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Buchgefühl - Lesung und Gespräch

Bayerischer Rundfunk

Zum Lächeln, zum Weinen, zum Nachdenken, zum Aktivwerden? - Dieser Podcast zieht ins Buch: mit O-Tönen und Gespräch mit dem Autor und der Autorin, mit einem Ausschnitt aus dem Text, gelesen von Schauspielern und Schauspielerinnen. Und mit ein bisschen Musik. Oft Roman; manchmal Sachbuch, immer eine Empfehlung.

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  • 32 episodes
  • weekly
  • Avg 39 min
  • German
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  • Yesterday · 55 min

    Helene Bracht: Irma tanzt

    Lesung und Gespräch. "Oh Gott, jetzt mach ich dasselbe wie alle vor mir und schreibe über meine Mutter" - aber nein, dieser Essay ist ganz eigen! Helene Bracht über Irma, über sich und über Vorgeschichten, wie sie uns allen in den Knochen stecken. Helene Bracht wollte gar nicht über ihre Mutter schreiben. Aber dann war dieser erste Satz da und führte immer weiter. In die Zeit, als sie als junge Frau am Krankenbett der sterbenden Mutter saß. Als sie Briefe ihrer Eltern fand, die von einer psychisch brutalen Ehe erzählen - oder doch von einer psychisch brutalen Zeit? Unterwerfung wurde als der „Weg“ der Frau angesehen. Helene Bracht fasst beides, das Persönliche und das Gesellschaftliche. Irma bemühte sich, passte aber doch in kein Raster, mit ihrem „vulkanischen Gemüt“. Peinlich, fand ihre Tochter das lange. „Ich habe einfach ganz spät gemerkt, dass es viele Menschen gab, die sie gerade deswegen besonders mochten“, erzählt sie im Podcast, im Gespräch mit Judith Heitkamp. „Weil so ein Temperament in den 50er, 60er Jahren bei Frauen kaum je zu beobachten war.“ Mit ihrem ersten Essay „Das Lieben danach“ hat Helene Bracht spät zum literarischen Schreiben gefunden - und damit auch ihre Form, das Verknüpfen von Erinnerung und Analyse, Zeitgeschichte und Gesellschaft, Memoir und Imagination. Mit ihr entdecken wir im Besonderen das Typische, legen Muster frei. So erzählt sie auch in „Irma tanzt“, einem Buch, das wieder sehr persönlich geworden ist und gleichzeitig mit einem klugen und sich verändernden Blick inspiriert. Das höre sie von Menschen unterschiedlichen Alters, sagt die Autorin, „dass sie nachdenklich geworden sind und natürlich auch an ihre eigene Geschichte denken.“ Gast: Helene Bracht, geboren 1955, studierte Psychologie und Pädagogik, arbeitete am Theater und als Psychologin. Mit 70 Jahren veröffentlichte sie zum ersten Mal literarisch, nämlich den Essay „Das Lieben danach“, der zum Bestseller wurde und dem jetzt „Irma tanzt“ folgt. Host: Judith Heitkamp, hat viele Bücher im Regal, in denen alte Korrespondenz auftaucht. Wenig davon allerdings liest sich so brutal wie die Briefe, in denen Irma und ihr Mann um ihre Ehe kämpfen. Buch: Helene Bracht, Irma tanzt, Hanser Verlag. Hörtipp: Babylon Berlin gibt es jetzt auch im Podcast - als Hörspielserie hier in ARD Sounds. https://kurz.ard.de/babylon-berlin-hoerspiel

  • October 6 · 1 hr 11 min

    Wolf Biermann: Mit uralten Kinderaugen

    Lesung und Gespräch. "Ich bin ein Glückskind", sagt Wolf Biermann. Und blickt in neuen Gedichten und Liedern zurück auf sein Leben. Ebenso kommentiert er die heutigen Angriffe auf die Freiheit. "Damit ich nicht verrückt werde!" „Ich lebte mein Leben nie dumpf dahin“, heißt es in Wolf Biermanns Gedicht „Mit Kinderaugen, uralten“. Ein kleiner Blick auf seine bewegte Biografie kann zeigen: wie wahr! Und: Wolf Biermann bewies immer wieder großen Mut. Und das, obwohl er eigentlich ein furchtsamer Mensch gewesen sei, wie der Dichter und Liedermacher im Interview über sein neues Buch „Mit uralten Kinderaugen“ erzählt. „Ich war das Gegenteil von dem tollen Kerl, der der Welt mit dem Arsch ins Gesicht springt.“ Wenn so einer es aber schaffe, ein paar tapfere Gedichte und Lieder zu schreiben, dann sei die Welt zu ertragen. Für ihn jedenfalls ist es so. Begleitet von eigenen Lesungen der Gedichte (vom Hörbuch „Mit uralten Kinderaugen, erschienen im Hör-Verlag) berichtet Wolf Biermann unter anderem über die lebenslange Beschäftigung mit Heinrich Heine und mit Bertolt Brecht. Er erzählt vom in Auschwitz ermordeten Vater Dagobert und lässt seine Oma Meume zu Wort kommen. Und er erinnert an seine Begegnung mit Manès Sperber in Paris, der ihn – „mit schonender Härte“ – zum Bruch mit dem Kommunismus bewegte. „Allein dafür hat sich die Ausbürgerung aus der DDR gelohnt!“ Und auch deshalb sei er ein Glückskind. „Mazeltov – viel Glück – habe ich gehabt. Immer wieder!“ Gast: Wolf Biermann, Liedermacher, Dichter, in der DDR Drachentöter mit der Gitarre. Geboren am 15. November 1936, 40 Jahre und einen Tag später aufgrund seiner mutigen Lieder ausgebürgert aus der DDR. Zum 90. Geburtstag und zum Jahrestag der Ausbürgerung erscheinen neben den Gedichten ein großer Band mit Tagebüchern Wolf Biermanns aus der DDR und das Kinderbuch „Der kleine Herr Moritz“. Ebenso gibt es ein neues Album mit bekannten und eines mit neuen Liedern, den Dokumentarfilm „Biermann“ (Regie: Jens Meurer) und einen biographischen Comic von Julian Voloj. Außerdem spielt Wolf Biermann im Oktober und November einige große Konzerte. Host: Niels Beintker, begegnete als Jugendlicher Wolf Biermanns Texten in der Jungen Gemeinde in Halle/Saale, im weltverändernden Herbst 1989. Und erinnert sich an einen besonderen Fernsehmoment zu Hause: Wolf Biermanns Konzert erstes Konzert nach der Ausbürgerung in der DDR, am 1. Dezember 1989 in Leipzig. Schwarz-Weiß und mono, aber so einprägsam. Bücher: Wolf Biermann, Mit uralten Kinderaugen. Gedichte 2006-2026, Penguin (und als Hörbuch – gelesen von Wolf Biermann – im Hör-Verlag). Wolf Biermann: „Ihr löscht das Feuer mit Benzin“. Tagebücher über Verbot, Ausbürgerung und Mauerfall. Hg. von Ilko-Sascha Kowalczuck. Unter Mitarbeit von Arno Polzin und Maximilian Arndt, Penguin. Hörtipp: Wolf Biermanns Lebensgeschichte ist – nicht allein, aber doch auch – elementar verbunden mit der Geschichte der DDR. In der neuen Staffel von „Die Entscheidung“ erzählt BR-Journalistin Melanie Müller die Geschichte ihres Vaters, der als Jugendlicher im Land liebend gerne Westmusik hört und sich schwertut mit den staatlichen Regeln. Nach einem Vorfall im Freibad wird aus einem scheinbar kleinen Augenblick ein Wendepunkt. Er landet als politischer Gefangener im Gefängnis, versucht zweimal zu fliehen und steht immer wieder vor derselben Frage: anpassen oder gehen? https://1.ard.de/die_entscheidung_br24

