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Auftrag: Digital. · Wednesday · 29 min

«Eine Frage der Planung»

Eine Starthilfe zu KI in kleinen und mittleren Gemeinden mit Alex Sollberger, Präsident des Vereins Myni Gmeind Wie kleine und mittlere Gemeinden mit KI anfangen, obwohl Zeit, Wissen und Budget knapp sind, und wie sie dabei alle mitnehmen. Mit Alex Sollberger, Präsident des Vereins Myni Gmeind. «Ich habe fast keine Zeit.» Diesen Satz hört Alex Sollberger in den Gemeinden am häufigsten. In der fünften Folge von «Auftrag: Digital.» spricht Host Mathias Fontana mit Alex Sollberger, Präsident des Vereins Myni Gmeind, über die Frage, wie kleine und mittlere Gemeinden trotz knapper Ressourcen mit KI und Digitalisierung vorankommen. Alex hat Mitarbeitende und Verantwortliche aus über 300 Gemeinden zu KI geschult und weiss, was in diesen Verwaltungen am Tisch besprochen wird. Für ihn beginnt der Einstieg mit einem Plan, nicht mit einem Budget. Wer weiss, welche wiederkehrende Aufgabe er entlasten will, kann klein anfangen. Damit daraus mehr wird, braucht es eine Führung, die selbst mitmacht, Austausch im Team und den Blick zu den Nachbargemeinden. Ein Gespräch über Protokolle mit KI- Unterstützung, ein Merkblatt statt 30-seitiger Strategiedokumente, das monatliche KI-Kaffee und die Menschen auf der anderen Seite des Schalters, die digital nicht so leicht mitkommen. Darum geht es in dieser Folge Warum «keine Zeit» der häufigste Satz in den Gemeinden ist und weshalb Alex davon abrät, ohne Ziel einfach loszudigitalisieren. Wo KI im Verwaltungsalltag heute entlastet, etwa beim Zusammenfassen von Texten oder beim Protokollschreiben, und wann die Arbeit von Hand schneller ist. Zwei Beispiele zum Nachmachen: wie Zollikofen seine KI-Richtlinien erarbeitet und die Mitarbeitenden in einem Workshop mitgenommen hat, und ein Merkblatt für KI-Regeln, das über 30 Gemeinden bereits für sich ausgefüllt haben. Vom ersten Versuch in die Breite: ein monatliches KI-Kaffee, Verantwortliche in den Abteilungen und ein nächster Kurs nach 6 oder 9 Monaten. Warum KI eine Führungsaufgabe ist und ohne Leitung, die mitlebt, ein Lippenbekenntnis bleibt. Gemeinsam statt allein: Interessen poolen und gemeinsam beschaffen wie die Walliser Gemeinden mit dem RWO (Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis), und wie Gemeinden die rund 38 Prozent der Bevölkerung mitnehmen, denen laut Sollberger die digitalen Grundkompetenzen fehlen. Was Mathias Fontana aus dem Gespräch mitnimmt: Es sind die kleinen Schritte, die zählen, eine Aufgabe oder ein Prozess, einmal mit KI ausprobiert. Und es kommt auf die Führung an, auf einen Plan und darauf, dass Gemeinden sich zusammentun und voneinander lernen. Zum Schluss: drei Fragen Drei kurze Fragen zum Abschluss, Alex Sollbergers Antworten in Kürze. Prinzip: Sich mit KI befassen und Dinge ausprobieren, ohne sich zu grosse Ziele zu setzen. Es reicht, ein Gespür dafür zu bekommen, um mitdiskutieren zu können. Weiche: Einen Plan über 6, 12 und 18 Monate mit Zielen, die im Tagespensum und mit den vorhandenen Ressourcen erreichbar sind, ob die Verwaltung drei oder sieben Leute hat. Handlung: Bei den Nachbargemeinden nachfragen, was sie schon gemacht haben. Über den Gast Alex Sollberger ist Präsident des Vereins Myni Gmeind, der Gemeinden bei der Digitalisierung unterstützt und jedes Jahr gemeinsam mit dem Schweizerischen Gemeindeverband und der FHNW eine Gemeindeumfrage durchführt. Er hat Mitarbeitende und Verantwortliche aus über 300 Gemeinden zu KI geschult. Beruflich führt er die swiss smart media gmbh in Pieterlen BE, zudem ist er seit 2013 Dozent an der FHNW. Zur Transparenz: CMI hat im September 2026 eine KI-Lösung seiner Firma übernommen und ist Partner des Vereins Myni Gmeind. In dieser Folge spricht Sollberger als Präsident des Vereins. Über «Auftrag: Digital.» «Auftrag: Digital.» ist der CMI Podcast zur Digitalisierung der öffentlichen Hand in der Schweiz. Host Mathias Fontana spricht mit Menschen aus Gemeinden, Städten, Schulen, Archiven und Kantonen, die diesen Auftrag täglich gestalten. Echte Erfahrungen, ehrliche Einblicke, konkrete Lösungen – aus der öffentlichen Hand für die öffentliche Hand. Mitreden, weitergeben, dranbleiben Diese Folge lebt vom Austausch. Wir freuen uns über deine Fragen, Inputs und Rückmeldungen: Hinterlasse einen Kommentar direkt unter der Folge. Schreib eine Mail an mathias.fontana@cmi.ch. – Abonniere «Auftrag: Digital.», damit du keine Folge verpasst. Teile die Folge mit Kolleginnen und Kollegen, die dieser «Auftrag: Digital.» ebenfalls beschäftigt. Links zur Folge Verein Myni Gmeind: https://www.mynigmeind.ch Merkblätter «Sicherer Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung» (Myni Gmeind): https://int.mynigmeind.ch/de/merkblaetter-sicherer-umgang-mit-kuenstlicher-intelligenz-in-der-oeffentlichen- verwaltung Digitalcheck von Myni Gmeind: https://int.mynigmeind.ch/de/survey/ «Schweizer Gemeinde»: Zollikofen hat Richtlinien für den Einsatz von KI festgelegt (09.02.2026): https://www.schweizer-gemeinde.ch/artikel/zollikofen-hat-richtlinien-fuer-den-einsatz-von-ki-festgelegt CMI: www.cmi.ch Alle Folgen und weitere Informationen: www.cmi.ch/podcast Links zu Social Media Alex Sollberger auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/alexander-sollberger-schweiz Mathias Fontana auf LinkedIn: www.linkedin.com/in/mathias-fontana CMI auf LinkedIn: www.linkedin.com/company/cm-informatik-ag CMI auf YouTube: www.youtube.com/@cminformatik CMI auf Instagram: www.instagram.com/cminformatik CMI auf Facebook: www.facebook.com/cminformatik

