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einbiszwei · April 20

Wie wird mein Sohn nicht zum Macker, Dr. Jelena Büchner-Spielberger?

Was ist bloß los mit den Männern? Wieso haben Typen wie bspw. Andrew Tate, die offen Frauenhass propagieren und Gewalt gegen Frauen in Ordnung finden, auf Social Media Millionen junge Männer als Follower? Warum tummeln sich in dieser sogenannten „Manosphere” so irre viele Männer, die der absurden Meinung sind, sie hätten einen Anspruch darauf, dass Frauen sich ihnen unterordnen und wenn das nicht passiert, dürfte ein Mann auch mal andere Seiten aufziehen – was ist da bloß los? Dr. Jelena Büchner-Spielberger ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin und beschäftigt sich mit Geschlechterforschung, Migrationsforschung und sexualisierter Gewalt. Sie sagt: Männlichkeit ist nichts, womit Kinder auf die Welt kommen. Kinder lernen, wie sie sich verhalten sollen. Schon von klein auf werden Jungs anders behandelt als Mädchen. Noch immer gibt es für Jungs ein starres Korsett an Verhalten, dass sie zu tun oder zu lassen haben, um „männlich” zu sein. Das traditionell Männliche beinhaltet auch 2026 immer noch, sich möglichst dominant zu zeigen, Schmerzempfindlichkeit zu reduzieren, Risiken einzugehen, Hierarchien einzufordern. Egal ob in der Schule, beim Sport oder bei den Freunden – es geht um Durchsetzungsvermögen, Härte, Konkurrenz. Schwäche und Zuneigung: Das ist nicht „erlaubt”. Das setzt sich auf Social Media fort. Antifeministische Alphamänner- Accounts wie von Andrew Tate propagieren offen Frauenhass und legitimieren Gewalt an Frauen. Und sie haben Millionen junge Männer als Follower. Die Kernthese der „Manosphere”: Männer werden um den vermeintlich männlichen „Anspruch” auf weibliche Aufmerksamkeit und Unterordnung betrogen. Diese Form von Männlichkeit, die in unserer Gesellschaft immer noch dominiert, führt letztendlich zu (sexualisierter) Gewalt, sagt Jelena Büchner-Spielberger. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Dr. Jelena Büchner-Spielberger auf Instagram @jelenaleoniolga Zur Promotion von Dr. Jelena Büchner-Spielberger (01/26) Männlichkeiten, neue Vaterschaft und Migration Interview der Süddeutsche Zeitung mit Dr. Jelena Büchner-Spielberger (11/25) Man kann ja gar nicht unpolitisch erziehen Report des Jugendschutz.net zu Antifeminismus (09/25) Antifeminismus online Hessischer Jugendring: Artikel von detox identity (03/24) Was Jungen durch Männlichkeit verlernen ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch

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Dr. Jelena Büchner-Spielberger

Was ist bloß los mit den Männern? Wieso haben Typen wie bspw. Andrew Tate, die offen Frauenhass propagieren und Gewalt gegen Frauen in Ordnung finden, auf Social Media Millionen junge Männer als Follower? Warum tummeln sich in dieser sogenannten „Manosphere” so irre viele Männer, die der absurden Meinung sind, sie hätten einen Anspruch darauf, dass Frauen sich ihnen unterordnen und wenn das nicht passiert, dürfte ein Mann auch mal andere Seiten aufziehen – was ist da bloß los?

Dr. Jelena Büchner-Spielberger ist promovierte Erziehungswissenschaftlerin und beschäftigt sich mit Geschlechterforschung, Migrationsforschung und sexualisierter Gewalt. Sie sagt: Männlichkeit ist nichts, womit Kinder auf die Welt kommen. Kinder lernen, wie sie sich verhalten sollen. Schon von klein auf werden Jungs anders behandelt als Mädchen. Noch immer gibt es für Jungs ein starres Korsett an Verhalten, dass sie zu tun oder zu lassen haben, um „männlich” zu sein. Das traditionell Männliche beinhaltet auch 2026 immer noch, sich möglichst dominant zu zeigen, Schmerzempfindlichkeit zu reduzieren, Risiken einzugehen, Hierarchien einzufordern. Egal ob in der Schule, beim Sport oder bei den Freunden – es geht um Durchsetzungsvermögen, Härte, Konkurrenz. Schwäche und Zuneigung: Das ist nicht „erlaubt”.

Das setzt sich auf Social Media fort. Antifeministische Alphamänner- Accounts wie von Andrew Tate propagieren offen Frauenhass und legitimieren Gewalt an Frauen. Und sie haben Millionen junge Männer als Follower. Die Kernthese der „Manosphere”: Männer werden um den vermeintlich männlichen „Anspruch” auf weibliche Aufmerksamkeit und Unterordnung betrogen.

Diese Form von Männlichkeit, die in unserer Gesellschaft immer noch dominiert, führt letztendlich zu (sexualisierter) Gewalt, sagt Jelena Büchner-Spielberger.


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WEITERE INFOS

Dr. Jelena Büchner-Spielberger auf Instagram @jelenaleoniolga

Zur Promotion von Dr. Jelena Büchner-Spielberger (01/26) Männlichkeiten, neue Vaterschaft und Migration

Interview der Süddeutsche Zeitung mit Dr. Jelena Büchner-Spielberger (11/25) Man kann ja gar nicht unpolitisch erziehen

Report des Jugendschutz.net zu Antifeminismus (09/25) Antifeminismus online

Hessischer Jugendring: Artikel von detox identity (03/24) Was Jungen durch Männlichkeit verlernen


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HILFEANGEBOTE:

Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
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