
Die Alien-Zone – Sind Pogačars Leistungen statistisch erklärbar?
Wenn Tadej Pogačar scheinbar mühelos historische Bestzeiten an den größten Bergen der Tour de France fährt, stellt sich automatisch die Frage: Kann ein Mensch das überhaupt leisten? Gemeinsam mit Mathematiker Frederic Weber nähern sich Johannes und Jon dieser Frage aus einer ungewöhnlichen Perspektive. Statt vorschneller Urteile geht es um Wahrscheinlichkeiten, Statistik und menschliche Physiologie. Sind die dominierenden Leistungen der aktuellen Topfahrer tatsächlich so unwahrscheinlich – oder lassen sie sich durch die Kombination außergewöhnlicher biologischer Voraussetzungen, perfekter Trainingssteuerung und der zunehmenden Professionalisierung des Sports rational erklären? Wir sprechen über die sogenannte „Alien-Zone“, darüber, warum kleine physiologische Vorteile sich zu enormen Leistungsunterschieden multiplizieren können und wo trotz aller Mathematik die unverrückbaren Grenzen des menschlichen Körpers liegen. Außerdem werfen wir einen Blick auf die aktuelle Debatte um nächtliche Dopingkontrollen bei der Tour de France. Wo verläuft die Grenze zwischen einem glaubwürdigen Anti-Doping-Kampf und dem Recht der Athleten auf Schlaf, Regeneration und Privatsphäre? Eine Folge über die Faszination außergewöhnlicher Leistungen – und über die Frage, wie wir im modernen Radsport das scheinbar Übermenschliche beurteilen sollten.