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Eine Starthilfe zu KI in kleinen und mittleren Gemeinden mit Alex Sollberger, Präsident des Vereins Myni Gmeind

Wie kleine und mittlere Gemeinden mit KI anfangen, obwohl Zeit, Wissen und Budget knapp sind, und wie sie dabei alle mitnehmen. Mit Alex Sollberger, Präsident des Vereins Myni Gmeind.

«Ich habe fast keine Zeit.» Diesen Satz hört Alex Sollberger in den Gemeinden am häufigsten. In der fünften Folge von «Auftrag: Digital.» spricht Host Mathias Fontana mit Alex Sollberger, Präsident des Vereins Myni Gmeind, über die Frage, wie kleine und mittlere Gemeinden trotz knapper Ressourcen mit KI und Digitalisierung vorankommen. Alex hat Mitarbeitende und Verantwortliche aus über 300 Gemeinden zu KI geschult und weiss, was in diesen Verwaltungen am Tisch besprochen wird. Für ihn beginnt der Einstieg mit einem Plan, nicht mit einem Budget. Wer weiss, welche wiederkehrende Aufgabe er entlasten will, kann klein anfangen. Damit daraus mehr wird, braucht es eine Führung, die selbst mitmacht, Austausch im Team und den Blick zu den Nachbargemeinden. Ein Gespräch über Protokolle mit KI- Unterstützung, ein Merkblatt statt 30-seitiger Strategiedokumente, das monatliche KI-Kaffee und die Menschen auf der anderen Seite des Schalters, die digital nicht so leicht mitkommen.

