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show notes
Othmar Schoecks Bruder war Hobby-Cellist und spielte ihm oft die Gesangspartien aus dessen neuen Vokalwerken vor. So erstaunt es nicht, dass der Brunner Komponist auch dem Cello zu einem grossen gesanglichen Auftritt verhalf – wenn auch erst in seinem Spätwerk nach dem Krieg, im Jahr 1947.
Allerdings spielte nicht Schoecks Bruder die Uraufführung des spätromantischen Cellokonzerts in Zürich, sondern kein geringerer als Pierre Fournier, zusammen mit dem Tonhalle-Orchester Zürich.
Es ist ein ganz besonderes Konzert, in welchem das Soloinstrument nicht mit einem grossen Orchester musiziert, sondern eng verwoben mit einem kleineren Streichorchester dialogisiert. Wir erleben Schoeck hier als grossartigen Melodiker, wie auch als ideenreichen Harmoniker und begnadeten Kontrapunktiker. Der vielseitige Schlusssatz ist quasi eine Oper en miniature, inklusive grosser Gesangsszenen, einer Art Rezitativ und einem verspielten Finale.
Gäste von Moritz Weber sind die Dirigentin Graziella Contratto und die Cellistin Carla Keller.