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Business

Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story

WAZ

Thyssenkrupp ist der größte Stahlhersteller in Deutschland. Doch seit Jahren produziert der Konzern schlechte Nachrichten. Was passiert hinter den Kulissen?

Wenn es dem Konzern Thyssenkrupp schlecht geht, dann hat das Folgen: nicht nur für das Ruhrgebiet, wo sich viele der Stahlwerke befinden, sondern für die ganze deutsche Industrie. In der neuen Staffel des Podcasts „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“ werfen die WAZ-Wirtschaftsjournalisten Ulf Meinke und Oliver Hollenstein einen genauen Blick auf die Herausforderungen des Traditionsunternehmens.

Was bleibt, wenn die Hochöfen von Thyssenkrupp verschwinden? Welche Bedeutung hat der Stahl für die Rüstungsindustrie und Deutschlands Autobauer wie Volkswagen und Mercedes? Rettet ausgerechnet ein indischer Konzern Deutschlands größten Stahlhersteller? Welche Strategie verfolgt Thyssenkrupp-Chef Miguel López? Gelingt der Thyssenkrupp-Führung der Umbau des Konzerns, nachdem die maritime Rüstungssparte TKMS schon an die Börse gegangen ist? Warum erschüttern immer wieder Machtkämpfe das Unternehmen?

„Am Abgrund“ ist ein Podcast der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ). Mehr Wirtschaftsnachrichten aus NRW gibt es auf www.waz.de/wirtschaft

  • 20 episodes
  • Updated Tuesday

Episodes20

  • January 6 · 56 min

    Thyssenkrupp-Chef López treibt Umbau voran: Was dem Konzern 2026 bevorsteht (S2, F2)

    Nach dem Börsenerfolg der Marinesparte TKMS verfolgt Thyssenkrupp-Chef Miguel López eine radikale Strategie: Der traditionsreiche Industriekonzern soll in eine schlanke Finanz-Holding umgewandelt werden. Die einzelnen Sparten sollen nach und nach eigenständig werden. Doch was bedeutet das für die Mitarbeiter und die Zukunft des Unternehmens? Die WAZ-Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke und Oliver Hollenstein beleuchten die angespannte Lage bei Thyssenkrupp. Besonders in der Essener Konzernzentrale wächst die Sorge vor dem Jobabbau. „Es wird schrecklich“, warnt ein Betriebsrat. Welche Abteilung steht als Nächstes vor einer möglichen Ausgliederung? Wie wirkt sich der Konzernumbau auf die Mitarbeiter aus? Thyssenkrupp: 47 Prozent mehr Gehalt für López Außerdem geht es um die Jahresbilanz 2025: Thyssenkrupp-Chef Miguel López verzeichnet eine satte Gehaltserhöhung um über eine Million Euro – 47 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Durchschnitt haben die Thyssenkrupp-Mitarbeiter ein Gehaltsplus von gerade einmal einem Prozent bekommen, und viele bangen um ihre Arbeitsplätze. Wie also ist das Gehaltsplus für López zu erklären? Eine neue Folge des Podcasts „Am Abgrund“ bekommen Sie am Dienstag, dem 03. Februar 2026. Abonnieren Sie den Podcast auf Ihrer liebsten Podcastplattform, um keine neue Folge zu verpassen. Zum Nachhören: Archiv-Folge: Brodelnder Machtkampf: Was ist los bei Thyssenkrupp?