  • October 1 · 56 min

    Radka Denemarková : Schokoladenblut

    Lesung und Gespräch. Eine wilde Eisenbahnreise durch das 19. Jahrhundert. Im Abteil: die Schriftstellerinnen Božena Nemcová und George Sand und der Oberkapitalist John D. Rockefeller. Historische Langeweile? Nein, hochaktuell! Schokoladenblut ist eine besondere Flüssigkeit. Sie kann das Blut in unseren Adern sein. Ebenso das Erdöl, Grundlage der globalen kapitalistischen Revolution. Und die Tinte, mit der etwa die tschechische Schriftstellerin Božena Němcová im 19. Jahrhundert Märchen und einen Roman schreibt. „Sie wurde erst von den tschechischen Nationalisten ausgenutzt – und später dann von den Kommunisten“, sagt Radka Denemarková über ihre historische Kollegin, eine der Hauptfiguren im Roman „Schokoladenblut“. Dabei wollte Božena Němcová vom Schreiben leben, frei und unabhängig sein. „Sie hatte nur das Pech, im falschen Körper – im Körper einer Frau im 19. Jahrhundert – geboren zu werden“. Radka Denemarková, Jahrgang 1969, hat sich intensiv mit der Biografie der Schriftstellerin beschäftigt. Und schickt sie mit der zuckelnden Eisenbahn durch die Zeit, zusammen mit der kompromisslosen George Sand, dem unerbittlichen John D. Rockefeller und vielen anderen. „Es sind die Anfänge unserer Gegenwart“, erinnert Radka Denemarková im Buchgefühl-Gespräch beim 46. Erlanger Poet*innenfest. Und sie verrät, mit welchem Material sie selbst schreibt. Spoiler: Schokoladenblut ist es nicht. Gast: Radka Denemarková, Schriftstellerin aus Prag. Sie schreibt besondere Romane über Geschichte und über Gegenwart, immer auch die Frage der Freiheit im Blick. Besonders sind ihre Bücher stets auch im formalen Sinn. Immer neu und unkonventionell. Zum Beispiel als lange Eisenbahnreise. Auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse mit dem Gastland Tschechien hält sie die Eröffnungsrede. Host: Niels Beintker. Lernte Radka Denemarková vor vielen Jahren bei einer Lesung in der Oberpfalz kennen und ist dankbar für viele Begegnungen und Gespräche seitdem, immer wieder auch über die friedlichen Revolutionen 1989 in Ost- und Mitteleuropa. Und empfindet es als große Ehre, dass die Schriftstellerin eigens fürs Buchgefühl zum schönen Erlanger Poet*innenfest gekommen ist. Übrigens mit pünktlichen Zügen. Sprecherin: Katja Amberger, Schauspielerin aus München. Für ihre Lesung aus dem Roman „Schokoladenblut“ (in der Regie von Irene Schuck) bekam sie – auf der Bühne – eine sehr persönliche Würdigung von Radka Denemarková. Und viel Applaus vom Publikum. Buch: Radka Denemarková, Schokoladenblut. Aus dem Tschechischen von Eva Profousová, Hoffmann und Campe. Hörtipp: Ein Gast wie Radka Denemarková konnte das Publikum auf dem Erlanger Poet*innenfest auch auf Klassiker neugierig machen, zum Beispiel auf die Romane von George Sand. Bei „KULT!“ gibt’s viele Lesungen aus der Weltliteratur als Hörbuch, vorgetragen von herausragenden Interpretinnen und Interpreten. https://1.ard.de/kult-lesungen

