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Deutsche Börse-Podcast · April 29 · 43 min

"Rumrutschfaktor" im Depot: Wenn die Position den Schlaf raubt

Volatilität ist kein Monster: Warum Optionshändler Tino Joffroy Unruhe als Rohstoff sieht #3 Volatilität ist kein Monster: Warum Optionshändler Tino Joffroy Unruhe als Rohstoff sieht #3 Außen glänzen die Märkte, innen knirscht das Getriebe. US-Börsen nahe ihren Höchstständen, geopolitische Risiken, Konjunktursorgen und trotzdem scheinbare Ruhe. Für Optionshändler Tino Joffroy ist das kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Fall für den Blick unter die Motorhaube: VIX, Put-Call-Ratio, Terminstruktur. Die Oberfläche sagt: Alles okay. Das Innenleben sagt: Bitte nicht einschlafen. Im Gespräch mit Edda Vogt bei Börse@Home wird daraus keine Crash-Show, sondern eine ehrliche Lektion in Marktvernunft. Joffroy hält 30 % Cash, weil Chancen oft plötzlich kommen und schlechte Nachrichten noch schneller. Sein wichtigster Praxisfilter heißt "Rumrutschfaktor": Wer mit einer Position nicht mehr ruhig sitzt, sollte sie verkleinern. Nicht panisch raus, aber raus aus der Selbsttäuschung. Optionen sind für ihn Cashflow-Werkzeug, nicht Zocker-Zauberstab. Stillhaltergeschäfte können Prämien bringen, aber der Gewinn ist begrenzt und der Verlust kann bei schlechtem Risikomanagement wehtun. Die Botschaft: Langfristdepot und Trading sauber trennen, Cash nicht verachten, Risiken vorher durchdenken. Und vor allem: Der Markt verzeiht vieles, aber keine Disziplinlosigkeit. Erst denken, dann handeln. Der erste Verlust ist oft der kleinste. Zeitstempel Der Rumrutschfaktor (00:00:02) Einführung und Vorstellung (01:26) Aktuelle Marktlage (02:51) Tinos Cashquote (03:53) Umgang mit Nervosität (05:07) Börsenstammtische und Finanzmedien (06:27) Gruppendiskussionen können von wenigen Meinungen dominiert werden. Tino bevorzugt Bücher gegenüber Finanzmedien, um Zusammenhänge zu verstehen. Risiko und Unruhe am Markt (08:54) Unruhe ist für Optionsverkäufer positiv. Jede Situation fühlt sich einmalig an, weil jüngste Ereignisse am höchsten gewichtet werden. Die richtige Strategie finden (12:03) Jeder Anleger braucht eine individuelle Strategie. Ein wichtiger Indikator ist der „Rumrutschfaktor“: Bei Unwohlsein Positionen reduzieren. Möglichkeiten der Depot-Absicherung (15:51) Absicherung durch den Kauf von Puts ist komplex. Tino bevorzugt es, Positionen zu reduzieren statt das Portfolio abzusichern. Taktische Anpassung der Sparrate (18:02) Bei seinem langfristigen Vermögensaufbau passt Tino die Sparrate taktisch an und kauft bei Kursrückgängen („buy the dip“) nach. Optimale Positionsgröße und Zeithorizont (19:37) Tino wird bei einer Positionsgröße von 10 % vorsichtig. Sein kurzfristiger Horizont beträgt etwa vier Wochen. Umgang mit Einzelrisiken und Indexoptionen (21:09) Tino handelt auch Indexoptionen, da sie das Einzelrisiko reduzieren. Er handelt hauptsächlich an US-Börsen wegen besserer Liquidität. Einstiegspunkte und Geschäftsmodelle (26:28) Ratschlag für einen Rentner (29:27) Einem Rentner mit offensivem Portfolio rät Tino, langsam Gewinne mitzunehmen und sich nicht um das Erbe zu sorgen. Abhängigkeit vom US-Dollar (30:56) Tinos Lebensunterhalt (32:04) Tino lebt hauptsächlich vom Cashflow aus dem Optionshandel und betrachtet sein Depot als eine Firma, aus der er Geld entnimmt. Buchempfehlungen (33:14) Tino empfiehlt drei Bücher: „Market-Zyklen meistern“ von Howard Marks, „Mehr Geld als Gott“ und „Magier der Märkte“. Startkapital für den Optionshandel (35:54) Tino meint, dass man heute mit 100.000 Euro und einem Halbtagsjob mit dem Optionsverkauf beginnen könnte. Renditeziele im Optionshandel (37:58) Tinos Ziel ist eine Rendite von 1 % pro Monat, was aber nicht linear planbar ist und Schwankungen unterliegt. Risikomanagement (40:37) Tino schließt eine Optionsposition, wenn der Verlust 200 % der eingenommenen Prämie erreicht, um Verluste zu begrenzen.

