Skip to content
Artwork for Alle Zeit der Welt
Alle Zeit der Welt · January 29 · 1 hr 39 min

Okkultes Leipzig um 1900: Wie elitär war Esoterik?

Leipzig um 1900 war weit mehr als eine Industriestadt und ein Zentrum des Buchhandels. Die Stadt war ein urbanes Labor für neue religiöse Ideen, okkulte Praktiken und alternative Lebensentwürfe. Gemeinsam mit dem Kultur- und Religionswissenschaftler Benjamin Rübsam schauen wir auf das sogenannte „okkulte Leipzig“: Wer trug dieses Milieu eigentlich? War Esoterik wirklich ein Projekt der gesellschaftlichen Elite – oder eher ein Massenphänomen? Welche Rolle spielten Verlage, Zeitschriften, Cafés und Vereine? Und warum konzentriert sich die Forschung bis heute oft nur auf prominente Figuren wie Aleister Crowley, während die vielen Akteure im Hintergrund unsichtbar bleiben? In dieser ersten Folge geht es um soziale Herkunft, Klassismus, städtische Räume, Lebensreform, Theosophie und die Frage, wie sich „Elite“ im Okkultismus eher als Narrativ denn als Realität entpuppt. Wenn dir unsere Arbeit gefällt, hinterlasse bitte eine Bewertung, abonniere unseren Kanal und unterstütze uns auf Patreon: https://patreon.com/allezeitderwelt Quellen & Hinweise Sammelband Deviantes Leipzig (Buchra Verlag) Forschungen von Dr. Heinz Mürmel u. a. Kapitel 00:00:07 – Einführung: Esoterik, Okkultismus und gängige Klischees 00:00:54 – Leipzig um 1900: Verlagstadt, Urbanität und Überwachung 01:01:31 – Wer trug das okkulte Milieu wirklich? 02:37 – Quellenlage: „Deviantes Leipzig“ und neue Perspektiven 03:38 – Was ist Esoterik? Definitionen und Abgrenzungen 17:54 – Lebensreform, alternative Religiosität und soziale Praxis 20:11 – Okkultismus als „Religion der Oberschicht“? Die These im Check 21:18 – Leipzigs Wachstum, Mittelschicht und soziale Durchmischung 34:14 – Staat, Polizei und der Umgang mit okkulten Vereinen 35:00 – Zeitschriften, Verlage und Okkultismus als Massenphänomen 36:48 – Verleger, Wohnorte und das Problem sozialer Zuordnung 47:25 – Crowley in Leipzig und internationale Verflechtungen 01:17:20 – Theosophische Gesellschaften, Namen und Marketing 01:25:46 – Elite als Narrativ im Okkultismus 01:27:04 – Fazit: Warum das Bild der elitären Esoterik nicht trägt 01:27:06 – Ausblick auf Folge 2: Karl Kiesewetter und die Provinz Ausblick: In Folge 2 steigen wir tiefer ein – mit einer Biografie aus der Provinz: Karl Kiesewetter.

0:00-1:39:00

transcript

No transcript — this publisher did not publish one.

show notes

Leipzig um 1900 war weit mehr als eine Industriestadt und ein Zentrum des Buchhandels. Die Stadt war ein urbanes Labor für neue religiöse Ideen, okkulte Praktiken und alternative Lebensentwürfe.

Gemeinsam mit dem Kultur- und Religionswissenschaftler Benjamin Rübsam schauen wir auf das sogenannte „okkulte Leipzig“: Wer trug dieses Milieu eigentlich? War Esoterik wirklich ein Projekt der gesellschaftlichen Elite – oder eher ein Massenphänomen? Welche Rolle spielten Verlage, Zeitschriften, Cafés und Vereine? Und warum konzentriert sich die Forschung bis heute oft nur auf prominente Figuren wie Aleister Crowley, während die vielen Akteure im Hintergrund unsichtbar bleiben?

In dieser ersten Folge geht es um soziale Herkunft, Klassismus, städtische Räume, Lebensreform, Theosophie und die Frage, wie sich „Elite“ im Okkultismus eher als Narrativ denn als Realität entpuppt.

Wenn dir unsere Arbeit gefällt, hinterlasse bitte eine Bewertung, abonniere unseren Kanal und unterstütze uns auf Patreon: https://patreon.com/allezeitderwelt

Quellen & Hinweise

  • Sammelband Deviantes Leipzig (Buchra Verlag)
  • Forschungen von Dr. Heinz Mürmel u. a.

Kapitel

00:00:07 – Einführung: Esoterik, Okkultismus und gängige Klischees

00:00:54 – Leipzig um 1900: Verlagstadt, Urbanität und Überwachung

01:01:31 – Wer trug das okkulte Milieu wirklich?

02:37 – Quellenlage: „Deviantes Leipzig“ und neue Perspektiven

03:38 – Was ist Esoterik? Definitionen und Abgrenzungen

17:54 – Lebensreform, alternative Religiosität und soziale Praxis

20:11 – Okkultismus als „Religion der Oberschicht“? Die These im Check

21:18 – Leipzigs Wachstum, Mittelschicht und soziale Durchmischung

34:14 – Staat, Polizei und der Umgang mit okkulten Vereinen

35:00 – Zeitschriften, Verlage und Okkultismus als Massenphänomen

36:48 – Verleger, Wohnorte und das Problem sozialer Zuordnung

47:25 – Crowley in Leipzig und internationale Verflechtungen

01:17:20 – Theosophische Gesellschaften, Namen und Marketing

01:25:46 – Elite als Narrativ im Okkultismus

01:27:04 – Fazit: Warum das Bild der elitären Esoterik nicht trägt

01:27:06 – Ausblick auf Folge 2: Karl Kiesewetter und die Provinz

Ausblick: In Folge 2 steigen wir tiefer ein – mit einer Biografie aus der Provinz: Karl Kiesewetter.

links1