  • September 24 · 42 min

    Karosh Taha: Gulistan

    Lesung und Gespräch. Hier muss die Hauptfigur jederzeit aus dem Text verschwinden können, denn in der Diktatur drohen immer Verrat und Folter. Judith Heitkamp trifft die deutsch-kurdische Autorin und Sprach-Umformerin Karosh Taha. Wer, wenn nicht sie, sollte diese Geschichten erzählen, fragte sich Karosh Taha, sie, die im Irak geborene, aber schon als Kind nach Deutschland gekommene und auf deutsch schreibende Schriftstellerin. Die Geschichten der verfolgten kurdischen Frauen im Irak Saddam Husseins nämlich - oder besser: eine Geschichte, in der die anderen sich unerkannt wiederfinden. So entstand „Gulistan“. Karosh Taha spricht in diesem Buchgefühl mit Judith Heitkamp über ein jahrelanges Buchprojekt zum Alltag in der Diktatur, über den Doppelgänger des Diktators und über eine mutige Frau, die die Suche nach ihrem verschleppten Mann nicht aufgibt. Gulistan bedeutet Blumengarten. Aber der Name verrät auch, dass Gulistan Kurdin ist. Im Irak unter Saddam Hussein darf eine Schneiderei so nicht heißen. Und eine Frau eigentlich auch nicht. Die Drohungen der Geheimpolizei mehren sich, eines Tages verschwindet Gulistans Mann Ciya. Für Karosh Taha muss sich bei solchen Bedrohungen auch die literarische Sprache ändern. Nur unter der Bedingung, dass die Hauptfigur „jederzeit aus dem Text verschwinden kann“, hebt ihr Roman an, versetzt Wörter und Bedeutungen in verschwörerische, bedrohliche oder rettende neue Zusammenhänge, lässt Lücken, lässt den gewohnten Rhythmus ins Stocken kommen. Wie es sein könnte, wenn man die eigene Sprache niemals benutzen darf, weil sie verboten ist, wie man Stottern auf Buchseiten bringt - zu hören in dieser Folge von Buchgefühl. Gast: Karosh Taha, geboren 1987 im Irak, als Kind mit ihren Eltern nach Deutschland gekommen, wollte kein Sachbuch über das Regime Saddam Husseins schreiben, sondern einen Text über das Eindringen der Diktatur bis in die intimsten Beziehungen. Sie kam mit diesem Roman, ihrem dritten, auf die Longlist des Deutschen Buchpreises. Host: Judith Heitkamp, auch in diesem Jahr unterwegs auf dem Poet*innenfest in Erlangen, wo das Gespräch mit Karosh Taha aufgezeichnet wurde. Buch: Karosh Taha, Gulistan, DuMont. Hörtipp: In dieser Ausgabe von Buchgefühl waren wir ja unterwegs, in Erlangen auf dem Literaturfestival Poet*innenfest. Grundsätzlich raus geht der Podcast „Orte und Worte“ des RBB. Dahin, wo Bücher spielen oder wo Bücher entstehen. Gespräche mit Autorinnen und Autoren - vor Ort. Hier in ARDS Sounds. Link

  • September 15 · 57 min

    Lea Ruckpaul: Bye Bye Lolita

    Lesung und Gespräch. Dolores Haze, bekannt als "Lolita", schreibt sich frei. Und soll dabei endlich Autonomie erfahren, so Lea Ruckpaul. "Die bekommt sie nicht von Nabokov." Also muss die Schauspielerin und Autorin das tun. Sie ist schwer traumatisiert und will nicht länger schweigen. Lange Jahre nach dem Verrat durch die eigene Mutter und den ihm folgenden vielfachen Missbrauch durch Humbert Humbert erzählt Dolores Haze ihre eigene Version des Romans „Lolita“. Nein, sie schreit sie heraus, voller Wut, Aggression und Schmerz. „Die Erfahrungen, die Dolores machen musste, lassen sich nicht wegdiskutieren und auch nicht wegtherapieren“, sagt Lea Ruckpaul im „Buchgefühl“-Interview über die Hauptfigur ihres Romans „Buy Bye Lolita“. Aber: „Wenn Dolores ihre Geschichte selbst erzählt, dann lässt sich dabei eine andere Position zur Welt finden, die sie selbst gestaltet. Darin liegt Freiheit.“ Lea Ruckpauls Roman über die Sehnsucht einer gezeichneten Frau nach Autonomie wird jetzt als Theaterstück am Residenztheater München inszeniert. Aus diesem Anlass lesen wir mit der Schauspielerin und Autorin noch einmal in „Bye Bye Lolita“. Dazu ein Gespräch unter anderem über die Möglichkeiten des Theaters. Gast: Lea Ruckpaul, Schauspielerin und Autorin, seit 2023 Ensemble-Mitglied am Münchner Residenztheater. Zu erleben dort unter anderem als Julia in Shakespeares Tragödie „Romeo und Julia“. Ebenso als Eve im „Zerbrochenen Krug“. Und als Rechtanwältin Tessa Ensler in Suzie Millers „Prima Facie“, einem beeindruckenden Solo-Abend. Zum Auftakt der Spielzeit 2026/27 hat „Bye Bye Lolita“ als Theaterstück Premiere. Host: Niels Beintker, immer wieder beschenkt nach einer Vorstellung im Residenztheater. So viele tolle Menschen bereiten an diesem Haus der Phantasie eine Bühne. Und bringen uns mit ihrer Arbeit dazu, über die wichtigen Fragen nachzudenken. Buch: Lea Ruckpaul, Bye Bye Lolita, Voland & Quist. Hörtipp: Der mächtigste Pirat aller Zeiten? Eine Frau. Der erste Autor der Menschheit? Eine Frau. Im Cosmo-Podcast „Lost Sheroes“ erzählt Schauspielerin Milena Straube die spannenden Lebensgeschichten unbeachteter Heldinnen. „Lost Sheroes“ – Frauen, die in Geschichtsbüchern fehlen. http://www.wdr.de/k/lostsheroes TikTok-Livestream-Tipp: Der BookTok-Kanal „ARD Literally“ besucht eine Probe von „Bye Bye Lolita“ und spricht mit Lea Ruckpaul über Buch und Theaterstück, am 17.9. im Cuvilliéstheater. Ab 19.00 Uhr im Live-Stream. Jetzt spricht Lolita. Wem gehört eine Geschichte? | Residenztheater München

  • September 10 · 2 min

    Buchgefühl mit Sommer-Post: Bald wieder da!

