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In dieser Episode richtet Sabine den Blick auf ein Thema, das leider viel zu oft unterschätzt wird: die Verantwortung der Medien im Umgang mit dem Wolf. Der Pressekodex lässt keinen Spielraum für Interpretationen – Sorgfalt, Wahrhaftigkeit und Zurückhaltung sind Pflicht. Und doch zeigt sich in der Praxis immer wieder ein anderes Bild. Zu Gast ist Kerstin Frohoff-Hülsmann aus Wettringen bei Münster. Als Schafhalterin kennt sie die Herausforderungen auf der Weide ebenso wie die Dynamik öffentlicher Debatten. Genau aus dieser Verbindung entsteht ihre besondere Perspektive: aufmerksam, analytisch und konsequent. Kerstin beobachtet Medienberichte genau, sammelt Beispiele und wird aktiv, wenn Grenzen überschritten werden. Mit fundierten Beschwerden bei Redaktionen und dem Deutschen Presserat setzt sie sich für mehr journalistische Qualität ein – ruhig, beharrlich und mit klarem Ziel: eine faire, faktenbasierte Berichterstattung. Dabei bewegt sie sich in einem Spannungsfeld, das sie auch privat kennt: Ihr Mann ist Jäger, weder klar pro noch kontra Wolf. Gerade diese Zwischenposition macht deutlich, wie wichtig differenzierte Betrachtung jenseits von einfachen Fronten ist. Gemeinsam gehen Sabine und Kerstin konkreten Beispielen nach – aus Fachmedien, Jagdpresse und Tagesberichterstattung. Sie zeigen, wie tendenziöse Darstellungen entstehen, woran man sie erkennt und welche Wirkung sie entfalten. Vor allem aber geht es um konkrete Handlungsmöglichkeiten. Beschwerden beim Presserat sind kein bürokratisches Detail, sondern ein wirksames Instrument. Sie setzen Standards, schaffen Grenzen und können echte Veränderungen anstoßen. Diese Folge macht klar: Öffentlichkeit ist gestaltbar. Und jede Stimme, die hinschaut und sich einmischt, zählt.
Der Wolfspodcast ist eine Produktion von Sabine Sebald
Der Podcast wird ehrenamtlich aus eigenen Mitteln produziert und finanziert. Er richtet sich gegen Falschinformationen und arbeitet auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und sorgfältig recherchierter Fakten. Es entstehen Kosten für die redaktionelle Arbeit, den Hoster, das webbasierte Aufnahmetool, Studiotechnik, Technikdienstleister sowie Marketing (Flyer & Co.).
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Kontakt zur Redaktion:
Redaktion: Sabine Sebald, Kerstin Frohoff-Hülsmann
Technik und Produktion: Thomas Ganswindt
Cover-Design und Foto: Matthias Kays
Sprecher: Steffen Schambach
Das ist die Email-Adresse von Kerstin Frohoff-Hülsmann, über die ihr direkt mit ihr in Kontakt treten könnt:
Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf:
Maske Deutscher Presserat Beschwerden:
https://www.presserat.de/beschwerde.html
Deutscher Pressekodex:
https://www.presserat.de/pressekodex.html
Hier der Link zur Schlagzeile "Der Wolf beisst auch an Ostern zu":
Hier die Links zum Buch von Günther Bloch: „Der Wolf kehrt zurück“, aus dem Kerstin von der Möglichkeit der Beschwerde beim Deutschen Presserat erfahren hat:
https://www.amazon.de/Wolf-kehrt-zur%C3%BCck-Mensch-Koexistenz/dp/3440154041
Das Verfassen eines Leserbriefs gibt dir die Möglichkeit, auf einen Artikel, z. B. einen Bericht oder einen Kommentar in einer Zeitung oder auch auf einer Website, inhaltlich zu reagieren und dazu Stellung zu beziehen. Hier bekommst du Tipps dazu:
https://studyflix.de/deutsch/leserbrief-schreiben-2668
https://learnattack.de/deutsch/einen-leserbrief-schreiben
Rückgang von Risszahlen durch Herdenschutz in Brandenburg: https://lfu.brandenburg.de/lfu/de/aufgaben/natur/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/woelfe-in-brandenburg/schadensmanagement/nutztierrisse/#
Erfolgreicher Herdenschutz:
https://www.herdenschutzplushund.de/
Übergriffe bei überwiegend unzureichendem Herdenschutz: In Deutschland kam es durch Wolfsübergriffe bei in ca. 75 % ungeschützten Nutztieren im Jahr 2024 zu 4300 Tötungen, in vielen Fällen war der Herdenschutz nicht dokumentiert, die Zahl ungeschützter Nutztiere dürfte also erheblich höher liegen:
https://www.dbb-wolf.de/mehr/literatur-download/berichte-zu-praevention-und-nutztierschaeden
The effectiveness of livestock protection measures against wolves (Bruns, Waltert & Khorozyan 2020)
Die Arbeit „The effectiveness of livestock protection measures against wolves (Canis lupus) and implications for their co-existence with humans“ von Antonia Bruns, Matthias Waltert und Igor Khorozyan ist ein empirischer Review- und Metaanalyse-Artikel in Global Ecology and Conservation (2020). Sie bündelt verstreute Studien zu Herdenschutzmaßnahmen und bewertet deren Wirksamkeit quantitativ anhand relativer Schadensrisiken.
