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Artwork for Barbara & Heiko
Barbara & Heiko · Thursday · 26 min

0017 Sag es noch einmal

Wie wir mit liebevollen Worten, Wiederholungen und kleinen Gesten das Schöne zwischen uns vermehren. Diese Folge beginnt mit einem kleinen Spiel. Barbara sagt etwas Liebevolles zu Heiko. Heiko wiederholt den Satz. Dann sagt Heiko etwas Schönes und Barbara spricht es ihm nach. „Heute lächelst du ganz besonders süß.“ „Heute lächelst du ganz besonders süß.“ Wir schauen uns dabei an und merken, dass die Wiederholung etwas mit uns macht. Das Gesagte kommt noch einmal zurück. Wir hören unsere eigenen Worte aus dem Mund des anderen und erleben, dass sie dort ebenfalls stimmen. So entsteht eine Art liebevolle Spirale. Wir erzählen, wie dieses Spiel zwischen uns entstanden ist und warum es uns gerade in anstrengenden Zeiten guttut. Denn hinter uns liegen einige ziemlich herausfordernde Tage. Eine Autopanne, ein Flug, der wegen technischer Probleme nicht stattfinden konnte, eine ungeplante Nacht auf Kreta und schließlich die Ankunft auf Mykonos. Wir hätten reichlich Anlass, uns zu ärgern. Stattdessen sitzen wir uns gegenüber, schauen uns in die Augen und sagen einander, was wir gerade schön finden. Dabei kommen wir auf eine Frage, die uns schon länger beschäftigt: Was nähren wir eigentlich mit unserer Aufmerksamkeit? Den Ärger darüber, dass der Rucksack wieder im Weg steht? Die Schuhe, die nicht ordentlich abgestellt wurden? Die Dinge, die der andere vergessen hat? Oder die Freude darüber, dass er da ist, uns anlächelt, uns zuhört, etwas geschafft hat oder einfach gerade besonders glücklich aussieht? Barbara erinnert sich an eine ältere Frau aus ihrer Zeit in der Altenpflege. Diese Frau hatte einen wunderbar weichen Bauch, den sie regelmäßig mit Nivea eincremte. Wenn jemand zu ihr kam, nahm sie dessen Hand, legte sie auf ihren Bauch und ließ ihn streicheln. „Komm mal her, ich will dir was zeigen.“ Eine kleine Geste voller Vertrauen, Körperlichkeit und Freude. Wir sprechen auch über das Grooming, die gegenseitige Körperpflege und Zuwendung bei manchen Tieren, und über die körperliche Nähe, die Barbara aus ihrer Clownsarbeit kennt. Und wir entdecken, dass unser kleines Spiel überall möglich ist. An der Supermarktkasse. In einem Geschäft. Beim gemeinsamen Essen. Mit einem Menschen, den wir gerade erst kennengelernt haben. Sogar mit uns selbst. Wie wäre es, wenn wir uns selbst öfter einmal sagen würden: „Schau mal, das hast du schön gemacht“? Nicht als Leistungsbewertung, sondern aus Freude am eigenen Tun. Natürlich gelingt uns das nicht immer. Auch wir sind gereizt, müde und überfordert. Wir streiten und verlieren manchmal den liebevollen Blick. Aber wir wissen inzwischen, wie wir ihn wiederfinden können. Manchmal reicht ein Satz. Und dann ist es besonders schön, wenn der andere ihn noch einmal sagt. „Ich liebe dich.“ „Ich liebe dich.“

0:00-26:37

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show notes

Wie wir mit liebevollen Worten, Wiederholungen und kleinen Gesten das Schöne zwischen uns vermehren.

Diese Folge beginnt mit einem kleinen Spiel. Barbara sagt etwas Liebevolles zu Heiko. Heiko wiederholt den Satz. Dann sagt Heiko etwas Schönes und Barbara spricht es ihm nach. „Heute lächelst du ganz besonders süß.“ „Heute lächelst du ganz besonders süß.“ Wir schauen uns dabei an und merken, dass die Wiederholung etwas mit uns macht. Das Gesagte kommt noch einmal zurück. Wir hören unsere eigenen Worte aus dem Mund des anderen und erleben, dass sie dort ebenfalls stimmen. So entsteht eine Art liebevolle Spirale. Wir erzählen, wie dieses Spiel zwischen uns entstanden ist und warum es uns gerade in anstrengenden Zeiten guttut. Denn hinter uns liegen einige ziemlich herausfordernde Tage. Eine Autopanne, ein Flug, der wegen technischer Probleme nicht stattfinden konnte, eine ungeplante Nacht auf Kreta und schließlich die Ankunft auf Mykonos. Wir hätten reichlich Anlass, uns zu ärgern. Stattdessen sitzen wir uns gegenüber, schauen uns in die Augen und sagen einander, was wir gerade schön finden. Dabei kommen wir auf eine Frage, die uns schon länger beschäftigt: Was nähren wir eigentlich mit unserer Aufmerksamkeit? Den Ärger darüber, dass der Rucksack wieder im Weg steht? Die Schuhe, die nicht ordentlich abgestellt wurden? Die Dinge, die der andere vergessen hat? Oder die Freude darüber, dass er da ist, uns anlächelt, uns zuhört, etwas geschafft hat oder einfach gerade besonders glücklich aussieht? Barbara erinnert sich an eine ältere Frau aus ihrer Zeit in der Altenpflege. Diese Frau hatte einen wunderbar weichen Bauch, den sie regelmäßig mit Nivea eincremte. Wenn jemand zu ihr kam, nahm sie dessen Hand, legte sie auf ihren Bauch und ließ ihn streicheln. „Komm mal her, ich will dir was zeigen.“ Eine kleine Geste voller Vertrauen, Körperlichkeit und Freude. Wir sprechen auch über das Grooming, die gegenseitige Körperpflege und Zuwendung bei manchen Tieren, und über die körperliche Nähe, die Barbara aus ihrer Clownsarbeit kennt. Und wir entdecken, dass unser kleines Spiel überall möglich ist. An der Supermarktkasse. In einem Geschäft. Beim gemeinsamen Essen. Mit einem Menschen, den wir gerade erst kennengelernt haben. Sogar mit uns selbst. Wie wäre es, wenn wir uns selbst öfter einmal sagen würden: „Schau mal, das hast du schön gemacht“? Nicht als Leistungsbewertung, sondern aus Freude am eigenen Tun. Natürlich gelingt uns das nicht immer. Auch wir sind gereizt, müde und überfordert. Wir streiten und verlieren manchmal den liebevollen Blick. Aber wir wissen inzwischen, wie wir ihn wiederfinden können. Manchmal reicht ein Satz. Und dann ist es besonders schön, wenn der andere ihn noch einmal sagt. „Ich liebe dich.“ „Ich liebe dich.“