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ARD Presseclub

WDR 5

Für viele ist der "Presseclub" im ARD Fernsehen, phoenix sowie auf NDR Info und WDR 5 ein liebgewonnenes Sonntagsritual. Unter der Leitung von Jörg Schönenborn, Ellen Ehni und Susan Link diskutieren Journalistinnen und Journalisten das Thema der Woche – hintergründig, kontrovers, unabhängig.
  • 20 episodes
  • Updated July 26

Episodes20

  • July 26 · 1 hr

    NATO stärkt die Ukraine - Muss man jetzt mit Putin reden?

    Anke Plättner diskutiert mit: Stefan Braun, "Table.Media“, Cathryn Clüver Ashbrook, Publizistin und Politikwissenschaftlerin, Bertelsmann Stiftung, Jan Opielka, freier Journalist u. a. für "Der Freitag“ und polnische Medien, Anastasia Tikhomirova, "DIE ZEIT“

  • July 19 · 57 min

    Die Union und der Fall Spahn

    Jens Spahn ist als Unionsfraktionschef zurückgetreten. Grund war die vor allem an der CDU-Basis ausgelöste Empörung über die Geburt seines Kindes durch eine Leihmutter in den USA. Im Presseclub wird diskutiert, ob sein Rückzug eine notwendige Konsequenz aus einem Glaubwürdigkeitsproblem ist oder ob die Kritik an ihm überzogen war. Im Zentrum steht die Frage, ob ein Politiker im Privaten anders handeln darf als er und seine Politik es im Politischen vertreten. Ein zentraler Streitpunkt ist die Leihmutterschaft selbst. Während einige Gäste betonen, Spahn sei vor allem an mangelnder Transparenz und dem Widerspruch zur Unions-Linie gescheitert, sehen andere darin eine grundsätzliche ethische Frage, die den Wesenskern der CDU berührt. Diskutiert wird, ob Schwangerschaft und Geburt durch Verträge und Geld geregelt werden dürfen – oder ob Spahns persönlicher Kinderwunsch stärker berücksichtigt werden muss. Einig ist sich die Runde, dass die unglückliche Kommunikation über seine Entscheidung entscheidend für den politischen Schaden war. Darüber hinaus geht es um die Folgen für die Union. Spahn hinterlässt als erfahrener Verhandler und wichtige Stimme in der Koalition eine Lücke, obwohl er schon zuvor wegen verschiedener Affären umstritten war. Die Debatte zeigt ein grundlegendes Problem der politischen Mitte: Wie viel Abweichung zwischen Anspruch und Wirklichkeit können Parteien verkraften – und wie sehr beschädigen solche Fälle das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen Alisha Mendgen (Focus), Karina Mößbauer (The Pioneer), Reinhard Müller (Frankfurter Allgemeine Zeitung) und Alexander Neubacher (Der Spiegel). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:05) - Der Fall Spahn: Rücktritt, Leihmutterschaft und die Frage nach politischer Verantwortung (00:02:57) - Warum die Kritik an Spahn so groß wurde: Glaubwürdigkeit, Werte und die Reaktion der CDU (00:04:05) - Spahns Vorwurf der „Unerbittlichkeit“: Überzogene Kritik oder notwendige Konsequenz? (00:08:21) - Spahns Rechtfertigung im Podcast: Zwischen persönlichem Kinderwunsch und politischen Grundsätzen (00:10:16) - Die Leihmutterschaft als ethische Grundsatzfrage: Recht, Menschenwürde und Kommerzialisierung (00:11:58) - Hätte Spahn seinen Rücktritt verhindern können? Transparenz, Kommunikation und Parteitag (00:15:21) - Grundsätzliche Konflikte in der Union: Bioethische Fragen, Parteiprogramm und Gewissensentscheidungen (00:17:09) - Friedrich Merz und der Umgang mit Spahn: Kanzlerentscheidung oder verlorene Glaubwürdigkeit? (00:20:06) - Welche Rolle Spahn in der CDU spielte: Macht, Verhandlungen und sein Einfluss auf die Koalition (00:24:45) - Ein umstrittener Machtpolitiker: Spahns frühere Kontroversen und sein politisches Profil (00:29:16) - Wer kann Spahn ersetzen? Die Suche nach einer neuen Führung in der Unionsfraktion (00:33:22) - Doppelmoral in der Politik: Wie viel Abweichung zwischen Reden und Handeln ist akzeptabel? (00:41:00) - Presseclub nachgefragt

  • July 12 · 57 min

    Tödliche Hitze - Warum sind wir so schlecht gewappnet?