    Ohne Lesung und Gespräch, mit Judith Heitkamp und Niels Beintker, kleinen Hör-Tipps für die Saison und dem Blick auf die neuen Folgen. Hosts: Judith Heitkamp, im Rucksack immer Laptop und Buch. Und Niels Beintker, neben dem Buch immer ein Laptop. Hörtipp: Buchgefühl – unsere Folge mit Inan Özge und „Die Dichterin“: Alle wollen Aufmerksamkeit. Wer bezahlt welchen Preis? https://1.ard.de/buchgefuehl-inan-dichterin Oder die anderen Folgen.

  • September 3 · 3 min

    Buchgefühl mit Sommer-Post: Klassiker!

    Ohne Lesung und Gespräch, mit Judith Heitkamp und Niels Beintker und kleinen Hör-Tipps für die Saison. Diesmal: Klassiker-Folgen. Hosts: Judith Heitkamp und Niels Beintker, lesen und reden beruflich. Hörtipp: Buchgefühl – unsere Folge mit Edgar Allan Poes Schauergeschichte „Berenice“ und dem Poe-Übersetzer Andreas Nohl. https://1.ard.de/buchgefuehl-Poe-Berenice Oder unsere Folge mit Emily Brontës Kult-Roman „Sturmhöhe“/“Wuthering Heights“ und der niederländischen Schriftstellerin Anjet Daanje, die großer Brontë-Fan ist. https://1.ard.de/buchgefuehl-bronte-sturmhoehe Oder die anderen Folgen. https://1.ard.de/buchgefuehl-bronte-sturmhoehe

  • September 1 · 50 min

    "Die Zwei vor Ort" vom Erlanger Poet*innenfest

    Miriam Carbe, Ilija Matusko, Kerstin Preiwuß und Thomas von Steinaecker im Gespräch mit Judith Heitkamp und Niels Beintker. Über vier Generationen von Töchtern, Vater und Sohn, Schwestern und vielleicht eine Wahlfamilie ... https://feeds.br.de/diwan-das-buechermagazin/feed.xml

  • August 28 · 4 min

    Buchgefühl mit Sommer-Post: Auf nach Erlangen!

    Ohne Lesung und Gespräch, aber morgen dann in Erlangen auf dem Poet*innenfest! Mit den Hosts Judith Heitkamp und Niels Beintker. Hosts: Judith Heitkamp und Niels Beintker, am 29. August in Erlangen in der Orangerie im Buchgefühl-Gespräch, Aufzeichnung mit Publikum. Hörtipp: Eindrücke vom letzten Jahr in Erlangen. Mit Ulrike Draesner und einer anderen Version der Odyssee – „penelopes sch()iff“. https://1.ard.de/buchgefuehl-draesner Oder mit Steven Uhly und einer Reise durch die USA unter Trump – „Death Valley“. https://1.ard.de/buchgefuehl-uhly-deathvalley Oder die anderen Buchgefühl-Folgen.

  • August 20 · 3 min

    Buchgefühl mit Sommer-Post: Mund aufmachen!

    Ohne Lesung und Gespräch, mit Judith Heitkamp und Niels Beintker und kleinen Hör-Tipps für die Saison. Diesmal mit Blick auf Demokratie unter Druck. Hosts: Judith Heitkamp und Niels Beintker, glauben an die positive Kraft von Büchern. Hörtipp: Buchgefühl – unsere Folge mit dem Publizisten Ilko-Sascha Kowalczuk, denn Faschismus ist keine Meinung. https://1.ard.de/buchgefuehl-kowalczuk Oder unsere Folge mit US-Literaturstar T.C. Boyle, der „USA in 10 Jahren“ ziemlich schwarz malt. Aber teil-optimistisch bleibt. https://1.ard.de/buchgefuehl-boyle Oder die anderen Folgen.

  • August 14 · 3 min

    Buchgefühl mit Sommerpost: Sprechen!

    Ohne Lesung und Gespräch, mit Judith Heitkamp und Niels Beintker und kleinen Hör-Tipps für die Saison. Diesmal: von Sprecherinnen und Sprechern. Hosts: Judith Heitkamp und Niels Beintker, Chapeau vor der Lese- und Regie-Kunst! Hörtipp: Buchgefühl – unsere Folgen mit Katja Bürkle als „Niemand“ alias Odysseus (Homer: Die Odyssee). https://1.ard.de/homer-odyssee-neu Mit Stefan Merki als Tucholsky und Sprach-Berater (Kurt Tucholsky: Man sollte mal mitstenographieren …). https://1.ard.de/buchgefuehl-tucholsky Mit Lou Strenger in den Spiralen der Paarlogik (Dana von Suffrin: Toxibaby). https://1.ard.de/buchgefuehl-toxibaby Oder mit Jens Wawrczek und der Maus als Notfall (Simon van Booy: Eine Maus namens Merlin). https://1.ard.de/buchgefuehl-booy-maus Oder die anderen Folgen

  • August 6 · 3 min

    Buchgefühl mit Sommer-Post: Tiere!

    Ohne Lesung und Gespräch, mit Judith Heitkamp und Niels Beintker und kleinen Hör-Tipps für die Saison. Diesmal mit tierischen Folgen. Hosts: Judith Heitkamp, mag Katzen, aber seit Simon van Booy eben auch Mäuse. Und Niels Beintker, hat jetzt eine Vogelstimmen-App. Hörtipp: Buchgefühl – unsere Folge mit Matthias Jügler, dem Leipziger Zoo und der Stellerschen Seekuh. https://1.ard.de/buchgefuehl-juegler-tiere Oder unsere Folge mit Simon van Booy, dem Mann, der die Freundschaft mit Mäusen preist, und mit einer Maus namens Merlin. https://1.ard.de/buchgefuehl-booy-maus Oder die anderen Folgen.