  • Dec 2, 2025 · 56 min

    Das hat Jindal mit der Stahlsparte von Thyssenkrupp vor (Staffel 2, Folge 1)

    „Die Welt ist ein sehr wettbewerbsorientierter Ort, und nur die Stärksten überleben. Das ist das Gesetz des Dschungels, richtig? Das wurde uns von Anfang an beigebracht“, erzählt Naveen Jindal, der Chef von Jindal Steel, im konzerneigenen Podcast. Der 55-jährige Milliardär aus Indien hat große Ambitionen. Aktuell produziere sein Konzern knapp zehn Millionen Tonnen Stahl, sagt er. In etwas mehr als 20 Jahren soll es schon drei Mal so viel Stahl sein. Die Übernahme von Thyssenkrupp Steel könnte ein wichtiger Schritt auf diesem Weg sein. In der neuen Podcast-Folge von „Am Abgrund - Die Thyssenkrupp-Story“ sprechen die WAZ-Wirtschaftsjournalisten Ulf Meinke und Oliver Hollenstein über das jüngste Kaufangebot von Jindal für Thyssenkrupp Steel. Was ist über Jindals Pläne bekannt? Was reizt einen indischen Milliardär an einem solchen Investment? Wie blicken Arbeitnehmervertreter in Deutschland auf einen möglichen Einstieg des indischen Konzerns? Warum hat der tschechische Geschäftsmann Daniel Kretinsky seinen Rückzug bei Thyssenkrupp Steel erklärt? Wie unterscheiden sich Jindals und Kretinskys Strategien? Marie Jaroni ist die neue Stahlchefin – Hochofen 9 in Duisburg außer Betrieb Während der von Miguel López geführte Vorstand und der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp womöglich bald schon zur Zukunft der Stahlsparte entscheiden müssen, gibt es im Management weitere Turbulenzen. Warum musste Thyssenkrupp-Stahlchef Dennis Grimm nach nur einem Jahr gehen? Was bringt die neue Stahlchefin Marie Jaroni mit? Ende Oktober 2025 ist einer der großen Duisburger Hochöfen außer Betrieb gegangen. „Man spürt, dass da nicht nur ein Stück Stahl kalt wird, sondern ein Stück Identität stirbt“, sagt Thyssenkrupp-Experte Ulf Meinke in der neuen Folge. Mit emotionalen Worten beschreibt Standort-Betriebsratschef Ali Güzel, was beim sogenannten letzten Abstich am Hochofen passiert ist. Ulf Meinke fasst die Probleme der Stahlindustrie zusammen und erklärt, was die Politik für die Branche tun kann, allen voran Bundeskanzler Friedrich Merz. Hören Sie jetzt in den Podcast. In dieser Episode erwähnt: Podcastfolge 6: Grüner Stahl bei Thyssenkrupp: Zukunft oder Milliardengrab? WAZ-Artikel:Hafenchef: In Duisburg kommt immer mehr Billigstahl aus China an

  • Nov 12, 2025 · 36 min

    Die Thyssenkrupp-Krise beim Grünen Stahl (Staffel 1, Update 3)

    In dieser Folge des WAZ-Podcasts „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“ widmen sich die WAZ-Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke und Oliver Hollenstein den Herausforderungen beim Weg zum Grünen Stahl. Die Direktreduktionsanlage in Duisburg – ein Leuchtturmprojekt für klimaneutralen Stahl – kämpft mit massiven Verzögerungen und steigenden Kosten. Das weckt Erinnerungen an vergangene Desaster wie das Brasilien-Projekt und Zweifel daran, ob der teurere Grünstahl wirtschaftlich überhaupt konkurrenzfähig ist. Während andere Konzerne wie Arcelor-Mittal ihre Grünstahl-Vorhaben stoppen, hält Thyssenkrupp am Projekt fest. Doch die zentrale Frage bleibt: Gibt es eine Zukunft für Grünen Stahl in Deutschland – und zu welchem Preis?

  • Jul 16, 2025 · 40 min

    Finanzholding Thyssenkrupp - Lopéz' Plan für die Zukunft (Staffel 1, Update 2)

    Thyssenkrupp-Chef Miguel Lopéz will die Sparten des Konzerns ausgliedern und eigenständig aufstellen. Am weitesten fortgeschritten ist das beim maritimen Rüstungsgeschäft, der Sparte, die unter Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS) firmiert. Die Abspaltung soll noch dieses Jahr beschlossen werden, danach wäre ein Börsengang möglich. Welche Strategie steht hinter der Abspaltung der Sparten? Können dadurch Thyssenkrupps Probleme gelöst werden? Wären die Einzelunternehmen stark genug, um allein zu bestehen? Diese Fragen diskutieren die WAZ-Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke und Oliver Hollenstein in dieser Sonderfolge des Podcasts „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story “.