Darum geht es in dieser Folge

  • Warum «keine Zeit» der häufigste Satz in den Gemeinden ist und weshalb Alex davon abrät, ohne Ziel einfach loszudigitalisieren.
  • Wo KI im Verwaltungsalltag heute entlastet, etwa beim Zusammenfassen von Texten oder beim Protokollschreiben, und wann die Arbeit von Hand schneller ist.
  • Zwei Beispiele zum Nachmachen: wie Zollikofen seine KI-Richtlinien erarbeitet und die Mitarbeitenden in einem Workshop mitgenommen hat, und ein Merkblatt für KI-Regeln, das über 30 Gemeinden bereits für sich ausgefüllt haben.
  • Vom ersten Versuch in die Breite: ein monatliches KI-Kaffee, Verantwortliche in den Abteilungen und ein nächster Kurs nach 6 oder 9 Monaten.
  • Warum KI eine Führungsaufgabe ist und ohne Leitung, die mitlebt, ein Lippenbekenntnis bleibt.
  • Gemeinsam statt allein: Interessen poolen und gemeinsam beschaffen wie die Walliser Gemeinden mit dem RWO (Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis), und wie Gemeinden die rund 38 Prozent der Bevölkerung mitnehmen, denen laut Sollberger die digitalen Grundkompetenzen fehlen.
  • Was Mathias Fontana aus dem Gespräch mitnimmt: Es sind die kleinen Schritte, die zählen, eine Aufgabe oder ein Prozess, einmal mit KI ausprobiert. Und es kommt auf die Führung an, auf einen Plan und darauf, dass Gemeinden sich zusammentun und voneinander lernen.

Zum Schluss: drei Fragen

Drei kurze Fragen zum Abschluss, Alex Sollbergers Antworten in Kürze.

  • Prinzip: Sich mit KI befassen und Dinge ausprobieren, ohne sich zu grosse Ziele zu setzen. Es reicht, ein Gespür dafür zu bekommen, um mitdiskutieren zu können.
  • Weiche: Einen Plan über 6, 12 und 18 Monate mit Zielen, die im Tagespensum und mit den vorhandenen Ressourcen erreichbar sind, ob die Verwaltung drei oder sieben Leute hat.
  • Handlung: Bei den Nachbargemeinden nachfragen, was sie schon gemacht haben.

Über den Gast

Alex Sollberger ist Präsident des Vereins Myni Gmeind, der Gemeinden bei der Digitalisierung unterstützt und jedes Jahr gemeinsam mit dem Schweizerischen Gemeindeverband und der FHNW eine Gemeindeumfrage durchführt. Er hat Mitarbeitende und Verantwortliche aus über 300 Gemeinden zu KI geschult. Beruflich führt er die swiss smart media gmbh in Pieterlen BE, zudem ist er seit 2013 Dozent an der FHNW. Zur Transparenz: CMI hat im September 2026 eine KI-Lösung seiner Firma übernommen und ist Partner des Vereins Myni Gmeind. In dieser Folge spricht Sollberger als Präsident des Vereins.

Über «Auftrag: Digital.»

«Auftrag: Digital.» ist der CMI Podcast zur Digitalisierung der öffentlichen Hand in der Schweiz. Host Mathias Fontana spricht mit Menschen aus Gemeinden, Städten, Schulen, Archiven und Kantonen, die diesen Auftrag täglich gestalten. Echte Erfahrungen, ehrliche Einblicke, konkrete Lösungen – aus der öffentlichen Hand für die öffentliche Hand.

Mitreden, weitergeben, dranbleiben

Diese Folge lebt vom Austausch. Wir freuen uns über deine Fragen, Inputs und Rückmeldungen:

  • Hinterlasse einen Kommentar direkt unter der Folge.
  • Schreib eine Mail an mathias.fontana@cmi.ch. – Abonniere «Auftrag: Digital.», damit du keine Folge verpasst.
  • Teile die Folge mit Kolleginnen und Kollegen, die dieser «Auftrag: Digital.» ebenfalls beschäftigt.

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