  • July 31 · 4 min

    Buchgefühl Sommerpost 2026: Prominenz

    Ohne Lesung und Gespräch, mit Judith Heitkamp und Niels Beintker und kleinen Hör-Tipps für die Saison. Und Folgen, die sich um berühmte Menschen gedreht haben. Hosts: Judith Heitkamp, im Rucksack immer Laptop und Buch. Und Niels Beintker, neben dem Buch immer ein Laptop. Hörtipp: Buchgefühl – unsere Folge mit Anne Akrich und (indirekt) Kylian Mbappé. Buchgefühl - Lesung und Gespräch · Anne Akrich: Kylian und das Buch meines Lebens · Podcast in ARD Sounds. Oder unsere Folge mit Craig Brown und (indirekt) Queen Elizabeth Buchgefühl - Lesung und Gespräch · Craig Brown: Q. Das unglaubliche Leben der Queen · Podcast in ARD Sounds Oder die anderen Folgen.

  • July 24 · 41 min

    Özge Inan: Die Dichterin

    Lesung und Gespräch. Volle Empörung! Auch sie reagiere meist so auf Plagiate, erzählt Özge Inan uns. Aber wenn es doch komplizierter ist? So wie in ihrem Roman um eine tolle Autorin und eine tolle Journalistin? Und um tolle Texte? „Die Dichterin“ war das zweite Buch und „unendlich viel leichter!“ zu schreiben als das erste – seufzt Özge Inan; was den landläufigen Vorstellungen vom zweiten literarischen Aufschlag widerspricht. Aber der erste Roman („Natürlich kann man hier nicht leben“, 2023) spielt in der Türkei der 80er Jahre, da war viel zu recherchieren - der zweite dagegen ist im heutigen Berlin und im Literaturbetrieb verortet. Klar also, was für die 1997 geborene Autorin näher ist. Das Thema: Plagiatsvorwürfe. Eine angesagte junge Dichterin aus benachteiligten Verhältnissen wird zum neuen Shootingstar am Literaturhimmel. Dann aber recherchiert eine – ebenfalls sehr ehrgeizige – Journalistin ihr Vorleben … Auch die Berufe ihrer Hauptfiguren sind der Journalistin und Autorin Özge Inan vertraut: Im Roman, so erzählt sie Buchgefühl-Host Judith Heitkamp, konnte sie sich mit den Tücken beider Rollen auseinandersetzen, mit denen sie auch selbst manchmal hadere. Emma und Nazanin – sie wollen beide Erfolg. Zu welchem Preis? Und hat diese sensationelle junge Schriftstellerin ihre umwerfenden Gedichte vielleicht gar nicht selbst geschrieben? Letzte Buchgefühl-Folge vor der Sommerpause! Gast: Özge Inan, wollte immer schon Schriftstellerin und Journalistin werden (was ihr auch gelungen ist) – trotzdem hat sie zwischendurch auch noch Jura abgeschlossen. Bei Plagiatsfällen nach Eigenauskunft bisher „…schon erstmal auf der Seite des Mobs“. Host: Judith Heitkamp, wünscht keinem im Literatur-Business eine Geschichte wie die von Emma und Nazanin. Sprecherin: Anne Müller, derzeit auch im Polizeiruf 110 zu sehen, gerne in Buchgefühl zu hören. Buch: Özge Inan, Die Dichterin, Piper Verlag, erscheint am 31. 7. – bei uns schon eine Woche vorher, dankeschön! Hörtipp: Über eins sind alle im Roman sich einig: die Gedichte, um die es geht – die sind sensationell. Große Literatur überdauert Plagiatsaffären. „Große Geschichten“ - gibt’s hier: https://1.ard.de/grossegeschichten

  • July 16 · 56 min

    Ilko-Sascha Kowalczuk: Faschismus ist keine Meinung

    Lesung und Gespräch. Freiheit und Demokratie geraten immer mehr in Gefahr. In Buchgefühl ruft der Historiker auf zum Kampf gegen die autoritären Bewegungen - mit der Friedlichen Revolution von 1989 im Rücken. Er will Mut machen. „Die meisten Feinde der offenen Gesellschaft haben schlechte Laune“, sagt Ilko-Sascha Kowalczuk im Buchgefühl-Gespräch, über sein Buch „Faschismus ist keine Meinung“. Der grassierenden Neigung, das gegenwärtige Deutschland stets in Grund und Boden zu reden, stellt er eine andere Perspektive entgegen: „Wir leben in einem der stabilsten, der sichersten, der wirtschaftlich stärksten Länder!“ Wie „Freiheitsschock“ (2024) verbindet das neue Buch – entstanden auch mit Blick auf die Landtagswahlen in zwei ostdeutschen Bundesländern im September – historische Analyse mit persönlicher Erfahrung und meinungsstarker Intervention. Einige Themen daraus in dieser Buchgefühl-Folge, etwa die Verharmlosung der DDR und der völkerrechtswidrige russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. „Schlechter Laune können wir mit guter Laune und mit Gemeinsinn begegnen.“ Gast: Ilko-Sascha Kowalczuk, Historiker und 1989 aktiv in der Oppositionsbewegung in der DDR. Unter anderem schrieb er damals einen Aufruf für die Gründung einer Memorial-Organisation im Land. Neben großen historischen Büchern – etwa der maßgeblichen Biographie von Walter Ulbricht – meldet er sich mit Essays zum Zeitgeschehen zu Wort. Wolf Biermann hat ihm 2024 sein Lied „Späte Ermutigung“ gewidmet. Host: Niels Beintker, hat als Jugendlicher die Friedliche Revolution in der DDR erleben dürfen und ist dankbar für den großen Mut der Freiheits-Kämpferinnen und -Kämpfer. Sprecher: Thomas Loibl, Schauspieler aus München, hat sich unter anderem intensiv mit Thomas Manns Texten zur Demokratie in der späten Weimarer Republik beschäftigt. Regie: Irene Schuck, begleitet viele Buchgefühl-Ausgaben. Buch: Ilko-Sascha Kowalczuk, Faschismus ist keine Meinung. Stabil bleiben in autoritären Zeiten, C.H. Beck. Dazu gibt’s auch ein „C.H. Beck Hörbuch“, mit Matthias Grimm. Hörtipp: Der Sachsen-Politik-Podcast vom MDR resümiert jede Woche das politische Geschehen im Bundesland. Es geht um Herausforderungen und Chancen für die Politik im Freistaat – und um die Frage: Ist Sachsen politischer Taktgeber für ganz Deutschland? Jeden Freitag neu in ARD Sounds. https://1.ard.de/sachsen-politik-podcast