    Die Hitzewelle im Juni zeigt: Deutschland ist schlecht vorbereitet. Laut RKI starben über 5000 Menschen. Die meisten Kliniken, Pflegeheime und Kitas sind nicht klimatisiert. Viele Bürger leben in schlecht gedämmten Dachwohnungen. Wie kann die Politik die Menschen besser schützen? In der Debatte wird deutlich: Wir haben in Deutschland Nachholbedarf. Nur wer fühlt sich zuständig? Bund, Länder und Kommunen schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu. Dabei liegen seit Jahren Vorschläge auf dem Tisch – sowohl bei der Klimaanpassung als auch beim Klimaschutz. Doch den Kommunen, die für Klimaschutz vor Ort unmittelbar zuständig sind, fehlt Geld. Und wenn sich eine Stadt dann aufmacht, für ein besseres Klima zu sorgen, dann stehen den Maßnahmen mächtige Interessensgruppen gegenüber. Jede entsiegelte Fläche etwa bedeutet weniger Platz für PKWs, was Autofahrer auf die Barrikaden treibt. Auch die Länder kommen ihrer Verantwortung nicht nach, weshalb Kliniken und Pflegeheime unzureichend klimatisiert sind und zu Brutstätten werden. Bundesumweltminister sieht einen Ausweg aus dem Dilemma darin, Klimaschutz im Grundgesetz als Gemeinschaftsaufgabe zu verankern, um handlungsfähiger zu werden. Ist das realistisch? Hat die jetzige Koalition das Thema bei ihren Reformvorhaben überhaupt auf dem Schirm? Die Runde ist sich einig: Mit der Abkehr vom Gebäudemodernisierungsgesetz des früheren Wirtschaftsministers Habeck sei den Bürgern wieder der Kauf von Öl und Gasheizungen gestattet. Ein Impuls in die falsche Richtung, wenn es um den Schutz vor Extremtemperaturen geht. Warum wird das Problem immer wieder verdrängt, obwohl frühzeitig wichtige Präventivmaßnahmen eingeführt werden könnten? Und was macht Frankreich besser als wir? Darüber diskutiert Moderatorin Ellen Ehni mit den Gästen Malte Kreutzfeldt (Table.Media), Miriam Scharlibbe (Mannheimer Morgen), Claudia Reiser (MDR) und Tim Szent-Ivany (RND). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:48). (00:00:04) - Tödliche Hitze: Deutschland im Hitzestresstest (00:02:18) - Mannheim als Brennpunkt: Wie Städte zu Hitzeinseln werden (00:03:30) - Hitzetote in Deutschland: Zahlen, Risiken und besonders gefährdete Gruppen (00:05:51) - Infrastruktur am Limit: Aufplatzende Straßen, lahmgelegte Bahnen und neue Temperaturrekorde (00:08:36) - Klimaanpassung oder Klimaschutz? Was jetzt dringend passieren muss (00:12:07) - Krankenhäuser, Pflegeheime und Kitas: Wie gut schützen wir die Schwächsten? (00:24:06) - Gebäude, Städte und Wohnraum: Was gegen Hitze wirklich hilft (00:27:13) - Wer zahlt den Hitzeschutz? Streit um Zuständigkeiten, Kommunen und Milliardenhilfen (00:38:04) - Frankreich als Vorbild: Was Deutschland beim Hitzeschutz lernen kann (00:41:48) - Presseclub nachgefragt

  • July 5 · 56 min

    Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran?

    Was 2025 als „Herbst der Reformen“ angekündigt wurde, ist nun ein „Sommer der Reformen“ geworden. Nach den Vorschlägen zur Rentenreform hat die Bundesregierung erneut ein Reformpaket vorgestellt. Die schwarz-rote Koalition verspricht mit den 34 Reformen nicht weniger als einen wirtschaftlichen Neustart. Reicht das, um das Land voranzubringen und verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen? Im Presseclub gehen die Meinungen auseinander. Einerseits sieht man wichtige Fortschritte und eine Koalition, die endlich liefert. Andererseits werden viele Vorhaben für zu klein oder zu spät befunden. Intensiv diskutiert wird die Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag. Ist sie ein sinnvoller Beitrag gegen Fehlzeiten oder ein Zeichen des Misstrauens gegenüber Beschäftigten? Kann die Regierung ihre Reformen überzeugend vermitteln? Ist die Einigung zwischen Union und SPD der große Wurf, der Deutschland aus dem Stillstand führen kann? Moderatorin Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen Laura Block (Table.Media), Nico Fried (stern), Kerstin Münstermann (Rheinische Post) und Marc Rath (Mitteldeutsche Zeitung). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:50). (00:00:00) – Einleitung: Sommer der Reformen: Kommt Deutschland so voran? (00:02:24) - Eröffnungsrunde: Zu wenig großer Wurf? (00:03:35) - Kritik am Reformpaket: Minimalkompromiss ohne große Erzählung (00:04:07) - Inszenierung im Kanzleramt: Warum Kommunikation entscheidend ist (00:05:07) - Politische Bühne & Präsentation: Wer dominiert die Reformverkündung? (00:13:33) - Merz unter Druck: Kommunikation, Umfragen und politische Wirkung (00:15:07) - Streitpunkt Steuerreform: Entlastung ja, aber für wen genug? (00:16:14) - Grundsatzdebatte: Steuerpolitik vs. Sozialabgaben als Hebel (00:39:07) - Umsetzung der Reformen: Bürokratieabbau und Zeitplan im Realitätscheck (00:40:50) - Presseclub Nachgefragt

  • June 28 · 57 min

    Rentenreform: Genug, gerecht und sicher?

    Angesichts einer alternden Gesellschaft und steigenden Kosten soll eine umfassende Rentenreform das System langfristig sichern. Die Bundesregierung spricht von einem „Gesamtkunstwerk“, aber ist das Paket wirklich gerecht für Jung und Alt? Im Presseclub gehen die Einschätzungen auseinander. Die einen sehen in der Kombination aus kapitalgedeckter Altersvorsorge, einem späteren Renteneintritt und einem größeren Versichertenkreis einen überfälligen Neustart, der die Lasten gerechter zwischen den Generationen verteilt. Andere bezweifeln, dass die Reform die akuten Probleme der Babyboomer-Jahre löst, und warnen vor höheren Belastungen für Beschäftigte sowie neuen Ungerechtigkeiten. Diskutiert wird außerdem, ob längeres Arbeiten für alle realistisch ist, welche Rolle Beamte und Selbstständige künftig im Rentensystem spielen sollten und ob eine kapitalgedeckte Rente tatsächlich mehr Sicherheit schafft. Kann das Reformpaket für Ruhe im Rentensystem sorgen, oder wartet in naher Zukunft bereits die nächste Rentendebatte? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen Stefan Schulz (Freier Journalist), Tina Groll (Die ZEIT), Horst von Buttlar (WirtschaftsWoche) und Anna Lehmann (taz). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:00) - Rentenreform im Check: Warum das System jetzt unter Druck gerät (00:05:28) - Generationengerechtigkeit: Wer trägt die Last der Reform? (00:10:02) - Aktienrente nach schwedischem Vorbild: Chance oder Risiko? (00:16:03) - Kapitalmarkt statt Umlage? Rendite, Risiken und Börsencrashs (00:20:16) - Das Misstrauen der Gewerkschaften und die Lehren aus der Riester-Rente (00:27:18) - Renteneintritt und Lebensarbeitszeit: Länger arbeiten als Lösung? (00:29:37) - Beamte und Selbstständige: Warum bleiben sie außen vor? (00:34:10) - Geplante Rentenversicherungspflicht für Minijobber und Studierende (00:37:08) - Ausblick: Trägt die Rentenreform für die nächsten 20 Jahre? (00:41:00) - Presseclub nachgefragt