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2351989419306225
Reinhardt, I., F. Knauer, M. Herdtfelder, G. Kluth & P. Kaczensky (2023): Wie lassen sich Nutztierübergriffe durch Wölfe nachhaltig minimieren? – Eine Literaturübersicht mit Empfehlungen für Deutschland. In: Voigt, C. (Hrsg.): Evidenzbasiertes Wildtiermanagement
Kernaussagen: Nicht-letale Maßnahmen zur Minimierung der Übergriffe auf Weidetiere sind deutlich effizienter als Abschüsse von Wölfen. Bewährt haben sich Elektrozäune, die Kombination von Elektrozäunen und Herdenschutzhunden oder Behirtung in Kombination mit wolfsabweisenden Nachtpferchen. Allerdings sind Elektrozäune oft mangelhaft aufgebaut und gewartet, so dass es oft zu Übergriffen aufgrund mangelhafter Zäune kommt.
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-65745-4_9
Ökologischer Wert: Vom Ökologischen Jagdverband (!): https://www.oejv-bayern.de/jagd-umwelt-naturschutz/jagd-und-beutegreifer/kostenfaktor-wolf/
Bestand stagniert momentan:
https://www.dbb-wolf.de/Wolfsvorkommen/territorien/entwicklung-diagramm
Gefährlichkeit für Menschen:
https://www.nabu.de/news/2021/04/29806.html
https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/wolf/210419ninastudie_zusammenfassung.pdf
https://www.bundesumweltministerium.de/faq/ist-der-wolf-gefaehrlich-fuer-den-menschen
Verbreitung: Wölfe vermehren sich nicht „unkontrolliert“. Als Spitzenprädatoren haben sie natürlicherweise keine natürlichen Feinde. Aber selbstverständlich hat die Evolution für eine natürliche Bestandsbegrenzung gesorgt: Die Bestandskontrolle geschieht über vielfältige andere Faktoren, zum Beispiel die Eignung eines Gebietes als Revier, die Reviergröße eines Wolfsrudels, das eine Wolfsfamilie ist. Diese Größe beträgt etwa zwischen 200 und 350 km² und in ihrem Revier duldet dieses Rudel kein anderes. Ebenso sind Nahrungsangebot, Krankheiten, Unfälle, innerartliche Tötungen an den Reviergrenzen, illegale Tötung, hohe Jugendmortalität ebenso Bestandsregulierungen.
https://www.dbb-wolf.de/
dbb-wolf.dehttps://www.presserat.de/beschwerde.html
presserat.dehttps://www.presserat.de/pressekodex.html
presserat.dehttps://www.herdenschutzplushund.de/
herdenschutzplushund.dehttps://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2351989419306225
sciencedirect.comhttps://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-662-65745-4_9
link.springer.comhttps://www.bundesumweltministerium.de/faq/ist-der-wolf-gefaehrlich-fuer-den-menschen
bundesumweltministerium.dehttps://www.dbb-wolf.de/Totfunde
dbb-wolf.de