  • Jul 16, 2025 · 40 min

    So sieht der Kahlschlag von Thyssenkrupp aus (Staffel 1, Update 1)

    Kurz vor den Sommerferien in NRW soll Klarheit für die Mitarbeitenden von Thyssenkrupp Steel geschafft werden: IG Metall und Vorstand haben tagelang bis tief in die Nacht über den Arbeitsplatzabbau verhandelt. Das Ergebnis: Das größte Einspar-Paket in der Geschichte von Thyssenkrupp Steel, wie es aus dem Management heißt. In dieser Sonderfolge des WAZ-Podcasts „Am Abgrund“ erklären die WAZ-Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke und Oliver Hollenstein nicht nur die Ausgangslage der Verhandlungen und welche Menschen verhandelt haben. Meinke und Hollenstein besprechen auch, welche Standorte vom Stellenabbau betroffen sind und was auf die Mitarbeiter zukommt, die bleiben können. Was konnte die IG Metall im Sinne der Arbeitnehmer verhindern, was durch die zuvor bekannt gewordene „Giftliste“ zu befürchten war? Inwiefern ist die IG Metall Konzernchef Miguel López entgegengekommen? Was passiert mit HKM, den Hüttenwerken Krupp Mannesmann?

  • Mar 17, 2025 · 38 min

    Blick in die Zukunft: Die vielen Baustellen von Thyssenkrupp (Staffel 1, Folge 10)

    Das Thyssenkrupp-Management um Miguel López dürfte mit Genugtuung betrachten, dass der Aktienkurs des Konzerns in den ersten Monaten des Jahres 2025 kräftig gestiegen ist. Doch viele Probleme der angeschlagenen Essener Traditionsfirma sind weiterhin ungelöst. Im Stahlkonflikt mit den Arbeitnehmervertretern steht eine Einigung noch aus. Das Ringen um den vom Management angekündigten Abbau Tausender Arbeitsplätze in der Stahlsparte geht weiter. Bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM) ist das Bangen groß. Eine Schlüsselfrage: Gelingt das historische Umbauprojekt für den Stahlstandort Duisburg - der Aufbau einer Grünstahl-Produktion? Schon jetzt ist milliardenschwere Staatshilfe für den Bau neuer Anlagen vorgesehen. Doch zusätzliche Steuergelder könnten fließen – mit einer neuen Bundesregierung. Die Förderung von grünem Stahl findet bereits Erwähnung im aktuellen Sondierungspapier von CDU/CSU und SPD. Von den knapp 100.000 Thyssenkrupp-Beschäftigten arbeitet etwa ein Viertel in der Stahlsparte. Was ist das Zielbild von Thyssenkrupp? „So ein bisschen ist Thyssenkrupp ja auch ein ehemaliger Stahlkonzern auf dem Selbstfindungstrip“, sagt WAZ-Wirtschaftsredakteur Oliver Hollenstein. Das lasse sich auch an den vielen Wechseln an der Spitze von Thyssenkrupp ablesen, fügt er hinzu und erinnert an Heinrich Hiesinger, Guido Kerkhoff und Martina Merz. Die vielen Personalwechsel seien „Symptom und Ursache der Krise gleichermaßen“. WAZ-Wirtschaftsredakteur Ulf Meinke beleuchtet die Rolle der IG Metall und der Krupp-Stiftung angesichts der aktuellen Lage von Thyssenkrupp. Auch wenn der Konzern, wie der Podcast-Titel sagt, „am Abgrund“ steht: Ist noch ein „Happy End“ möglich?