  • June 21 · 56 min

    Mehr Lernen, weniger Spielen: Brauchen wir eine Vorschulpflicht?

    Der jüngste Bildungsbericht ist ernüchternd: Trotz zahlreicher Reformen in den vergangenen 20 Jahren sinken die Kompetenzen von Schulkindern kontinuierlich. Außerdem gibt es kaum Fortschritte bei der Chancengleichheit. Eklatant sind die Mängel insbesondere im Sprachbereich. Bundesbildungsministerin Prien will mit Sprachtests und verbindlicher Förderung gegensteuern. Wie lässt sich das Bildungsniveau verbessern? Braucht es eine Vorschulpflicht? Tests alleine jedenfalls seien maximal Diagnostik, keine Lösung der Bildungskrise. Darin ist sich die Runde einig. Viel grundsätzlicher müsste die frühkindliche Bildung überarbeitet werden, Sprachförderung ein zentralerer Bestandteil werden. Braucht es also ein verpflichtendes Kitajahr? Oder größere finanzielle Ressourcen? Zu Letzterem gibt es in der Runde gegensätzliche Meinungen, schließlich könne nicht jedes strukturelle Problem mit Geld gelöst werden. Aber wie sonst? Darüber diskutiert Moderator Jörg Schönenborn mit den Gästen: Bob Blume (Bildungsinfluencer), Martin Spiewak (DIE ZEIT), Katrin Clemens (WAZ) und Hadija Haruna-Oelker (Freie Journalistin). Wir freuen uns über Feedback – einfach an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:05) – Bildungsbericht 2025: Warum die Bildungsschere schon vor der Schule aufgeht (00:03:48) – Frühkindliche Bildung: Wie entscheidend sind Kita und Elternhaus? (00:07:04) – Milliarden investiert, trotzdem schlechte Ergebnisse: Wo liegt das Problem? (00:12:15) – Sprache, Migration und Bildungsgerechtigkeit: Was brauchen Kinder vor der Einschulung? (00:18:28) – Sprachtests für Vierjährige: Diagnose oder echte Lösung? (00:23:21) – Vorschulpflicht und Kita-Pflicht: Braucht Deutschland verbindliche Regeln? (00:29:16) – Pflicht allein reicht nicht: Streit über Ressourcen, Förderung und Systemreformen (00:35:19) – Personalnotstand, fehlende Lobby und die gesellschaftliche Bedeutung früher Bildung (00:41:00) – Presseclub nachgefragt.

  • June 14 · 57 min

    Noch mehr Drohnen und Raketen: Wann lässt Putin mit sich reden?

    Geht die russische Invasion in der Ukraine in eine neue Phase? Die ukrainische Armee zeigt in den letzten Monaten eine neue Stärke: Sie hat Drohnen entwickelt, die Ziele weit hinter der festgefahrenen Front, auf russischem Territorium, angreifen können. Brennende Raffinerien und zerstörte Militärbasen machen den Krieg auch für die russische Bevölkerung sichtbar. Im Presseclub wird diskutiert, ob sich der Druck auf Präsident Putin verstärkt und ob sich daraus jetzt ein Zeitfenster für Verhandlungen ergibt. Die Gäste analysieren die aktuelle militärische Lage, den Einfluss neuer Technologien sowie die Bedeutung westlicher Unterstützung und sprechen darüber, wie es tatsächlich um die russische Wirtschaft steht. Im Zentrum der Diskussion steht zudem Putins Kurs: Hat er seine Ziele verändert oder hält er weiterhin kompromisslos an der Eroberung ukrainischer Gebiete fest? Mögliche Friedensgespräche sorgen in der Runde für Kontroversen. Gleichzeitig steht Europas Strategie auf dem Prüfstand: Wie wirksam sind Sanktionen und Waffenlieferungen? Wie steht es um die politische Geschlossenheit? Reicht wirtschaftlicher Druck aus, um den Krieg zu beeinflussen? Und wen müsste die EU als möglichen Verhandler senden, um erfolgreich über einen Waffenstillstand oder gar ein Kriegsende zu verhandeln? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Gesine Dornblüth (freie Journalistin), Moritz Gathmann (stern), Marina Kormbaki (DER SPIEGEL) und Paul Ronzheimer (BILD). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). (00:00:00) - Ukraine unter Druck: Die aktuelle militärische Lage (00:06:02) - Wo wird der Krieg entschieden? Militär, Technologie oder Europas Unterstützung (00:09:48) - Russlands Kriegswirtschaft: Wie groß sind die Belastungen wirklich? (00:16:28) - Hat Putin seine Position verändert? Debatte über Verhandlungen und Kriegsziele (00:20:47) - Friedensgespräche oder Illusion? Einschätzungen zu Verhandlungen mit Moskau (00:23:56) - Europas Antwort: Druck, Sanktionen und Unterstützung für die Ukraine (00:25:16) - Friedrich Merz und die Ukraine-Politik: Zwischen Taurus-Debatte und Realität (00:27:39) - Wie lange kann Europa durchhalten? Geld, Waffen und politischer Wille (00:29:46) - Verhandeln aus Stärke: Die Debatte über geheime Kanäle nach Moskau (00:31:02) - Sanktionspaket Nummer 21: Wie wirksam sind weitere Maßnahmen gegen Russland? (00:33:26) - Das Fenster der Gelegenheit: Kann wirtschaftlicher Druck Putin zum Umdenken bewegen? (00:38:30) - Fazit der Runde: Welche Strategie hat die besten Erfolgschancen?

