(220) Quantencomputing: Der nächste große Börsentrend?
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Der gesamte börsennotierte Quantensektor bringt rund 50 Milliarden Dollar auf die Waage, bei einem Jahresumsatz von zusammengerechnet weniger als 300 Millionen. Grund genug, sich das Thema einmal in Ruhe anzusehen.
Sascha Otto und Patrick Paech erklären in dieser Folge, was ein Quantencomputer technisch anders macht als ein klassischer Rechner, warum nicht die Zahl der Qubits, sondern die Fehlerrate das eigentliche Nadelöhr ist, und welchen Durchbruch Google im Dezember 2024 mit dem Willow-Chip erzielt hat.
Danach geht es an die Börse. Welche Spezialisten sind notiert, wo sitzen sie und wie groß sind sie? Welche Rolle spielen Alphabet, IBM, Microsoft und Nvidia in diesem Rennen? Und warum ist seit Juli 2026 erstmals ein europäisches Quantenunternehmen an einer großen US-Börse zu finden?
Besonders relevant für Banken ist der Kryptografie-Teil. Das BSI hat im Februar 2026 Fristen gesetzt: RSA und elliptische Kurven müssen bis Ende 2030 für besonders schützenswerte Daten und bis Ende 2031 generell durch Post-Quanten-Verfahren ersetzt sein. Warum der Zeitpunkt des ersten leistungsfähigen Quantencomputers dabei zweitrangig ist, erklären die beiden anhand von „Harvest now, decrypt later".
Zum Auftakt der Folge: die US-Inflationsdaten für Juli, das überraschend starke britische Wachstum und der deutliche Sprung bei den ZEW-Erwartungen im August.