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Ehrenamt 2.0 · Wednesday · 41 min

Machtsamkeit

In jedem Verein wirken acht Formen von Macht, aber nur eine davon ist an ein Amt gebunden. Die anderen sieben sieht man meistens nicht, wirksam sind sie trotzdem. Mit dieser Folge startet unsere neue Serie “Wer entscheidet hier eigentlich?”: fünf Folgen über Machtstrukturen, Entscheidungen und Wirksamkeit im Verein. Zum Einstieg klären Fabio und Isi, was Macht überhaupt ist und welche Formen sie annimmt. Isi hat sich dafür in die Forschung der Uni Wien zu Organisationen, Vereinen und NGOs eingelesen; mit einer Kernerkenntnis, die man zweimal lesen sollte: Geteilte Führung, wie wir sie im Verein mit vielen Ämtern und Aufgabenbereichen kennen, bedeutet nicht automatisch, dass auch der Einfluss geteilt ist. Wer eine offizielle Rolle hat, ist weiterhin näher an den strategischen Entscheidungen als Ehrenamtliche, die eher ausführend arbeiten. Wir sprechen darüber, warum Isi dieses Thema aus ihren Workshops und Coachings mitgebracht hat: Eine passende Lösung zu finden ist das eine, sie im Verein umzusetzen scheitert oft an unsichtbaren Strukturen, die mitentscheiden, ob überhaupt etwas passiert. Dazu erzählt Fabio, wie sein Verein „Köln spricht“ trotz flacher Hierarchien und Konsensverfahren an genau diesen Machtfragen zerbrochen ist. Im Zentrum der Folge stehen die acht Formen der Macht. In dieser Folge erfährst du: warum wir beide das Wort „Macht“ schwierig finden und lieber von Einfluss sprechen und wie wir Macht definieren: als Einflussmöglichkeit auf Personen oder Personengruppen, Entscheidungen und Aktionen wieso geteilte Führung im Verein nicht automatisch heißt, dass auch der Einfluss geteilt ist welche acht Machtformen wirken: formelle Macht, Wissen, Informationen, Beziehungen und Netzwerke, Erfahrung und Tradition, Zeit und Präsenz, Umsetzungsmacht und soziale Macht was passiert, wenn nur Sabine weiß, wie man Förderanträge schreibt, und nur Leon weiß, wo welches Dokument liegt und warum das fast nie Absicht ist wo der Unterschied zwischen Beziehungen und Netzwerken (nach außen: Kommune, Fördergeber) und sozialer Macht (nach innen: Menschen auf die eigene Seite ziehen) liegt weshalb „Ich mache das jetzt schon seit 25 Jahren“ Diskussionen beenden kann, obwohl Erfahrung und Tradition extrem wertvoll sind wieso sich Zeit und Präsenz multiplizieren: Wer viel Zeit investiert, bekommt Wissen, Beziehungen und Posten und was das für alle heißt, die wegen Job, Familie oder anderer Verpflichtungen weniger Zeit haben was Umsetzungsmacht mit dem Satz „Ihr könnt das gerne anders entscheiden, aber dann macht ihr es auch“ zu tun hat Zum Schluss ordnen Fabio und Isi sich selbst ein: Fabio sieht seinen größten Einfluss in Wissen und sozialer Macht, Isi neben ihrer formellen Rolle vor allem in Erfahrung und beide schreiben sich gegenseitig noch die eine oder andere Machtform zu. Zum Mitnehmen: Es geht nicht darum, diese Machtformen abzuschaffen, denn in jeder einzelnen steckt viel Wert. Es geht darum, sie überhaupt zu erkennen. In der nächsten Folge klären wir deshalb, ob Macht etwas Schlechtes ist, wann sie destruktiv und wann sie konstruktiv wirkt und wir lösen auf, wo Fabio und Isi sich in ihrer Machtausübung ähneln und wo nicht. Abonniert Ehrenamt 2.0, wenn ihr die restlichen vier Folgen dieser Serie nicht verpassen wollt. Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns gerne fünf Sterne und eine Rezension bei Spotify oder Apple Podcasts da.