  • June 7 · 57 min

    AfD hängt Union ab: Braucht es einen Strategiewechsel?

    Laut ARD- DeutschlandTrend baut die AfD ihren Vorsprung zur Union aus. Warum wenden sich Menschen dieser Partei zu, obwohl der Verfassungsschutz sie in Teilen als rechtsextrem einstuft? Können die versprochenen Sozialreformen von Schwarz-Rot eine Trendumkehr bringen oder brauchen die Parteien eine andere Strategie? Mit Mittelpunkt der Sendung steht die Frage, ob die „Brandmauer“ immer noch die richtige Antwort der Parteien ist auf den Stimmenzuwachs der AfD. Während die einen sie für essentiell halten zum Erhalt der Demokratie, betonen andere ihren undemokratischen Charakter. Konsens besteht darin, dass Kanzler Merz versprochen hatte, alles anders zu machen als die Ampel, und das dann genau nicht eingehalten wurde, was für Frust und Enttäuschung gesorgt habe. Zurück blieb eine enttäuschte und durch Multikrisen stark belastete Bevölkerung. Auf dem Boden der Unzufriedenheit sei in der AfD-Anhängerschaft eine Art Lebens- und Zugehörigkeitsgefühl entstanden, dem mit einfachen Reformen gar nicht so leicht beizukommen sei. Wie kann die Regierungskoalition Vertrauen zurückgewinnen? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Ann-Katrin Müller (DER SPIEGEL), Stephan-Götz Richter (The Globalist). Helge Fuhst (WELT) und Martin Debes (Stern). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:28). (00:00:04) - AfD überholt die Union: Ursachen für das Umfragehoch der Partei (00:05:03) - Rechtsextremismus-Vorwürfe: Warum die Einstufung viele Wähler nicht abschreckt (00:09:20) - Migration und Wirtschaft: Die zentralen Themen der AfD und die Reaktion der Politik (00:17:41) - Sachsen-Anhalt als Warnsignal: Was würde eine AfD-Regierung bedeuten? (00:20:03) - Brandmauer oder Strategiewechsel? Die Debatte über den Umgang mit der AfD (00:30:47) - Deutschlands Reformstau: Wirtschaft, Wohlstand und die eigentlichen Ursachen der Unzufriedenheit (00:36:31) - Können Reformen die AfD noch bremsen? Blick auf die kommenden Monate (00:41:28) - Presseclub nachgefragt

  • May 31 · 57 min

    Die KI-Revolution: Was wird aus unseren Jobs?

    Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant, doch was bedeutet das für unsere Jobs? Im Presseclub wird diskutiert, ob KI in erster Linie neue Chancen schafft oder ob sie langfristig viele Arbeitsplätze verdrängen wird. Während einige Gäste auf höhere Produktivität, neue Berufsbilder und Lösungen für den Fachkräftemangel hoffen, warnen andere vor Entlassungen und einer möglichen sozialen Spaltung. Ein zentraler Streitpunkt ist die Frage, wie Politik, Unternehmen und das Bildungssystem auf den Wandel reagieren sollten. Die Runde ist sich weitgehend einig, dass Deutschland beim Einsatz und bei der Vermittlung von KI Nachholbedarf hat. Gefordert werden mehr Weiterbildung, eine bessere Vorbereitung junger Menschen auf die neue Arbeitswelt und ein grundlegender Kulturwandel in Unternehmen. Kontrovers diskutiert werden auch die gesellschaftlichen Folgen, wenn Maschinen Menschen ersetzen. Reicht es, auf neue Jobs und Anpassungsfähigkeit zu setzen, oder braucht es Instrumente wie ein bedingungsloses Grundeinkommen und neue Formen der Besteuerung von KI-Gewinnen, damit kein neues Prekariat entsteht? Dahinter steht eine grundsätzliche Frage: Wird KI den Wohlstand breiter Bevölkerungsschichten erhöhen – oder vor allem die Gewinne großer Technologiekonzerne erhöhen? Moderatorin Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen: Katrin Bennhold (The New York Times), Patrick Bernau (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Miriam Meckel (Publizistin) und Gregor Schmalzried (freier Journalist). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (42:00). (00:00:04) - KI-Revolution: Wie verändert künstliche Intelligenz unsere Arbeitswelt? (00:02:26) - Jobangst oder Chance? Erste Einschätzungen der Experten (00:04:21) - Entlassungen im Silicon Valley und erste Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt (00:07:07) - Welche Berufe und Tätigkeiten besonders von KI betroffen sein könnten (00:09:34) - Warum KI Menschen nicht einfach ersetzt: Das Beispiel Radiologie (00:11:16) - Industrielle Revolution 2.0? Streit über Tempo und Ausmaß des Wandels (00:14:43) - Deutsche Unternehmen im KI-Zeitalter: Verschlafen wir die Entwicklung? (00:16:34) - Bildung, Ausbildung und die Frage: Wie bereitet man sich auf KI vor? (00:24:30) - Gewerkschaften, Arbeitsmarkt und die Zukunft der Beschäftigung (00:28:27) - Grundeinkommen, soziale Ungleichheit und die Finanzierung des Sozialstaats (00:37:26) - Europas Chancen im globalen KI-Wettbewerb gegen USA und China (00:42:00) - Presseclub nachgefragt

  • May 17 · 57 min

    Streit um Acht-Stunden-Tag: Neuer Stresstest für die Regierung?

