Skip to content
Artwork for Data Science Deep Dive
Data Science Deep Dive · July 16 · 49 min

#98: Risiken bei der Softwareentwicklung mit AI Agents

Sebastian und Liel setzen die Folge #91 zur Zukunft der Softwareentwicklung fort und widmen sich diesmal den Risiken beim Einsatz von AI Agents. Sie ordnen ein, welche Gefahren beim lokalen Arbeiten mit Agents tatsächlich bestehen – von autonom ausgeführten Befehlen mit Datenverlust über Prompt Injection bis zur Weitergabe sensibler Daten an externe Modelle. Im zweiten Teil geht es um konkrete Strategien zur Risikominimierung: durchdachte Berechtigungen, Repository-scoped Tokens, isolierte Workspaces mit Dev-Containern oder Mini-VMs sowie eine bewusste Auswahl der eingesetzten Modelle. Zum Abschluss diskutieren die beiden, wohin sich die Arbeit mit Coding-Agents entwickelt und welche Rolle Reviews und Wartbarkeit dabei spielen. Ein "sicher" gibt es dabei nicht, wohl aber ein "sicherer". **Zusammenfassung** AI Agents führen im YOLO-Mode Code direkt auf dem eigenen System aus – Datenverlust durch unbedachte Befehle ist ein reales Risiko. Prompt Injection kommt über README-Anweisungen, MCP-Server und Webfetch ins System; halluzinierte Library-Namen lassen sich durch Squatting für Schadcode ausnutzen. Die "lethal trifecta" beschreibt die kritische Kombination aus Zugriff auf private Daten, Verarbeitung nicht vertrauenswürdiger Inhalte und Möglichkeit zur Kommunikation nach außen. Kompromittierung betrifft Credentials, proprietären Code und personenbezogene Daten – jede Query an ein extern gehostetes Modell verlässt das eigene System. Default-Konfigurationen (OpenCode, VSCode + GitHub Copilot) sind ein häufiger Stolperstein, da Daten oft standardmäßig zum Training genutzt werden. Zur Absicherung helfen fein eingestellte Berechtigungen, Repository-scoped Tokens, Provisionierung im Unternehmen und isolierte Workspaces (Dev-Container, VibePod, nono). Bei der Modellauswahl lohnt der Blick auf Selfhosting sowie europäische bzw. offene Alternativen wie Mistral und das Schweizer Apertus. Traceability, Live- und Kostenmonitoring werden wichtiger, da Agents Tokenverbrauch und Aktionen kaum noch kontrollierbar machen. **Links** #91: Software ohne Entwickler*innen? Wie AI Agents unsere Arbeit neu definieren https://www.podbean.com/ew/pb-2if5e-1a90f94 The lethal trifecta for AI agents: private data, untrusted content, and external communication (Simon Willison): https://simonwillison.net/2025/Jun/16/the-lethal-trifecta/ The Vulnerable MCP Project (Übersicht zu MCP-Schwachstellen): https://vulnerablemcp.info/index.html Cory Doctorows Blog (Quelle zum Halluzinations-Beispiel): https://pluralistic.net VibePod CLI - The zero-config CLI for running AI coding agents locally https://vibepod.dev/ nono - Run AI agents in a zero-latency sandbox in seconds, with zero setup. https://nono.sh/ Docker Sandboxes https://docs.docker.com/ai/sandboxes/ Agentlytics https://agentlytics.io/ Apertus, das offene Schweizer Sprachmodell (Hugging Face): https://huggingface.co/collections/swiss-ai/apertus-llm Mistral (europäischer Modellanbieter): https://mistral.ai 📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche? Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

0:00-49:17

transcript

No transcript — this publisher did not publish one.

show notes

Sebastian und Liel setzen die Folge #91 zur Zukunft der Softwareentwicklung fort und widmen sich diesmal den Risiken beim Einsatz von AI Agents. Sie ordnen ein, welche Gefahren beim lokalen Arbeiten mit Agents tatsächlich bestehen – von autonom ausgeführten Befehlen mit Datenverlust über Prompt Injection bis zur Weitergabe sensibler Daten an externe Modelle. Im zweiten Teil geht es um konkrete Strategien zur Risikominimierung: durchdachte Berechtigungen, Repository-scoped Tokens, isolierte Workspaces mit Dev-Containern oder Mini-VMs sowie eine bewusste Auswahl der eingesetzten Modelle. Zum Abschluss diskutieren die beiden, wohin sich die Arbeit mit Coding-Agents entwickelt und welche Rolle Reviews und Wartbarkeit dabei spielen. Ein "sicher" gibt es dabei nicht, wohl aber ein "sicherer".

 

**Zusammenfassung**

  • AI Agents führen im YOLO-Mode Code direkt auf dem eigenen System aus – Datenverlust durch unbedachte Befehle ist ein reales Risiko.
  • Prompt Injection kommt über README-Anweisungen, MCP-Server und Webfetch ins System; halluzinierte Library-Namen lassen sich durch Squatting für Schadcode ausnutzen.
  • Die "lethal trifecta" beschreibt die kritische Kombination aus Zugriff auf private Daten, Verarbeitung nicht vertrauenswürdiger Inhalte und Möglichkeit zur Kommunikation nach außen.
  • Kompromittierung betrifft Credentials, proprietären Code und personenbezogene Daten – jede Query an ein extern gehostetes Modell verlässt das eigene System.
  • Default-Konfigurationen (OpenCode, VSCode + GitHub Copilot) sind ein häufiger Stolperstein, da Daten oft standardmäßig zum Training genutzt werden.
  • Zur Absicherung helfen fein eingestellte Berechtigungen, Repository-scoped Tokens, Provisionierung im Unternehmen und isolierte Workspaces (Dev-Container, VibePod, nono).
  • Bei der Modellauswahl lohnt der Blick auf Selfhosting sowie europäische bzw. offene Alternativen wie Mistral und das Schweizer Apertus.
  • Traceability, Live- und Kostenmonitoring werden wichtiger, da Agents Tokenverbrauch und Aktionen kaum noch kontrollierbar machen.

 

**Links**

📬 Fragen, Feedback oder Themenwünsche?
Schreibt uns gern an: podcast@inwt-statistics.de

links10