  • July 13 · 53 min

    Homer: Die Odyssee

    Lesung und Gespräch. "Niemand will mich töten", brüllt der Kyklop Polyphem. Als "Niemand" hat sich Odysseus vorgestellt. Jonas Grethlein sagt über den viellistigen Helden: "Er muss erzählen. Sonst geht's nicht zurück nach Ithaka". Ob die Überlistung des gewaltvollen Riesen oder die Passage entlang der Insel der todbringenden Sirenen: Die Geschichten des Troja-Kämpfers Odysseus – festgehalten in einem der ersten Bücher Europas – faszinieren uns unablässig. „Das liegt an der Form und am Inhalt der Odyssee“, sagt Jonas Grethlein im „Buchgefühl“-Gespräch. „Homer ist ein kunstvoller, anschaulich schildernder Erzähler. Der Text erstreckt sich über 41 Tage. Und gleichzeitig bekommen wir die ganze Geschichte der Irrfahrten.“ Eine Geschichte von 20 Jahren! Wie das Buchgefühl-Team ist auch Jonas Grethlein gespannt, wie die große, dramatische Geschichte nun von Christopher Nolan im Kino erzählt wird. Hier gibt es einen Blick auf den alten Text, in der neuen Übersetzung von Kurt Steinmann. Gast: Jonas Grethlein, Philologe und Professor an der Universität Heidelberg. Er ist wunderbar vertraut mit den antiken Überlieferungen. Und er erzählt in tollen Büchern vom Nachwirken der alten Geschichten bis in unsere Zeit. Unter anderem hat er über Homer geschrieben, sein neues Buch widmet sich dem Mythos von Prometheus. Host: Niels Beintker, lernte die Odyssee als Kind, mit Gustav Schwabs „Sagen des klassischen Altertums“, kennen. Sprecherin: Katja Bürkle, Schauspielerin aus München, verstand es unter anderem wunderbar, den von Wein berauschten Polyphem zu imitieren. Regie: Irene Schuck, hatte bei der Aufnahme im Studio die schöne Tusculum-Ausgabe der Odyssee dabei. Buch: Homer: Die Odyssee. Übersetzt von Kurt Steinmann, Manesse 2007. Jonas Grethlein: Die Odyssee. Homer und die Kunst des Erzählens, Beck 2017. Hörtipp 1: Die Schriftstellerin Meike Rötzer hat sich zu einer eigenen Version der Odyssee inspirieren lassen. Sie blickt dabei besonders auf die Frauenfiguren und fragt, welche Spielräume diese in der von Männern dominierten Welt der Antike hatten. Das Hörbuch in ARD Sounds. https://1.ard.de/die_odyssee?cp=buchgefuehl Hörtipp 2: Von historischen Expeditionen bis zu modernen Roadtrips. Geschichten vom Fernweh, Unterwegssein und Ankommen: „Schöne Grüße – Reisegeschichten-Hörbücher“. In ARD Sounds.

  • July 3 · 40 min

    T.C. Boyle: 2036

    Lesung und Gespräch. US-Literatur-Star und Trump-Kritiker T.C. Boyle redet mit Buchgefühl darüber, wie die USA in 10 Jahren aussehen. Und über vorsichtigen Optimismus. Die short story, die Florian Lukas liest, ist allerdings düster. Wer ist der perfekte Gast der Buchgefühl-Folge zum 250. USA-Geburtstag? Für das Team war klar: Wir wollen mit T.C. Boyle reden – und wir hatten Glück: Der Popstar der US-Literatur, Autor von Romanen wie „Tortilla Curtain“, „Ein Freund der Erde“, „Blue Skies“ und scharfer Beobachter der amerikanischen Gesellschaft, sagte zu. Im Gespräch mit Marie Schoeß schaut er auf Independence Day und Trump-Regierung. Der Nationalfeiertag ist für ihn verdorben – und trotzdem blickt er gerade vorsichtig optimistisch in die Zukunft, in der Erwartung einer nicht allzu fernen politischen Wende in den USA. „Aber was, wenn ich mich irre? … dann erreichen Sie mich in einer Einrichtung zur politischen Umerziehung.“ Genau in so einer Einrichtung spielt T.C. Boyles dystopische short story „2036“. Der amerikanische Präsident heißt auch in zehn Jahren Donald Trump, kritische Denker wie Boyle laufen nicht mehr frei durchs Land. Was dem Ich-Erzähler zur Last gelegt wird, bleibt unklar, aber das Programm beginnt zu wirken … Es liest Schauspieler Florian Lukas, bekannt aus „Weissensee“ und „Good Bye Lenin“. Danke an den Carl Hanser Verlag und den Hörverlag, die diese Dystopie schon zum Unabhängigkeitstag mit der Buchgefühl-Community teilen! - noch vor Erscheinen des neuen Erzählbands von T.C. Boyle und des Hörbuchs. Gast: Düstere Zukunftsvisionen gehören zu T.C. Boyle wie seine roten Chucks. Und bisher hat dieser Schriftsteller mit seinen Dystopien ziemlich oft recht behalten. Siehe seine Klima-Romane. Host: Marie Schoeß drückt uns trotzdem die Daumen, dass „2036“ in der Realität anders aussieht, als Boyle es sich vorstellt. Auch wenn sie beim Lesen irre Spaß hatte. Sprecherin: Florian Lukas ist die deutsche Stimme von T.C. Boyle. Wenn Sie die letzten Bücher von Boyle gehört und nicht gelesen haben, dann war sicher Florian Lukas Ihr Vorleser. Zum Glück ist das auch beim neuen Kurzgeschichtenband so! Buch und Hörbuch: T.C. Boyle: „Das Ende ist nur ein Anfang“, aus dem Englischen übersetzt von Dirk van Gunsteren, 25 Euro, erscheint am 21. Juli im Carl Hanser Verlag – und das Hörbuch mit Florian Lukas am 28. Juli beim Hörverlag. Hörtipp: Mehr zu all den Fragen, die die USA 2026 aufwerfen, gibt es im NDR Info Podcast „Amerika, wir müssen reden!“ Tagesthemen-Moderator Ingo Zamperoni und seine us-amerikanische Frau Jiffer Bourguignon diskutieren einmal die Woche alles, was gerade Thema ist bei ihren Freunden und der Familie in den Staaten. Hier in Sounds https://www.ardaudiothek.de/sendung/amerika-wir-muessen-reden/82222746/