    Die Regierung will den 8-Stunden-Tag durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzen. Die Gewerkschaften laufen Sturm dagegen und auch die SPD tut sich schwer damit, denn ein Ja zu diesem Vorhaben könnte sie weitere Sympathiepunkte bei ihrer traditionellen Klientel, den Arbeitern, kosten. Der Union pocht allerdings auf die Umsetzung. Wird das Vorhaben zum nächsten Stolperstein für die Koalition? In der kontroversen und lebhaften Debatte im Presseclub wird um die Frage gerungen, wie wirtschaftlicher Aufschwung in Deutschland gelingen kann: Sollten die Deutschen mehr arbeiten – oder schaffen wir durch Mehrarbeit nicht mehr Produktivität, sondern nur mehr Burn-Out? Welchen Einfluss haben Faktoren wie der Ukraine- und der Irankrieg auf die Wirtschaftslage? Kann durch Mehrarbeit überhaupt mehr erwirtschaftet werden, wenn wegen globaler Multikrisen die Auftragsbücher deutscher Unternehmen leer sind? Kanzler Merz hatte wegen seines Plädoyers für Sozialreformen auf dem DGB-Kongress viel Gegenwind erfahren. Wie sehr muss die Regierung den Protest der Gewerkschaften fürchten? Sollte sich die Koalition ein Beispiel an Schröders Agenda 2010 nehmen und auch gegen den Widerstand der Arbeitnehmervertreter Reformen durchbringen? Diese Fragen diskutiert Moderatorin Susan Link mit den Gästen Alexander Hagelüken (Süddeutsche Zeitung), Maurice Höfgen (Freier Journalist), Dorothea Siems (WELT) und Lennert Zielke (Ostdeutsche Allgemeine). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (40:34). (00:00:04) - Einführung (00:01:43) - Warum die Reform so umstritten ist (00:03:12) - Gesundheit, Burnout und Produktivität: Debatte um den 8-Stunden-Tag (00:14:49) - Drohende Proteste: Wie gefährlich wird der Konflikt für die Regierung? (00:23:30) - Merz beim DGB: Pfiffe, Rentendebatte und Kommunikationsprobleme (00:28:16) - Wirtschaftskrise, Sozialstaat und die Frage nach echten Reformen (00:37:51) - Das große Reformpaket: Rente, Pflege, Gesundheit und Arbeitszeit (00:40:34) - Presseclub nachgefragt

  • May 10 · 57 min

    Höhere Steuern auf Zucker, Tabak, Alkohol: Fürsorge oder Bevormundung?

    Die Bundesregierung plant höhere Abgaben auf Zucker, Tabak und Alkohol. Bei zuckerhaltigen Softdrinks sollen die Einnahmen direkt in das Gesundheitssystem fließen, während die Tabak- und Alkoholsteuern helfen sollen, die Finanzlöcher im Haushalt zu stopfen. Im Presseclub wird darüber diskutiert, ob solche Maßnahmen sinnvoller Gesundheitsschutz oder bevormundende Eingriffe des Staates sind. Besonders die geplante Zuckerabgabe auf Softdrinks sorgt für Streit: Während Mai Thi Nguyen-Kim und Christina Berndt auf wissenschaftliche Studien und internationale Beispiele wie Großbritannien verweisen, sehen Karsten Seibel und Ulrich Reitz vor allem fiskalische Interessen des Staates im Vordergrund. In der Runde gehen die Meinungen deutlich auseinander: Befürworter argumentieren, höhere Preise und Werbebeschränkungen könnten vor allem junge Menschen besser vor Sucht und Krankheiten schützen. Kritiker warnen dagegen vor übermäßiger staatlicher Lenkung und sozialer Ungerechtigkeit, weil höhere Abgaben besonders Menschen mit geringem Einkommen treffen würden. Einig sind sich viele Gäste immerhin darin, dass einzelne Maßnahmen allein nicht ausreichen – nötig sei ein Mix aus Aufklärung, Prävention und klaren politischen Regeln. Auch der Blick ins Ausland kommt nicht zu kurz. Großbritannien gilt mit seiner Softdrink-Abgabe und dem geplanten lebenslangen Rauchverbot für jüngere Jahrgänge als Vorbild für konsequentere Gesundheitspolitik. Gleichzeitig stellt die Diskussion grundsätzliche Fragen: Wie weit darf der Staat in persönliche Lebensentscheidungen eingreifen? Und was trägt am Ende tatsächlich besser bei – Verbote, Steuern oder Prävention? Oder sind die Menschen selbst für sich verantwortlich? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen Christina Berndt (Süddeutsche Zeitung), Mai Thi Nguyen-Kim (Wissenschaftsjournalistin), Ulrich Reitz (FOCUS), Karsten Seibel (WELT). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:25). (00:00:04) - Einstieg: Zuckersteuer, Gesundheitspolitik und die Rolle des Staates (00:04:13) - Warum Softdrinks im Fokus stehen: Zucker, Forschung und gesundheitliche Folgen (00:08:04) - Wie sinnvoll ist die Zuckerabgabe wirklich? Wirkung, Finanzierung und Kritik (00:15:25) - Prävention statt Eigenverantwortung? Krankheiten, Werbung und staatliche Eingriffe (00:18:38) - Tabaksteuer und Rauchverbot: Wen treffen höhere Preise und wie stark wirken sie? (00:22:06) - Großbritannien als Vorbild? Das lebenslange Zigarettenverbot für junge Jahrgänge (00:28:05) - Alkohol als gesellschaftlich akzeptierte Droge: Risiken, Politik und Doppelmoral (00:33:23) - Welche Maßnahmen helfen wirklich? Aufklärung, Werbeverbote und Lenkungssteuern (00:39:26) - Schlussrunde: Welche Argumente überzeugt haben und was der Staat besser machen müsste (00:41:25) - Presseclub "Nachgefragt"

  • May 3 · 57 min

    Ein Jahr an der Macht: Kann Merz Kanzler?

