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Mit 28 Jahren entschied sich die Bernerin Maya Fürst für ein Leben als Ordensfrau. Heute lebt sie als Schwester Helena bei den Elisabethinen in Linz in Oberösterreich. Sie studiert Theologie, macht Podcasts und ist auf Instagram aktiv. Die 35-Jährige räumt auf mit Klischees rund ums Klosterleben.
Mitten in der Linzer Innenstadt lebt Schwester Helena in einem barocken Kloster aus dem 18. Jahrhundert. Die 35-Jährige aus Bern hätte sich ihr Leben früher wohl selbst nicht so vorgestellt. Statt als Pflegefachfrau in der Schweiz, arbeitet und studiert sie heute als katholische Ordensfrau bei den Elisabethinen in Oberösterreich. Vor sieben Jahren trat sie in die Gemeinschaft ein und fand dort, wie sie sagt, nicht etwa einen Rückzug aus der Welt, sondern ihren persönlichen Lebensweg. «Ich bin nicht ins Kloster gegangen, weil ich in der Welt nicht klargekommen bin.»
Das Leben hinter den Klostermauern hat mit vielen Vorstellungen wenig gemeinsam. Schwester Helena studiert im siebten Semester Theologie, trifft Freundinnen, geht schwimmen oder ins Fitnesscenter und sucht den Austausch mit anderen jungen Ordensleuten.
Zwischen Tradition und Social Media
Wer Schwester Helena auf Instagram folgt, erhält Einblicke in eine Welt, die viele nur aus Filmen kennen. Mit Beiträgen, Podcasts und persönlichen Geschichten zeigt sie, wie modernes Ordensleben heute aussehen kann. Dabei geht es ihr nicht um Selbstdarstellung, sondern darum, Vorurteile abzubauen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen. Für Schwester Helena gehören Glaube und moderne Kommunikationsformen ganz selbstverständlich zusammen: «Es ist wichtig, dass wir dort präsent sind, wo die Menschen heute unterwegs sind.»