  • June 25 · 43 min

    Emily Brontë: Sturmhöhe

    Lesung und Gespräch. Der Herzensbrecher-Klassiker um Cathy und Heathcliff im Gespräch mit der preisgekrönten niederländischen Autorin Anjet Daanje. "Sturmhöhe" inspiriert sie seit ihrer Kindheit: "SO WEIRD!" „Ich würde auch gern mal ein Buch schreiben, das so sehr merkwürdig ist, dass die Leute noch 200 Jahre später darüber reden!“, sagt Anjet Daanje. Für sie ist Emily Brontës Roman „Sturmhöhe“/„Wuthering Heights“ bis heute ein Faszinosum: nach der Hälfte stirbt die Hauptfigur, alle Charaktere sind eher unangenehm und man weiß nie, was eigentlich stimmt. Verfilmt wird meistens nur der halbe Roman – aber geht da nicht Wesentliches verloren? Entschieden ja, meint die niederländische Schriftstellerin Daanje im Literaturpodcast Buchgefühl. Sicher sei Brontë auch die zweite Hälfte sehr wichtig gewesen - zu beschreiben, wie die Nachfahren weiter- und überleben, nachdem in der Eltern-Generation alle Sicherungen durchgebrannt sind. Denn am Ende hat das Drama keinen Bestand, „… irgendwann ist es dann wieder okay.“ Mit Judith Heitkamp spricht Daanje über das so oft (halb) verfilmte Kultbuch, die rätselhafte Autorin, („Eigentlich erfährt man durch die Biographien mehr über die Biographen als über Emily Brontë“) und über ihren eigenen Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“. Darin geht es um das Leben nach dem Tod der Emily Brontë – durch Literatur nämlich. Gast: Anjet Daanje, für ihren Brontë-Roman „Das Lied von Storch und Dromedar“ mit mehreren holländischen Literaturpreisen ausgezeichnet, Faible für Schauriges und Unerklärliches, gerade auf die Longlist des International Booker Prize genommen. Klassikerin: Emily Brontë, Pfarrerstochter mit ebenfalls schriftstellerisch begabten Schwestern, 1818 bis 1848. Ihre einziger Roman „Sturmhöhe“ wurde zuerst verrissen und gilt heute als Meisterwerk der englischsprachigen Literatur. Host: Judith Heitkamp, mochte die neueste Wuthering-Heights-Verfilmung von Emerald Fenell nicht. Aber um die geht’s in dieser Episode auch nicht. Sprecherin: Irina Wanka, deutsche Stimme von Sophie Marceau, liest gerne für Buchgefühl und nimmt immer intensiv Anteil an den Geschicken der Figuren. Wie, sieht man hier: www.3sat.de/film/kinokino/kinokino-vom-16-juni-2026-100.html Bücher: Emily Brontë, Sturmhöhe, übersetzt von Michaela Meßmer, dtv Anjet Daanje, Das Lied von Storch und Dromedar, übersetzt von Ulrich Faure, Friedenauer Presse Hörtipp: Ein ganz anderer Klassiker, weniger Gefühle, mehr Politik, hochaktuell: Lion Feuchtwangers Roman „Erfolg“, gelesen von Percy Adlon. Wie im München der 20er Jahre die Nationalsozialisten Zulauf gewinnen. Und was das mit Kunst und mit Mauschelei zu tun hat. https://1.ard.de/feuchtwanger-erfolg?cp=buchgefühl