    Ein Jahr im Amt und der Druck auf den Kanzler wächst: Die schwarz-rote Regierung wollte Stabilität und Aufbruch liefern, stattdessen prägen Streit und schwache Umfragen das Bild. Daher diskutiert der Presseclub: Kann Merz Kanzler? In der Runde gehen die Bewertungen auseinander: Andreas Rinke (Reuters) und Annette Binninger (Sächsische Zeitung) sehen eine Regierung, die durchaus Entscheidungen trifft und Reformen anstößt. Christoph Hickmann (SPIEGEL) hält dagegen: Der öffentliche Streit überlagere die Inhalte und zeige vor allem ein Kommunikationsproblem. Vieles werde beschlossen, komme aber bei den Menschen nicht an. Der Bundeskanzler steht im Fokus: Ist er ein entschlossener Reformer oder fehlt ihm das politische Gespür? Während Rinke Merz‘ Kompromissfähigkeit betont, zweifeln Hickmann und Yasmine M’Barek (ZEIT) daran, dass er die Erwartungen erfüllen kann, die er selbst geweckt habe. Wie stabil ist die Koalition wirklich? Drohen weitere Konflikte oder wächst sie unter Druck zusammen? Und was zählt am Ende mehr: politisches Handwerk oder öffentliche Wahrnehmung? Moderatorin Susan Link diskutiert mit den Gästen: Annette Binninger (Sächsische Zeitung), Christoph Hickmann (DER SPIEGEL), Yasmine M'Barek (ZEIT) und Andreas Rinke (Reuters) Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:00). Kapitel: (00:00:00) - 1 Jahr Merz: Erwartungen, Realität und Ausgangslage (00:01:46) - Koalition im Alltag: Handlungsfähig trotz Dauerstreit? (00:03:29) - Öffentliches Streiten: Hauptproblem der Regierung? (00:06:11) - Erste Bilanz: Was wurde bisher erreicht? (00:08:31) - Zu hohe Erwartungen? Merz und seine Versprechen (00:12:15) - Merz als „Impulspolitiker“: Führungsstil, Kritik und Wahrnehmung (00:16:40) - Reformagenda: Große Projekte und kommende Konflikte (00:22:09) - Regierungsbilanz: Wo punktet die Koalition und wo verliert sie? (00:27:41) - Blick nach vorn: Wahlen im Herbst, Stabilität und Zukunft der Koalition (00:30:34) - Merz als „Außenkanzler“: Trump-Flüsterer und Retter der NATO? (00:38:36) - Schlussrunde: Ist Merz der richtige Kanzler zur richtigen Zeit? (00:41:00) - Presseclub nachgefragt

  • April 26 · 56 min

    Reiches Energiewende: Rolle rückwärts oder wirtschaftlich vernünftig?

    Mit ihrem neuen Gesetzespaket zur Energiepolitik sorgt Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche für Protest. Sie will die Energiewende effizienter und günstiger machen – und dafür Subventionen kürzen sowie den Ausbau erneuerbarer Energien stärker an den Netzausbau koppeln. Kritiker warnen jedoch: Wird so die Energiewende ausgebremst? Die Runde diskutiert, warum Strom in Deutschland so teuer ist und welche Rolle Abgaben, Netzausbau und Fehlsteuerungen im System spielen. Ist es sinnvoll, die Förderung für Solaranlagen auf Hausdächern zu streichen? Und wie lässt sich das Problem lösen, dass Strom oft dort produziert wird, wo er nicht gebraucht wird? Ein weiterer Streitpunkt: der Umgang mit überschüssigem Strom. Soll er gespeichert, etwa in Batterien, oder als Wasserstoff genutzt werden – und braucht es neue Gaskraftwerke als Absicherung für Zeiten ohne Wind und Sonne? Am Ende steht die zentrale Frage: Wie kann die Energiewende so gestaltet werden, dass sie bezahlbar bleibt, die Versorgung sichert und gleichzeitig die Klimaziele erreicht? Moderator Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Christian Geinitz (FAZ), Florian Güßgen (WirtschaftsWoche), Claudia Reiser (MDR), Ursula Weidenfeld (Freie Journalistin). Wir freuen uns über Feedback. Schreiben Sie uns an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:12). Kapitel Einstieg: Hohe Strompreise und Reform der Energiewende (00:00:00) Ziele von Katherina Reiche und politische Ausgangslage (00:01:31) Warum Strom in Deutschland so teuer ist (00:02:49) Überangebot an Strom und negative Strompreise (00:04:18) Grundproblem: Strom am falschen Ort produziert (00:06:00) Streit um Solardächer und Förderung für Privatleute (00:07:56) Soziale Frage: Wer profitiert von der Energiewende? (00:12:44) Überschussstrom und Kosten für das System (00:14:38) Netzausbau und Nord-Süd-Problem (00:16:22) Neues Gesetz: Risiken für Investoren und Kritik (00:22:28) Lösungen für Überschussstrom: Speicher und Wasserstoff (00:31:11) Versorgungssicherheit: Gaskraftwerke vs. Batterien (00:34:09) Fazit: Wege zu günstigeren Strompreisen und Zukunft der Energiewende (00:39:13) Presseclub Nachgefragt (00:41:12)

  • April 19 · 57 min

    Gefährliche Mission: Was bringt ein Bundeswehr-Einsatz am Golf?