  • Mar 10, 2025 · 45 min

    Der Umbau-Plan für Thyssenkrupp: López setzt auf die Börse (Staffel 1, Folge 9)

    Thyssenkrupp ist ein großer „Gemischtwarenladen“. Thyssenkrupp Automotive, Thyssenkrupp Marine Systems, Thyssenkrupp Bilstein, Thyssenkrupp Nucera und Thyssenkrupp Rothe Erde sind nur einige Beispiele der vielen Geschäftsfelder und Tochterunternehmen des Konzerns. Nur etwa ein Viertel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Thyssenkrupp arbeitet noch im Stahl, erklärt WAZ-Wirtschaftsjournalist Oliver Hollenstein im Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“. In der neuen Podcastfolge erfahren Sie, was Thyssenkrupp alles produziert. Was ist heute die größte und wichtigste Sparte von Thyssenkrupp? Hollenstein und WAZ-Wirtschaftsredakteur Ulf Meinke erklären außerdem, warum Thyssenkrupp-Chef Miguel López und seine Vorgängerin Martina Merz die Strategie von Heinrich Hiesinger massiv verändert haben. Unter Hiesingers Führung wurden die Namen traditionsreicher Einzelfirmen noch in den Hintergrund gedrängt. Stattdessen verfolgt Thyssenkrupp-Chef Miguel López heute einen börsenorientierten Kurs. Welche Auswirkungen sind damit verbunden? Wie wird Thyssenkrupp in Zukunft aussehen? Kommt es zu einer Zerschlagung des Konzerns? Meinke und Hollenstein erklären außerdem, welche Manager heute an der Seite von López stehen. Welche Rolle spielen die Vorstandsmitglieder Ilse Henne und Volkmar Dinstuhl? Für welchen Kurs stehen sie?

  • Mar 3, 2025 · 39 min

    Stahlkrise: Darum will Thyssenkrupp HKM loswerden (Staffel 1, Folge 8)

    Sechs Hochöfen gibt es an Europas größtem Stahlstandort Duisburg. Vier betreibt Thyssenkrupp Steel im Norden der Stadt. Zwei befinden sich auf dem Gelände der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) im Duisburger Süden. Aus Sicht des Thyssenkrupp-Managements sind es zu viele Anlagen. Gemessen an dem Stahl, der sich verkaufen lasse, seien die Produktionskapazitäten zu groß. Deshalb will Thyssenkrupp das Stahlgeschäft verkleinern. Im Fokus beim Schrumpfkurs von Thyssenkrupp stehen die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM). Thyssenkrupp gehört immerhin die Hälfte von HKM. Entweder es findet sich ein Käufer oder der Stahlstandort in Duisburg soll geschlossen werden, hat das Thyssenkrupp-Management erklärt. Die WAZ-Wirtschaftsjournalisten Ulf Meinke und Oliver Hollenstein erläutern im Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“, warum die Situation für HKM so brenzlig ist. Lässt sich die Schließung von HKM verhindern? Warum ist ein möglicher Investor jüngst abgesprungen? Im Podcast erklären Meinke und Hollenstein auch, wie HKM entstanden ist. Was ist das besondere an dem Stahl-Standort in Duisburg? Wer kauft den Stahl von HKM? Welche Verbindungen bestehen zu den beteiligten Konzernen Salzgitter und Vallourec? Inwieweit kann HKM in Zukunft grünen, klimafreundlichen Stahl herstellen? Welche Chancen gibt es, dass nach dem Absprung eines Interessenten ein anderer Investor HKM kaufen könnte?