  • June 18 · 48 min

    Ingeborg Bachmann: Das dreissigste Jahr

    Lesung und Gespräch. "In ihrer Literatur bin ich anders gemeint", sagt die Filmemacherin Regina Schilling über das Werk der österreichischen Schriftstellerin. Zum 100. Geburtstag die bekannteste Erzählung von Ingeborg Bachmann. „Wenn einer in sein dreißigstes Jahr geht, wird man nicht aufhören, ihn jung zu nennen.“ Der Auftakt einer der berühmtesten Erzählungen von Ingeborg Bachmann, Titelgeschichte ihres Prosa-Debüts aus dem Jahr 1961. Sie handelt von einer Zäsur im Leben und einem Mann, der – eben im dreißigsten Jahr – bemerkt: Alles wird anders. „Eigentlich schreibt sie über sich“, bemerkt die Filmemacherin Regina Schilling im Gespräch mit dem Podcast „Buchgefühl“, in der Ausgabe zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann am 25. Juni 2026. Die Erzählung trägt viele autobiographische Züge. „Ihre Prosatexte sind radikal und explizit auf Geschlechterungleichheit eingegangen“, sagt Regina Schilling. Und: „In ihrer Prosa ist sie selbst bis an die Grenzen gegangen.“ Die Regisseurin erzählt im Gespräch auch über ihren Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann. Jemand der einmal ich war“, gerade in den Kinos gekommen. Die Schauspielerin Sandra Hüller verkörpert darin – in einer fiktiven Ebene – Ingeborg Bachmann. „Da unser Blick relativ ähnlich ist, war das leicht. Und ein wichtiger Aspekt ist: Ingeborg Bachmann soll im Film nicht als Opfer dargestellt werden. Gast: Regina Schilling, Filmemacherin und seit der Jugend von Ingeborg Bachmanns Literatur so sehr begeistert. Ihr Dokumentarfilm „Ingeborg Bachmann. Jemand, der einmal ich war“ erzählt auf sehr besondere, berührende Weise die Lebensgeschichte der Schriftstellerin, ausgehend von einem Tag in den frühen 70er Jahren in Rom. Beeindruckend! Host: Niels Beintker, entdeckte Ingeborg Bachmanns Werk vor vielen Jahren in einem Hörspiel-Seminar, mit „Der gute Gott von Manhattan“. Sprecherin: Irina Wanka, Schauspielerin und Sprecherin, auch für den Literatur-Podcast „Buchgefühl“. Buch: Ingeborg Bachmann, Das dreißigste Jahr, Piper-Verlag. Hörtipp: Musik spielte für Ingeborg Bachmann eine wichtige Rolle. Der SWR Podcast „Das Wissen“ mit Christoph Drösser widmet sich in der Folge „Musikgeschmack – Warum wir uns für Schlager, Metal oder Klassik begeistern“ den frühen Prägungen unserer Musikleidenschaften. https://1.ard.de/das-wissen-musikgeschmack?buchgefuehl=5

  • June 12 · 47 min

    Jules Verne: In 80 Tagen um die Erde

    Lesung und Gespräch. "Meine Reaktion war sofort: ich buche und fahr wieder los" -Felicitas Hoppe, selbst literarisch und reisend unterwegs, hat sich für uns noch mal in Jules Vernes Klassiker um eine verrückte Reise-Wette vertieft. Und Rufus Beck übernimmt die Lesung. „Ich wette 20.000 Pfund gegen alle, die wetten wollen, dass ich die Erde in 80 Tagen oder weniger umfahren werde.“ Über diese berühmte verrückte Wette der Weltliteratur – abgeschlossen von Phileas Fogg in Jules Vernes „Reise um die Erde in 80 Tagen“ – spricht Felicitas Hoppe in einer neuen Ausgabe von „Buchgefühl“. Die Schriftstellerin hat gerade in ihrem Buch „Reisen“ gestanden, dass sie als Kind das Abenteuer zwischen Buchdeckeln bevorzugte, um schließlich doch zu erkennen, dass die literarische Reise die tatsächliche nicht ersetzt. Und so wurde sie selbst zu einer Weltreisenden, die – ähnlich wie Phileas Fogg in Jules Vernes Klassiker – die Erde umkreist. „Ich habe mich in Phileas Fogg auch deshalb wiedererkannt, weil es mir im Grunde ähnlich ging, als ich meine Schiffsreise um die Welt antrat“, erzählt sie im Gespräch mit Marie Schoeß. „Ich wurde gefragt, was ich mit dem Preisgeld machen wolle, das ich für das Buch bekommen hatte. Und dann hab’ ich aus Trotz gesagt: ‚Na, was macht man, wenn man Geld hat? Ich mache eine Weltreise.‘“ Reisen aus Trotz und Übermut, aus Abenteuerlust und Verzweiflung – alle Elemente finden sich in dieser Folge von Buchgefühl. Felicitas Hoppe: „Man kann eine Weltreise, so interessant sie sich gestalten mag, unendlich langweilig erzählen. Jules Verne wusste - es hängt alles von meinen Protagonisten ab.“ Ein Gespräch über Phileas Fogg und seinen Diener Passepartout, die spannendsten Stellen des Romans und den ungebrochenen Fortschrittsglauben, der aus ihm spricht. Die Ausschnitte aus dem Buch liest Rufus Beck in der Übersetzung von Erich Fivian, erschienen im Diogenes Verlag. Gast: Felicitas Hoppe hat als Kind Abenteuer- und Reiseliteratur kennengelernt – der Vater teilte mit ihr und den Geschwistern die Geschichten, die er liebte. Abgewendet hat sich die Autorin von diesem literarischen Kosmos nie. Dafür weiß sie viel zu gut, wie geschickt erzählt ein Buch wie das von Jules Verne ist und wie bemerkenswert dessen Figuren. Host: Marie Schoeß hatte selten in den letzten Monaten so großen Spaß beim Lesen wie bei diesem Klassiker. Sprecher: Der Schauspieler Rufus Beck hat nicht nur diesen Roman von Jules Verne gelesen. Sie können mit ihm weiter in den Verne-Kosmos reisen – zum Beispiel mit „Von der Erde zum Mond“ oder mit „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“. Buchtipps: Jules Vernes „Reise um die Erde in achtzig Tagen“, aus dem Französischen von Erich Fivian, Diogenes Verlag. Felicitas Hoppe, "Reisen", Hanser Berlin. Hörtipp: Es ist der Traum von vielen Menschen: einmal im Leben eine Alpenüberquerung machen! Das geht zu Fuß, aber auch mit dem Fahrrad! Kaddi, Toni und Lisa vom Bergfreundinnen-Podcast konnten sich nicht entscheiden – und machen deswegen einfach beides bei ihrer Alpenüberquerung Hoch Zwei! https://1.ard.de/AlpenueberquerungHochZwei_podcast

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