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show notes

In jedem Verein wirken acht Formen von Macht, aber nur eine davon ist an ein Amt gebunden. Die anderen sieben sieht man meistens nicht, wirksam sind sie trotzdem.

Mit dieser Folge startet unsere neue Serie “Wer entscheidet hier eigentlich?”: fünf Folgen über Machtstrukturen, Entscheidungen und Wirksamkeit im Verein. Zum Einstieg klären Fabio und Isi, was Macht überhaupt ist und welche Formen sie annimmt. Isi hat sich dafür in die Forschung der Uni Wien zu Organisationen, Vereinen und NGOs eingelesen; mit einer Kernerkenntnis, die man zweimal lesen sollte: Geteilte Führung, wie wir sie im Verein mit vielen Ämtern und Aufgabenbereichen kennen, bedeutet nicht automatisch, dass auch der Einfluss geteilt ist. Wer eine offizielle Rolle hat, ist weiterhin näher an den strategischen Entscheidungen als Ehrenamtliche, die eher ausführend arbeiten.

Wir sprechen darüber, warum Isi dieses Thema aus ihren Workshops und Coachings mitgebracht hat: Eine passende Lösung zu finden ist das eine, sie im Verein umzusetzen scheitert oft an unsichtbaren Strukturen, die mitentscheiden, ob überhaupt etwas passiert. Dazu erzählt Fabio, wie sein Verein „Köln spricht“ trotz flacher Hierarchien und Konsensverfahren an genau diesen Machtfragen zerbrochen ist. Im Zentrum der Folge stehen die acht Formen der Macht.

In dieser Folge erfährst du:

  • warum wir beide das Wort „Macht“ schwierig finden und lieber von Einfluss sprechen und wie wir Macht definieren: als Einflussmöglichkeit auf Personen oder Personengruppen, Entscheidungen und Aktionen
  • wieso geteilte Führung im Verein nicht automatisch heißt, dass auch der Einfluss geteilt ist
  • welche acht Machtformen wirken: formelle Macht, Wissen, Informationen, Beziehungen und Netzwerke, Erfahrung und Tradition, Zeit und Präsenz, Umsetzungsmacht und soziale Macht
  • was passiert, wenn nur Sabine weiß, wie man Förderanträge schreibt, und nur Leon weiß, wo welches Dokument liegt und warum das fast nie Absicht ist
  • wo der Unterschied zwischen Beziehungen und Netzwerken (nach außen: Kommune, Fördergeber) und sozialer Macht (nach innen: Menschen auf die eigene Seite ziehen) liegt
  • weshalb „Ich mache das jetzt schon seit 25 Jahren“ Diskussionen beenden kann, obwohl Erfahrung und Tradition extrem wertvoll sind
  • wieso sich Zeit und Präsenz multiplizieren: Wer viel Zeit investiert, bekommt Wissen, Beziehungen und Posten und was das für alle heißt, die wegen Job, Familie oder anderer Verpflichtungen weniger Zeit haben
  • was Umsetzungsmacht mit dem Satz „Ihr könnt das gerne anders entscheiden, aber dann macht ihr es auch“ zu tun hat

Zum Schluss ordnen Fabio und Isi sich selbst ein: Fabio sieht seinen größten Einfluss in Wissen und sozialer Macht, Isi neben ihrer formellen Rolle vor allem in Erfahrung und beide schreiben sich gegenseitig noch die eine oder andere Machtform zu.

Zum Mitnehmen: Es geht nicht darum, diese Machtformen abzuschaffen, denn in jeder einzelnen steckt viel Wert. Es geht darum, sie überhaupt zu erkennen. In der nächsten Folge klären wir deshalb, ob Macht etwas Schlechtes ist, wann sie destruktiv und wann sie konstruktiv wirkt und wir lösen auf, wo Fabio und Isi sich in ihrer Machtausübung ähneln und wo nicht.

Abonniert Ehrenamt 2.0, wenn ihr die restlichen vier Folgen dieser Serie nicht verpassen wollt. Wenn euch die Folge gefallen hat, lasst uns gerne fünf Sterne und eine Rezension bei Spotify oder Apple Podcasts da.