  • Feb 24, 2025 · 48 min

    Thyssenkrupp-Chef López im Interview: „Will Mission erfüllen“ (Staffel 1, Folge 7)

    Kaum ein Konzernchef in Deutschland hat ähnlich viel Kritik aus der eigenen Belegschaft einstecken müssen wie Miguel López. Seit fast zwei Jahren führt López nun den angeschlagenen Essener Stahl- und Industriegüterkonzern Thyssenkrupp mit fast 100.000 Beschäftigten. Seitdem gibt es immer wieder Konflikte mit den Arbeitnehmervertretern. Im Podcast „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“ stellt sich López kritischen Fragen, die sich angesichts der angespannten Lage stellen. Dafür begab sich der Manager in unser Mini-Podcast-Studio, das ungefähr so groß ist wie der Innenraum von einem VW-Bulli. Er sei „angetreten, um hier eine Mission zu erfüllen“, sagt López. Das Ziel sei, aus dem Stahlgeschäft von Thyssenkrupp „einen gesunden Konzern zu machen“. López betont: „Wir sind der größte deutsche Stahlhersteller und die Nummer zwei in Europa. Da darf es nicht sein, dass unsere Leistungsfähigkeit unterhalb fast aller anderen Stahlkonzerne in Europa liegt.“ Die Pläne des Thyssenkrupp-Managements sind einschneidend: 11.000 Stellen sollen abgebaut oder ausgelagert werden. Zudem steht Thyssenkrupp vor großen Herausforderungen: Künftig will der Konzern Grünstahl in Duisburg mit Wasserstoff herstellen, doch noch gibt es in Deutschland viel zu wenig Wasserstoff. Wie zufrieden ist López mit seiner bisherigen Bilanz? Wie erklärt er den Stahlarbeitern den geplanten Stellenabbau? Was erhofft er sich vom tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky? Lässt sich die Schließung der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) noch abwenden? Und wird Thyssenkrupp zerschlagen?

  • Feb 17, 2025 · 37 min

    Grüner Stahl bei Thyssenkrupp: Zukunft oder Milliardengrab? (Staffel 1, Folge 6)

    Allein am Standort Duisburg stößt Thyssenkrupp eigenen Angaben zufolge rund 20 Millionen Tonnen klimaschädliches Kohlendioxid pro Jahr aus – das entspricht 2,5 Prozent der gesamten Emissionen in Deutschland. Doch die Stahlindustrie in Deutschland steht an einem Wendepunkt: Klimaneutralität ist das Ziel – so will die Branche ihr Überleben sichern. Auch die Politik mischt mit und subventioniert den Umbau des Stahlstandorts Duisburg mit zwei Milliarden Euro. Welche Möglichkeiten gibt es, Stahl klimaneutral, also ohne CO2-Emissionen, herzustellen? Auf welche Technik setzt Thyssenkrupp? Und wie realistisch ist der Weg zum grünen Stahl überhaupt? Die WAZ-Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke und Oliver Hollenstein geben in der neuen Folge des WAZ-Podcasts „Am Abgrund – Die Thyssenkrupp-Story“ Antworten auf diese Fragen. Meinke und Hollenstein sprechen über die Chancen und die Probleme bei der angestrebten „grünen Wende“, und sie thematisieren, welche Herausforderungen Thyssenkrupp auf dem Weg zur klimaneutralen Produktion noch bewältigen muss. Kann Deutschlands größter Stahlkonzern diese Transformation stemmen? Der Zeitplan für den Aufbau der Grünstahl-Produktion in Duisburg wackelt, selbst im Management gibt es Zweifel an der Umsetzbarkeit der bisherigen Pläne – und die riesigen Mengen Wasserstoff, die bei Thyssenkrupp benötigt werden, sind noch nicht in Sicht.

