
Shifting Baselines: Das schleichende neue Normal
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Das Gespräch beginnt mit Barbaras Schilderung aus einem Ferienhotel, in dem sie beobachtet, wie Kinder heute oft ruhig gestellt statt ruhig sind, da sie ständig vor Tablets oder Smartphones sitzen. Diese Fixierung auf Bildschirme führt dazu, dass Kinder kaum noch mit Stöcken oder Steinen spielen und motorische Fehlstellungen entwickeln, die früher konsequenter therapiert wurden. David sieht darin ein globales Phänomen des neuen Normals, das sich schleichend in unseren Alltag integriert hat. Ein zentraler Punkt der Diskussion ist die Resignation in Teams: Der Satz «Der ist halt so» signalisiert oft, dass man einem Menschen keine Entwicklung mehr zutraut und Fehlverhalten als neue Baseline akzeptiert. In der Schule zeigt sich diese Verschiebung auch durch den Abbau von Kletterstangen oder Reckstangen auf Schulhöfen, da die motorischen Fähigkeiten der Kinder massiv abgenommen haben. Barbara und David besprechen zudem den rasanten Wandel durch Künstliche Intelligenz und die Sorge, dass dadurch die Fähigkeit zum kritischen Denken und zur eigenständigen Recherche verloren geht. David betont jedoch, dass wir Menschen anpassungsfähig sind und Shifting Baselines auch aktiv zum Guten wenden können. Durch beharrliche Freundlichkeit in einem grumligen Team oder das konsequente Einüben von Grundfertigkeiten wie dem Purzelbaum lassen sich Standards wieder heben. Die Episode schliesst mit praktischen Tipps zur Schulentwicklung: Alle paar Jahre sollten Teams ihre Angebote und Termine evaluieren und den Mut haben, Ballast abzuwerfen, der keinen echten Nutzen mehr bringt.