    Deutschland hielt sich bislang im Iran-Konflikt raus. Doch mit der Aussicht auf einen Waffenstillstand steht nun auch ein europäischer Einsatz zum Schutz der Straße von Hormus im Raum. Kann Europa Sicherheit und Stabilität sichern? Wie gefährlich wäre so eine Mission? Die Runde diskutiert über Deutschlands Rolle in der neuen Phase des Iran-Konflikts. Welche Bedingungen müssten gelten, damit eine Beteiligung der "Koalition der Willigen", der auch Deutschland angehört, denkbar wäre? Voraussetzung sei eine Waffenruhe – darin sind sich die Gäste einig. Auch die Uneinigkeit innerhalb der europäischen Staaten über eine mögliche Beteiligung der USA an einem solchen Einsatz wird diskutiert. Die USA hätten bewiesen, dass sie auf dem diplomatischen Feld ungeschickt seien, finden etwa Anja Wehler-Schöck (Tagesspiegel) und Kristina Dunz (RnD). Gemessen an ihren Zielen hätten die USA den Krieg gar verloren, urteilt Michael Thumann (Die Zeit). Was bedeutet der Iran-Konflikt auch für das Deutsch-Amerikanische Verhältnis? Und wie kann die Bundesregierung schwere wirtschaftlichen Folgen des Konflikts für ihre Bürger abwenden? Darüber diskutiert Susan Link mit den Gästen: Thomas Gutschker (FAZ), Anja Wehler-Schöck (Tagesspiegel), Michael Thumann (Die Zeit) und Kristina Dunz (RnD) Wir freuen uns über Feedback. Schreiben Sie uns an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:30).

  • April 12 · 57 min

    Alles wird teurer: Wo bleiben die versprochenen Entlastungen?

    Die hohen Spritkosten heizen nicht nur die Inflation kräftig an, sondern auch die Stimmung in der Koalition. Obwohl die Rufe nach staatlicher Hilfe immer lauter werden, streiten Finanzminister Klingbeil und Wirtschaftsministerin Reiche über die richtigen Maßnahmen. Die Koalition hatte den Beziehern kleiner und mittlerer Einkommen Steuersenkungen versprochen. Was wird aus diesem Versprechen in Zeiten von Krieg und leeren Kassen? Nach Ansicht unserer Gäste sind bisher keine echten Entlastungen in Sicht. Allerdings gehen die Meinungen darüber auseinander, ob dies aufgrund des Energiepreisschocks jetzt notwendig wäre oder nicht. Angelika Hellemann fürchtet einen Machtkampf in der Union, nachdem Bundeswirtschaftsministerin Reiche sich der Anweisung des Kanzlers widersetzt und öffentlich scharf ihren Koalitionskollegen Lars Klingbeil attackiert hat. Macht Reiche den Lindner und lässt die Koalition platzen? Die Gäste diskutieren kontrovers darüber, was jetzt zu tun ist. Während Jörg Wimalasena die Lösung in einer Übergewinnsteuer sieht, setzt Jörg Quoos mehr auf Direkthilfen, merkt aber gleichzeitig an, dass es immer noch keinen direkten Auszahlungsmechanismus gibt, weshalb auch das versprochene Klimageld bisher nicht ausgezahlt worden ist. Hellemann kritisiert, dass die im Koalitionsvertrag versprochenen steuerlichen Entlastungen nicht gegenfinanzierbar seien – ohne die Steuern an anderer Stelle anzuheben. Während Wimasalena dafür plädiert, den Spitzensteuersatz anzuheben, argumentiert Julia Löhr, dass dadurch in Summe viel zu wenig Geld für eine Entlastung breiter Bevölkerungsschichten zusammenkomme. Sie sieht die Lösung bei Einsparungen in den Sozialsystemen. Wer hat die besten Ideen? Darüber diskutiert Jörg Schönenborn mit den Gästen: Angelika Hellemann (BILD am Sonntag), Julia Löhr (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Jörg Wimalasena (freier Journalist), Jörg Quoos (FUNKE). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:17).

  • March 29 · 56 min

    Handlungsdruck: Wie saniert die Regierung die Krankenkassen?

    Noch ist alles streng geheim: Am Montag präsentiert Gesundheitsministerin Warken die Vorschläge einer Expertenkommission, wie das Milliardenloch der Krankenkassen gestopft werden kann. Die Regierung steht unter Druck: Wenn die Kassenbeiträge sinken sollen, dann muss sie jetzt handeln und sparen. Was kommt auf Ärzte, Krankenhäuser und Versicherte zu? Und was braucht es jetzt, um das Gesundheitssystem zu stabilisieren? Im Presseclub diskutieren die Gäste darüber, wo gespart werden kann. Einigkeit herrscht in der Runde darüber, dass das gegenwärtige System schlicht zu teuer ist und dringender Handlungsbedarf besteht. Wo lässt sich am effektivsten sparen? Welche Rolle spielt die Pharmaindustrie, die immer höhere Gewinne erzielt, bei künftigen Kürzungen? Welche Sofortmaßnahmen zeigen die größte Wirkung, ohne die Patienten zu überlasten – und was entpuppt sich am Ende als bloße Symbolpolitik? Jörg Schönenborn diskutiert mit den Gästen: Markus Grill (NDR/WDR Investigativressort), Britta Rybicki (Handelsblatt), Cordula Tutt (WirtschaftsWoche) und Jürgen Klöckner (POLITICO). Wir freuen uns über Feedback. Einfach schreiben an presseclub@wdr.de. Unser Presseclub "Nachgefragt" beginnt bei Minute (41:05).