  • Feb 10, 2025 · 42 min

    Thyssenkrupp: So mischt die Politik in der Stahlkrise mit (Staffel 1, Folge 5)

    „Wir werden Stahl-Produktion, Stahl-Verarbeitung auch noch in 100 Jahren in Europa und in Deutschland sehen“, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) vor den Werkstoren von Thyssenkrupp Steel in Duisburg. Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) sieht das ähnlich. „Wir brauchen in Deutschland Stahlindustrie“, sagte er vor Arbeitnehmervertretern in Bochum. Warum interessiert sich die Politik so sehr für Thyssenkrupp? Geht es um mehr als Arbeitsplätze? Wie wichtig ist Thyssenkrupp für die Auto- und die Rüstungsindustrie? Welche Politiker mischen mit bei Deutschlands größtem Stahlkonzern? Die WAZ-Wirtschaftsredakteure Ulf Meinke und Oliver Hollenstein geben im Podcast Antworten auf diese Fragen. Meinke und Hollenstein erläutern auch, welche Möglichkeiten der Staat hat, dem angeschlagenen Unternehmen zu helfen. Welche Hilfen sind möglich, welche sind nötig? Ist ein Einstieg des Staates bei Thyssenkrupp realistisch? Taugen die Staatseinstiege bei der Meyer Werft, beim Energieversorger Uniper und bei der Lufthansa als Vorbilder für Thyssenkrupp?

  • Feb 3, 2025 · 39 min

    Kampferprobt: Warum die Arbeiter von Thyssenkrupp so viel Macht haben (Staffel 1, Folge 4)

    1987 beschlossen Krupp-Manager ein Stahlwerk in Duisburg-Rheinhausen mit 6000 Beschäftigten zu schließen. Daraufhin zogen tausende Menschen auf die Straße, 160 Tage wurde gestreikt, das Werk wurde trotzdem geschlossen. Heute ist der Stahlstandort der Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) gefährdet. Der Betriebsratsvorsitzende Marco Gasse sagt deshalb: „Wir müssen ein zweites Rheinhausen verhindern.“ Widerstand hat bei Thyssenkrupp Tradition: Beschäftige veranstalten Mahnwachen, nutzen immer wieder Särge und Kreuze als Symbole für den möglichen Verlust von Arbeitsplätzen. Warum hat sich der Arbeitskampf so tief ins Gedächtnis der heutigen Thyssenkrupp-Arbeitsnehmervertreter gebrannt? Hat sich die Macht der Arbeiter gewandelt? Wer sind die Menschen, die heute für die Arbeiternehmer kämpfen? Insbesondere in der Stahlsparte von Thyssenkrupp arbeiten viele Menschen, die Gewerkschaftsmitglieder sind. Welchen Einfluss hat die Gewerkschaft IG Metall auf Thyssenkrupp? Ist die Stahlkrise auch eine Krise der Mitbestimmung?

  • Feb 3, 2025 · 35 min

    Die Macht vom Hügel: Was die Eigner von Thyssenkrupp wollen (Staffel 1, Folge 3)

    Die Villa Hügel im noblen Essener Stadtteil Bredeney ist bis heute eines der imposantesten Bauwerke des Ruhrgebiets. Die Villa Hügel wurde Anfang der 1870er Jahre als Wohn- und Repräsentationshaus der Industriellenfamilie Krupp erbaut: 399 Räume, umgeben von einem riesigen Park. Wer die Villa Hügel betritt, spürt die Macht und den Anspruch der Kruppschen Tradition. Heute gehört die Villa der Krupp-Stiftung. Die Stiftung ist mit rund 21 Prozent die größte Aktionärin bei Thyssenkrupp. Warum gibt es diese Stiftung? Warum bekommt sie Dividenden in Millionenhöhe, obwohl der Konzern rote Zahlen schreibt? Wer lenkt die Geschicke der Stiftung? Welchen Einfluss hat die Stiftung auf den Konzern? Neben der Stiftung treten immer wieder andere Investoren ins Rampenlicht. Nicht nur der Iran machte Mitte der 1970er Jahre als Großaktionär Schlagzeilen, heute steht der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky als Investor der Stahlsparte im Fokus. Was treibt die Investoren bei Thyssenkrupp an? Welche Zukunft sehen sie für den Konzern?