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einbiszwei · April 13

Die Scham muss die Seiten wechseln – aber wie, Sonja Eismann?

Wie kann man es verhindern, dass die Empörung über den Fall Collien Fernandes, über die Aftershowpartys von Rammstein, über die Vergewaltigung von Gisèle Pelicot rasch wieder verpufft? Wie bekommt man es hin, dass nicht immer nur die Betroffenen diejenigen sind, die sich um Veränderungen kümmern müssen? Sonja Eismann hat darauf möglicherweise Antworten. Sie ist die Herausgeberin des „Missy Magazine“, eines der innovativsten und originellsten Pop-Kultur-Magazine in Deutschland. Über sexuelle Gewalt in der Musikbranche hat sie gerade „Candy Girls – Sexismus in der Musikindustrie“ geschrieben. „Missy ist das Magazin für Pop, Politik und Feminismus” – das ist die knappe Kurzbeschreibung. Gegründet wurde „Missy Magazine” vor acht Jahren von Sonja Eismann, die damals der Meinung war, dass Popkultur und Feminismus in der Medienlandschaft nirgends gut zusammengedacht werden. Als Musikjournalistin hatte Sonja Eismann erlebt, wie männerdominiert Redaktionen, Musikkonzerne, die ganze Welt der Popkultur immer noch sind. Gleichzeitig waren klassische feministische Zeitungen und Zeitschriften popkulturell wenig anschlussfähig, oft gab es da viel Theorie, aber wenig Pop. Mit dem „Missy Magazine“ wollte sie das anders machen – und das ist gelungen: Mittlerweile gibt es ein ganzes Missy-Universum mit Magazin, Podcast, Insta-Live-Talks, Online-Kolumnen, TikTok-Videos und Newsletter. Und immer wieder geht es auch um sexuelle Gewalt in der Musikbranche. In ihrem Buch „Candy Girls“ beschreibt sie, dass Sexismus und sexuelle Gewalt keine Ausrutscher sind, sondern durch die männerdominierten Strukturen der Musikindustrie erst ermöglicht werden. Wie kann die Scham die Seiten wechseln? Darüber sprechen wir mit Sonja Eismann bei einbiszwei. ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ WEITERE INFOS Zum Missy-Magazine Website Portrait über Sonja Eismann von progress (2012) Einfach ein geiles Heft Sonja Eismanns neuestes Buch (09/25) Candy Girls – Sexismus in der Musikindustrie Standard-Interview mit Sonja Eismann (09/25) „Die Popindustrie nährt sich von der Konsumierbarkeit junger Frauenkörper” BR/Bayern2 Artikel über „Candy Girls” (09/25) Dieses Buch entlarvt, wie sexistisch die Musikindustrie ist und schon immer war Kommentar von Sonja Eismann bei Deutschlandfunk Kultur (11/25) Feminismus – Die Scham umkehren, nur wie? Deutschlandfunk Kultur Beitrag mit Sonja Eismann (02/26) Pelicots Memoiren sind „ein Triumph für den Feminismus“ ⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯⋯ HILFEANGEBOTE: Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch

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Sonja Eismann

Wie kann man es verhindern, dass die Empörung über den Fall Collien Fernandes, über die Aftershowpartys von Rammstein, über die Vergewaltigung von Gisèle Pelicot rasch wieder verpufft? Wie bekommt man es hin, dass nicht immer nur die Betroffenen diejenigen sind, die sich um Veränderungen kümmern müssen? Sonja Eismann hat darauf möglicherweise Antworten. Sie ist die Herausgeberin des „Missy Magazine“, eines der innovativsten und originellsten Pop-Kultur-Magazine in Deutschland. Über sexuelle Gewalt in der Musikbranche hat sie gerade „Candy Girls – Sexismus in der Musikindustrie“ geschrieben.

„Missy ist das Magazin für Pop, Politik und Feminismus” – das ist die knappe Kurzbeschreibung. Gegründet wurde „Missy Magazine” vor acht Jahren von Sonja Eismann, die damals der Meinung war, dass Popkultur und Feminismus in der Medienlandschaft nirgends gut zusammengedacht werden. Als Musikjournalistin hatte Sonja Eismann erlebt, wie männerdominiert Redaktionen, Musikkonzerne, die ganze Welt der Popkultur immer noch sind. Gleichzeitig waren klassische feministische Zeitungen und Zeitschriften popkulturell wenig anschlussfähig, oft gab es da viel Theorie, aber wenig Pop. Mit dem „Missy Magazine“ wollte sie das anders machen – und das ist gelungen:

Mittlerweile gibt es ein ganzes Missy-Universum mit Magazin, Podcast, Insta-Live-Talks, Online-Kolumnen, TikTok-Videos und Newsletter.

Und immer wieder geht es auch um sexuelle Gewalt in der Musikbranche. In ihrem Buch „Candy Girls“ beschreibt sie, dass Sexismus und sexuelle Gewalt keine Ausrutscher sind, sondern durch die männerdominierten Strukturen der Musikindustrie erst ermöglicht werden. Wie kann die Scham die Seiten wechseln? Darüber sprechen wir mit Sonja Eismann bei einbiszwei.


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WEITERE INFOS

Zum Missy-Magazine Website

Portrait über Sonja Eismann von progress (2012) Einfach ein geiles Heft

Sonja Eismanns neuestes Buch (09/25) Candy Girls – Sexismus in der Musikindustrie

Standard-Interview mit Sonja Eismann (09/25) „Die Popindustrie nährt sich von der Konsumierbarkeit junger Frauenkörper”

BR/Bayern2 Artikel über „Candy Girls” (09/25) Dieses Buch entlarvt, wie sexistisch die Musikindustrie ist und schon immer war

Kommentar von Sonja Eismann bei Deutschlandfunk Kultur (11/25) Feminismus – Die Scham umkehren, nur wie?

Deutschlandfunk Kultur Beitrag mit Sonja Eismann (02/26) Pelicots Memoiren sind „ein Triumph für den Feminismus“


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HILFEANGEBOTE:

Wenn du Missbrauch erlebt hast, und Hilfe oder Beratung suchst, kannst du dich auch an diese Stellen wenden: Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch 0800 22 55 530 – anonym und kostenfrei Telefonzeiten: Mo., Mi., Fr.: 9.00 bis 14.00 Uhr Di., Do.: 15.00 bis 20.00 Uhr oder Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch
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