  • March 22 · 57 min

    Krieg in Nahost: Verbrennt der versprochene Wirtschaftsaufschwung?

    In Nahost explodieren die Bomben und bei uns die Tankpreise: Als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israels auf die Mullahs setzen sie darauf, den Welthandel mit Gas und Öl zu torpedieren. Welche Folgen hat das für uns und den versprochenen Wirtschaftsaufschwung? Darüber diskutieren unsere Gäste in diesem Presseclub. Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran treibt die Energiepreise weltweit in die Höhe, auch in Deutschland sind die Folgen bereits spürbar. Deutlich steigende Energiepreise sorgen für wachsende Unsicherheit - nicht nur bei den Verbrauchern oder auch in der Wirtschaft? Droht der nächste Inflationsschub, der die Hoffnung auf einen konjunkturellen Aufschwung wieder begräbt bevor er richtig angefangen hat? In der Diskussion wird deutlich: Staatliche Eingriffe wie Tankrabatte sehen viele kritisch. Sie seien teuer, wenig zielgenau und setzten falsche Anreize. Wenn, dann sollten nur gezielt finanziell schwächere Haushalte entlastet werden zum Beispiel durch ein Klimageld. Anders sei das in der Speditionsbranche: Hier seien sofort Maßnahmen aufgrund des hohen Dieselpreises notwendig, um den Preisanstieg bei Lebensmitteln zu bremsen. Andere plädieren auch für eine Übergewinnsteuer und kartellrechtlich gegen Abzocke vorzugehen. Einigkeit besteht darin, dass die Auswirkungen des Krieges weit über den Energiesektor hinausgehen. Höhere Gaspreise verteuern Düngemittel und damit auch Lebensmittel. Gleichzeitig geraten globale Lieferketten und Handelsrouten zunehmend unter Druck. Während Deutschland unter hohen Preisen leidet, drohen in anderen Regionen der Welt sogar Versorgungsengpässe. Langfristig führt an einer grundlegenden Neuaufstellung der Energieversorgung kaum ein Weg vorbei. Mehr Unabhängigkeit, Diversifizierung der Bezugsquellen und der Ausbau erneuerbarer Energien werden als zentrale Aufgaben genannt. Übergangsweise könne es aber notwendig werden, noch verstärkt auf heimische Energiequellen zu setzen wie Gas oder Kohle, um beim grünen Umbau mehr Zeit zu gewinnen. Ellen Ehni diskutiert mit den Gästen: Mary Abdelaziz-Ditzow (Finanzfluss), Ralf Geißler (MDR), Anja Kohl (HR), Daniel Wetzel (WELT).

  • March 15 · 1 hr

    Zwischen Trump und Putin - Welchen Preis zahlt Europa?

    Moderatorin Anke Plättner diskutiert mit: Sudha David-Wilp, German Marshall Fund of the United States; Thomas Gutschker, Brüssel-Korrespondent, Frankfurter Allgemeine Zeitung; Kristin Helberg, freie Journalistin und Nahost-Expertin; Maria Luz Moraleda, spanische Journalistin, Deutsche Welle

  • March 8 · 57 min

    Eskalation am Golf: Wie nah ist uns der Iran-Krieg?

    Seit gut einer Woche führen die USA und Israel Krieg gegen den Iran. Die Sorge wächst vor einer Ausbreitung. Auch in Deutschland sind Auswirkungen des Krieges spürbar. Droht eine Wirtschaftskrise? Wie steht es um die Sicherheit? Und was passiert, wenn der Krieg weiter eskaliert? Darüber diskutieren unsere Gäste in diesem Presseclub. Welche Ziele verfolgen die USA und Israel im Iran? Für Paul-Anton Krüger steht fest: Der Krieg könnte noch lange gehen. Denn während für die israelische Regierung die Destabilisierung des iranischen Staatsapparates im Vordergrund stehe, lasse Trump seine Kriegsziele weitgehend offen. Isabel Schayani ist der Meinung, dass die USA möglichst schnell und ohne große Verluste aus diesem Krieg gehen wollen. Für viele Iranerinnen und Iraner bedeute der US-Militäreinsatz eine große Hoffnung. Was bedeutet der Iran-Krieg für Deutschland? Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sagte im Bundestag, dass die Bundeswehr sich nicht an diesem Konflikt beteiligen werde. Doch sollte es beispielsweise zu einem NATO-Bündnisfall kommen, hätte Deutschland nur beschränkte Wahlmöglichkeiten, was einen Einsatz beträfe, betont Peter Müller. Inzwischen sind die negativen Auswirkungen auf die Energiepreise, den Flugverkehr und den Welthandel spürbar. Die steigenden Preise an den Tankstellen hierzulande sieht Melanie Amann pragmatisch. Das sei simple Markwirtschaft. Eine direkte Einmischung der Bundesregierung durch beispielsweise eine Spritpreisbremse hält sie für falsch. Ellen Ehni diskutiert mit Melanie Amann (Funke Mediengruppe), Paul-Anton Krüger (DER SPIEGEL), Peter Müller (Augsburger Allgemeine) und Isabel Schayani (Westdeutscher Rundfunk). Wir freuen uns über Feedback: presseclub@wdr.de Unser „Nachgefragt“ beginnt bei Minute 41:10.

  • March 1 · 59 min

    Trumps Angriff auf den Iran

    Moderatorin Eva Lindenau diskutiert mit: Isabel Schayani, deutsch-iranische Journalistin, WDR; Eva Quadbeck, Chefredakteurin RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND); Felix Lee, China-Experte, Süddeutsche Zeitung Dossier; Christopher F. Schuetze, Berlin-Korrespondent, New York Times