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Volatilität ist kein Monster: Warum Optionshändler Tino Joffroy Unruhe als Rohstoff sieht #3

Volatilität ist kein Monster: Warum Optionshändler Tino Joffroy Unruhe als Rohstoff sieht #3

Außen glänzen die Märkte, innen knirscht das Getriebe. US-Börsen nahe ihren Höchstständen, geopolitische Risiken, Konjunktursorgen und trotzdem scheinbare Ruhe.

Für Optionshändler Tino Joffroy ist das kein Grund zur Entwarnung, sondern ein Fall für den Blick unter die Motorhaube: VIX, Put-Call-Ratio, Terminstruktur. Die Oberfläche sagt: Alles okay. Das Innenleben sagt: Bitte nicht einschlafen.

Im Gespräch mit Edda Vogt bei Börse@Home wird daraus keine Crash-Show, sondern eine ehrliche Lektion in Marktvernunft. Joffroy hält 30 % Cash, weil Chancen oft plötzlich kommen und schlechte Nachrichten noch schneller. Sein wichtigster Praxisfilter heißt "Rumrutschfaktor": Wer mit einer Position nicht mehr ruhig sitzt, sollte sie verkleinern. Nicht panisch raus, aber raus aus der Selbsttäuschung. Optionen sind für ihn Cashflow-Werkzeug, nicht Zocker-Zauberstab.

Stillhaltergeschäfte können Prämien bringen, aber der Gewinn ist begrenzt und der Verlust kann bei schlechtem Risikomanagement wehtun. Die Botschaft: Langfristdepot und Trading sauber trennen, Cash nicht verachten, Risiken vorher durchdenken. Und vor allem: Der Markt verzeiht vieles, aber keine Disziplinlosigkeit. Erst denken, dann handeln. Der erste Verlust ist oft der kleinste.

Zeitstempel

Der Rumrutschfaktor (00:00:02)

Einführung und Vorstellung (01:26)

Aktuelle Marktlage (02:51)

Tinos Cashquote (03:53)

Umgang mit Nervosität (05:07)

Börsenstammtische und Finanzmedien (06:27)

Gruppendiskussionen können von wenigen Meinungen dominiert werden. Tino bevorzugt Bücher gegenüber Finanzmedien, um Zusammenhänge zu verstehen.

Risiko und Unruhe am Markt (08:54)

Unruhe ist für Optionsverkäufer positiv. Jede Situation fühlt sich einmalig an, weil jüngste Ereignisse am höchsten gewichtet werden.

Die richtige Strategie finden (12:03)

Jeder Anleger braucht eine individuelle Strategie. Ein wichtiger Indikator ist der „Rumrutschfaktor“: Bei Unwohlsein Positionen reduzieren.

Möglichkeiten der Depot-Absicherung (15:51)

Absicherung durch den Kauf von Puts ist komplex. Tino bevorzugt es, Positionen zu reduzieren statt das Portfolio abzusichern.

Taktische Anpassung der Sparrate (18:02)

Bei seinem langfristigen Vermögensaufbau passt Tino die Sparrate taktisch an und kauft bei Kursrückgängen („buy the dip“) nach.

Optimale Positionsgröße und Zeithorizont (19:37)

Tino wird bei einer Positionsgröße von 10 % vorsichtig. Sein kurzfristiger Horizont beträgt etwa vier Wochen.

Umgang mit Einzelrisiken und Indexoptionen (21:09)

Tino handelt auch Indexoptionen, da sie das Einzelrisiko reduzieren. Er handelt hauptsächlich an US-Börsen wegen besserer Liquidität.

Einstiegspunkte und Geschäftsmodelle (26:28)

Ratschlag für einen Rentner (29:27)

Einem Rentner mit offensivem Portfolio rät Tino, langsam Gewinne mitzunehmen und sich nicht um das Erbe zu sorgen.

Abhängigkeit vom US-Dollar (30:56)

Tinos Lebensunterhalt (32:04)

Tino lebt hauptsächlich vom Cashflow aus dem Optionshandel und betrachtet sein Depot als eine Firma, aus der er Geld entnimmt.

Buchempfehlungen (33:14)

Tino empfiehlt drei Bücher: „Market-Zyklen meistern“ von Howard Marks, „Mehr Geld als Gott“ und „Magier der Märkte“.

Startkapital für den Optionshandel (35:54)

Tino meint, dass man heute mit 100.000 Euro und einem Halbtagsjob mit dem Optionsverkauf beginnen könnte.

Renditeziele im Optionshandel (37:58)

Tinos Ziel ist eine Rendite von 1 % pro Monat, was aber nicht linear planbar ist und Schwankungen unterliegt.

Risikomanagement (40:37)

Tino schließt eine Optionsposition, wenn der Verlust 200 % der eingenommenen Prämie erreicht, um Verluste zu begrenzen.