Aber bei den blühenden Alternativen sieht es schon anders aus.
  • Schnitt wird am schönsten, wenn man regelmäßig kleine Korrekturen macht.
  • Das kostet Blütenknospen.
  • Am besten an einem bedeckten Tag schneiden.
  • In der Sonne können die Blätter und Nadeln Schaden nehmen, die durch den Schnitt ans Licht kommen.
  • Für Kugeln und Kegel Schablonen und Schnüre benutzen, um die gewünschte Form zu erreichen.

Jetzt stehen die neuen Pflanzen im Garten. Was kann man von Anfang antun, damit sie kräftig wachsen und gar nicht erst anfällig für Schädlinge oder Krankheiten werden?

  • Der wichtigste Pflanzenschutz: gesunder, fruchtbarer Boden.
  • Boden vor dem Pflanzen mit Kompost und/oder Neudorff Terra Preta *Bodenverbesserer* anreichern.
  • Verbessert Bodenstruktur, fördert Bodenleben und sorgt dafür, dass Wasser und Nährstoffe besser gespeichert werden.
  • Düngen am besten mit organischem Dünger (Azet Baum-, Strauch- und HeckenDünger).
  • Gibt seine Nährstoffe nach und nach frei.
  • Gut für gleichmäßiges Wachstum und kräftige Wurzeln.
  • In den ersten Jahren (bis sich ein tiefes Wurzelsystem entwickelt hat) regelmäßig gießen.

Klingt so, als würde man nicht die Pflanze düngen, sondern den Boden!

  • Genauso ist es. Wenn der Boden gesund ist, wachsen auch die Pflanzen besser.

Zum Schluss: Man hört von BetterBuxus und anderen neuen Buchssorten. Die Rettung?

  • Züchter haben in den letzten Jahren viel gearbeitet.
  • Ziel: Pflanzen, die widerstandsfähiger gegen das Buchsbaumtriebsterben sind.
  • Gelingt bei einigen Sorten tatsächlich.
  • Gegen den Zünsler sind aber auch diese Sorten nicht resistent.
  • Wenig Pflegeaufwand gewünscht -> gut ausgewählte Alternative ist entspannter.
  • Viele suchen einen Zwilling. Dabei kann es sich lohnen, umzudenken. Vielleicht passt eine blühende Einfassung oder eine lockere Hecke sogar besser zum Garten.

3 Tipps:

  • Gesunder Buchs muss nicht weg.
  • Nicht den perfekten Buchs-Ersatz suchen, sondern die Pflanze, die zum Garten und zum Boden passt.
  • Kräftige Wurzeln = vorbeugender Pflanzenschutz.
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