«FOBO» – oder: Muss ich nützlich sein?
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Was passiert, wenn künstliche Intelligenz Dinge besser kann als wir? Wenn sie schneller schreibt, recherchiert, programmiert – und irgendwann vielleicht tatsächlich dafür sorgt, dass weniger menschliche Arbeit gebraucht wird? FOBO – Fear of Becoming Obsolete nennt sich die Angst, überflüssig zu werden.
Stephan und Manu fragen sich, warum diese Vorstellung eigentlich so bedrohlich ist. Haben wir uns so sehr daran gewöhnt, unseren Wert über Arbeit, Leistung und Nützlichkeit zu bestimmen? Und wäre eine Welt, in der wir dank KI viel weniger arbeiten müssten, tatsächlich eine Befreiung – oder vor allem eine gewaltige Identitätskrise?
Dabei stossen sie auf eine erstaunlich unproduktive Idee der Bibel: die Sabbatruhe. Einen Tag lang nichts herstellen, nichts optimieren, nichts leisten müssen. Vielleicht steckt darin ein ziemlich radikaler Einspruch gegen eine Welt, in der selbst Erholung noch der Leistungsfähigkeit dienen soll.
Denn womöglich ist «Jeder Mensch ist nützlich» gar nicht der humanistische Satz, für den wir ihn halten. Vielleicht müsste es heissen: Kein Mensch muss nützlich sein. Und vielleicht stellt KI deshalb weniger die Frage, was Maschinen künftig alles können – als die Frage, was einen Menschen eigentlich wertvoll macht.
Ausserdem: Hallelujah der Woche: Manu kann wieder mit dem Trainer zur Arbeit kommen. Stossgebet der Woche: Wenn ein Hausfest zur generalstabsmässigen Übung wird.